Tuesday, January 31, 2006

Interreligiöser Rundbrief Nr. 118 - Nachtrag

Interreligiöser Rundbrief für Köln/Bonn und Umgebung Nr. 118 - Nachtrag
(31.01.2006)

Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 118 – Nachtrag:
(31.1.2006)


Liebe Leserinnen und Leser,

hier ein kurzer Nachtrag zum letzten Rundbrief.

Zunächst zur Erinnerung:

Der Interreligiöser Gesprächskreis in Bonn von Religions for Peace/WCRP Köln/Bonn findet ausnahmsweise einmal nicht am 1. Donnerstag im Februar, sondern HEUTE am Dienstag, dem 31.1.2006 statt.
19.30-21.30 Uhr bei Lioba von Lovenberg, Argelanderstr. 6, 53115 Bonn
Thema: Der Gott des Wirtschaftswachstums


*

Zweitens möchte ich auf folgende Tagung in Iserlohn aufmerksam machen:

Wahrheits-ansprüche der Religionen –
Konturen gegenwärtiger Religionstheologie

in Kooperation mit
Kirchliche Hochschule Bethel

Ev. - theol. Fakultät

24. – 26. Februar 2006

Die Frage nach der Wahrheit von Religionen sowie den mit diesen verbundenen Konfliktpotentialen, über die man derzeit viel in den Feuilletons großer Zeitungen diskutiert, wird schon seit längerer Zeit innerhalb der Theologie reflektiert. In der gegenwärtigen religionstheologischen Debatte werden vor allem drei Modelle unterschieden, um das Verhältnis des Christentums zu anderen Religionen zu bestimmen: der religionstheologische Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus. Während der Exklusivis­mus anderen Religionen keine Heilsrelevanz zubilligt, erkennt der religiöse Inklusivismus an, dass auch andere Religionen Heilsbedeutsamkeit besitzen können, dass diese aber erst in der eigenen Religion zu ihrer vollen Entfaltung gelangt. Gegen diese Positionen wendet sich seit einigen Jahrzehnten die Pluralistische Religionstheo­logie. Sie kritisiert zum einen den Anspruch der Alleingel­tung, den der Exklusivismus erhebt, und zum anderen die Vereinnahmungstendenzen des Inklusivismus, denn auch dieser nehme andere Religionen nicht wirklich ernst, son­dern billige ihnen allenfalls einen Vorläuferstatus für die eigene Religion zu. Demgegenüber sind für die Plura­listische Religionstheologie die großen Religionen hin­sichtlich ihrer Heilsbedeutung gleichwertig. Alle drei Modelle, an denen die bisherige Religionstheologie orien­tiert ist, sind in der letzten Zeit auf Grund der mit ihnen verbundenen Schwierigkeiten problematisiert worden, und es wurde versucht, nach neuen Perspektiven zu suchen.
Ziel der Tagung ist eine kritische Bestandsaufnahme und Weiterführung der gegenwärtigen religionstheologischen Debatte über die Wahrheitsansprüche der Religionen. Zwei Fragestellungen sollen im Zentrum der Tagung stehen: (1) Welche religionstheologischen Modelle wer­den derzeit diskutiert, und worin bestehen ihre Defizite?
(2) Kann ein Rückgriff auf klassische Konzeptionen der Religionsphilosophie und der Religionswissenschaft die gegenwärtige Debatte womöglich befruchten?
Es laden Sie herzlich ein:
Christian DanzEvangelisch-theologische Fakultät der Universität Wien
Friedrich HermanniKirchliche Hochschule Bethel
Katharina v. BremenEvangelische Akademie Iserlohn


Tagungsablauf

Freitag, 24. Februar 2006
17.30 Uhr
Anreise, Anmelden, Belegen der Zimmer
18.00 Uhr
Abendessen
18.45 Uhr
Begrüßung und Einführungdurch die Veranstalter
Der unbekannte GottPD Dr. Friedrich Hermanni, Menden / Bethel
20.30 Uhr
Warum es zur pluralistischen Religions­theologie keine plausible Alternative gibtProf. Dr. Perry Schmidt-Leukel, Glasgow
22.00 Uhr
Treffpunkt Foyer

Samstag, 25. Februar 2006
8.15 Uhr
Frühstück
9.00 Uhr
„allerlei unlautere Religionsideen“. Zur aktuellen Bedeutung von Kants Religi­onsphilosophie für die Religionstheolo­gieProf. Dr. Georg Essen, Nijmegen
10.30 Uhr
Stehkaffee / -tee
11.00 Uhr
Religion(en) und WahrheitsansprücheProf. Dr. Dirk-Martin Grube, Utrecht
12.30 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Viele Religionen – eine Wahrheit?Prof. Dr. Reinhard Leuze, Nürnberg
16.00 Uhr
Kaffeetrinken
16.30 Uhr
Vera et falsa religio. Zum Verhältnis von Religions- und Geltungstheorie in der ReligionstheologieProf. Dr. Christian Danz, Wien
18.00 Uhr
Abendessen
18.45 Uhr
Institutionelle Voraussetzungen und wissenschaftspolitische Forderungen für eine plurale ReligionskulturProf. Dr. Arnulf v. Scheliha, Osnabrück
20.30 Uhr
Die Trinitätslehre als religionstheolo­gische Rahmentheorie? Kritische Über­legungen Prof. Dr. Michael Hüttenhoff, Saarbrücken
22.00 Uhr
Treffpunkt Foyer

Sonntag, 26. Februar 2006
8.15 Uhr
Frühstück
8.45 Uhr
Andacht in der Kapelle
9.00 Uhr
Religionstheologische Figuren in anderen ReligionenProf. Dr. Andreas Grünschloß, Göttingen
10.30 Uhr
Stehkaffee / -tee
11.00 Uhr
Christliche Dogmatik als Religions­theorieProf. Dr. Dietrich Korsch, Marburg
12.30 Uhr
Mittagessen, anschließend Abreise

Organisatorisches
Tagungsleitung:
Katharina von Bremen, Iserlohn
Tagungssekretariat:
Ingrid Rost
02371 / 352-141
Fax:
02371 / 352-130
e-mail:
i.rost@kircheundgesellschaft.de
Tagungskosten:
Einzelzimmer m. Vollpension:
95 € / erm. 58 €
Doppelzimmer m. Vollpension:
80 € / erm. 40 €
ohne Übernachtung / Frühstück:
52 € / erm. 26 €
zuzüglich Tagungsgebühr:
40 € / erm. 20 €
Wir bitten, die Tagungskosten bei Ankunft zu begleichen. Sie können mit EC-Karte und Geheimzahl bezahlen.
Für Mitglieder des Freundeskreises zahlt der Freundeskreis die Häfte der Tagungsgebühr.
Die ermäßigten Preise gelten für SozialhilfeempfängerInnen, Arbeitslose, Wehr- und Zivildienstleistende sowie für SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende bis zum Alter von 35 Jahren. Eine Ermäßigung kann nur bei Teilnahme an der gesamten Tagung gegen Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung gewährt werden.
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung mit Anfahrtsbeschreibung. Ihre Anmeldung bindet auch Sie. Wenn Sie sich später als 1 Woche vor Tagungsbeginn abmelden, müssen wir eine Ausfallgebühr in Höhe von 50% der Kosten berechnen. Wenn Sie sich erst am Tag des Tagungsbeginns oder später abmelden, werden Ihnen die vollen Kosten in Rechnung gestellt.
Tagungsort:
Ev. Tagungsstätte Haus Ortlohn, Berliner Platz 12,58638 Iserlohn,Tel. 02371/352-0, Fax 02371/352-299
Tagung 26Internet:
Sie finden dieses Programm, eine E-Mail-Anmeldung und eine Anfahrtsbeschreibung unter:www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen



Überblick über weitere Tagungen

31 3. - 5. MärzBerliner Friedenspolitik: Anspruch - Wirklichkeit - Zukunft. (Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung, AFK) Tagungsort: Berlin
32 3. - 5. MärzHeinrich Heine - Zeitgenosse und Poet.(Ev. Akademikerschaft, Landesverband Westfalen)
40 31. - 2. AprilDie Götter der kleinen und der großen Dinge.Indiens AutorInnen der Gegenwart (Peter Hammer Verlag)
42 7. - 9. April"Die Wege zu Gott sind so zahlreich wie die Atemzüge des Menschen." Islamische Sufi-Meditation und christ­liche Meditationspraxis begegnen sich
43 7. - 9. AprilWie gefährlich sind Heuschrecken? Ökonomische Alphabetisierung im Kontext neo-liberaler Globalisierung. (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, MÖWe)
49 21. - 23. AprilTschernobyl mahnt. Deutsch-belarussische Partnerschaftskonferenz zum 20. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe. (IBB Dortmund und Minsk) Tagungsort: Geseke
58 19. - 21. MaiDie Zukunft Gottes.2. Gesprächs- und Lektüretagung zu theologischen Grundfragen

Grundsätzlich sind alle Programme im Internet
unter http://www.kircheundgesellschaft.de/ zu finden, dort allerdings als pdf-Datei.


*

Das war es auch schon.

Herzliche Grüße,

Ihr/Euer Michael A. Schmiedel