Saturday, April 27, 2013

Interreligiöser Rundbrief ... Nr. 2013-04 (27.04.2013)


Interreligiöser Rundbrief für Bonn und Umgebung  Nr. 2013-04 (27.04.2013)

„Aber um für die Religion eines Anderen Verständnis zu haben, sollte man aus dem eigenen Selbst heraustreten und seine eigenen allgemeinen Anschauungen über Religion beiseite lassen. Darüber hinaus sollten Muslime und Christen mit ihren vielen eigenen kulturellen Unterschieden die wichtige Rolle des Kontextes für ihre Beziehungen anerkennen, einschließlich der sich verhärtenden Situation dieser Zeit.“                                                                                                                        Jacques Waardenburg

Inhalt






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Liebe Leserinnen und Leser!

In Bonn jährt sich der Jahrestag der Eskalationen in Bonn-Mehlem (vgl. http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=2240&L=0\). Viel ist seit dem passiert: Vorträge und Tagungen über den Salafismus (über die ich noch berichten sollte), Friedensmärsche, Dialogveranstaltungen – und ein versuchter Bombenanschlag. Jacques Waardenburgs Zitat oben (aus seinem Aufsatz „Selbstsicht und die Sicht des Anderen. Alte Abgrenzungen und neue Wege zur Offenheit im christlich-islamischen Verhältnis. In: Hansjörg Schmid, Andreas Renz, Jutta Sperber und Duran Terzi (Hrsg). Identität durch Differenz. Wechselseitige Abgrenzungen in Christentum und Islam. Regensburg 2007, S. 39) ist aktuell wie immer. Den Anderen immer nur durch meine eigene Brille zu sehen, durch mein Verständnis von Demokratie, von Frömmigkeit, von Menschlichkeit, wird ihm selten gerecht. Die eigene Perspektive muss immer wieder ergänzt werden durch andere Perspektiven, die desjenigen, über den ich mir eine Meinung bilde, und durch weitere, dritte, vierte und so weiter, die das alles noch anders sehen. Selbstverständnis und Fremdverständnis müssen immer wieder neu (selbst)kritisch betrachtet, Interessen- und Vorverständnisoffenlegung und die Bemühung um Unvoreingenommenheit immer wieder neu eingeübt werden.

Sicher kann man auch bei gleicher Zielrichtung, in unserm Fall die Realisierung des friedlichen Miteinanders und der Überwindung extremistischer religiöser und politischer Anschauungen, zu unterschiedlichen Vorstellungen über den Weg dorthin kommen. So kann man meinen, man müsse gegen Pro NRW demonstrieren, wozu unter anderem der DGB aufruft (vgl. II.4.), oder aber, man solle Pro NRW einfach ignorieren und woanders hingehen, wozu unter anderem der Interreligiöse Dialogkreis Bad Godesberg aufruft (vgl. II.3.). Man kann eine Ideologie beim Namen nennen, um Jugendliche davor zu warnen, wie Ahmad Mansour es mit seinem engagierten Artikel gegen den Islamismus tut (vgl. I.1) oder fordern, Wörter wie „Islamismus“ nicht zu benutzen, weil sich dadurch einige Muslime gekränkt fühlen, wie im Aufruf des Interreligiöse Dialogkreises Bad Godesberg formuliert (vgl. II.3.). Wichtig ist hier, das gemeinsame Ziel über den unterschiedlichen Wegvorstellungen nicht aus den Augen zu verlieren: Bonn, das Rheinland, Deutschland, Europa, die Welt soll bunt und vielfältig bleiben und die Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen über das Leben und den Sinn des Ganzen sollen sich gegenseitig ergänzen und bereichern, nicht aber bekämpfen. In diesem Sinne möchte ich alle dazu ermuntern, sich am 11.05.2013 dem III. von Saloua Mohammed organisierten Friedensmarsch (vgl. II.7) anzuschließen.

Dieser Rundbrief enthält wieder viele Beiträge und Veranstaltungshinweise, die mir (zum Teil für MIGRApolis) zugeschickt wurden oder die ich selbst verfasst habe, und überschreitet dabei auch die engeren regionalen Grenzen von Bonn und Umgebung. Der evangelische Bonner Migrationspfarrer Wolfgang Wallrich ging offiziell in den Ruhestand, das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn feiert sein 2- und RfP Witten  sein 30-jähriges Bestehen, eine Studie beschreibt die negative Darstellung des Islam in den Medien, die evangelische Kirche wendet sich gegen Rechtspopulismus, ein Artikel erklärt, was Religionswissenschaftler(innen) so alles erforschen, und vieles mehr. Scrollen Sie am besten selbständig durch das Inhaltsverzeichnis und den Rundbrief, um sich den Inhalt zu erschließen. Hier möchte ich nur nochmal auf die diesjährige Türkeireise des BIM e.V. aufmerksam machen, für die noch Plätze frei sind (vgl. II.10).
Abgesehen vom Inhalt des Rundbriefes möchte ich Sie gerne auf eine Organisation aufmerksam machen, die ich am letzten Wochenende auf einer Tagung in Warburg-Germete kennenlernte: die Ökumenische Initiative Eine Welt, die sich seit 1976 für eine Verantwortung der Religionen für Ökologie und Nachhaltigkeit einsetzt und die Erd-Charta unterstützt. Schauen Sie mal nach unter: http://www.oeiew.de/oi-cms/.

Und ich möchte schon einmal ankündigen, dass  die GEBETe der Religionen in Bonn dieses Jahr voraussichtlich am 1.10.2013 stattfinden werden, wieder im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. (Vgl. dazu nochmal den Bericht der letztjährigen GEBETe der Religionen: http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=2337&L=0\.

Nun wünsche ich Ihnen eine erbauliche und informative Lektüre des Rundbriefes und melde mich ganz unten nochmal.




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I.)          Textbeiträge


I.1.) Ich war einmal ein Islamist. Tagesspiegel-Artikel von Ahmad Mansour


Liebe Kollegen/innen, Freunde/innen,

Anbei mein Artikel bei der Tagesspiegel  zum Thema Salafismus und wie ich mich vom Fundamentalismus abgewendet habe. 
Ich war einmal ein Islamist
Von Ahmad Mansour  
Wie ich mich von den Verführungen des religiösen Fundamentalismus abgewendet habe

Gerade mal 13 Jahre war ich alt, ein schüchterner Junge mit wildem Lockenkopf, als ich ein junger Islamist wurde. Ich spielte gern Fußball, und weil wir beim Kicken viel Lärm veranstalteten, hatte ich mich ständig mit meinen Großeltern in der Wolle. Am Saum des staubigen arabischen Dorfes nahe bei Tel Aviv endete die Welt, die ich bis dahin gekannt hatte. All das ist fast 24 Jahre her. In der Schule war ich gut, aber ich fand nur schwer Freunde. Oft stand mir meine Schüchternheit im Weg. Umso geschmeichelter fühlte ich mich, als sich plötzlich unser örtlicher Imam und Religionslehrer für mich interessierte. Er hielt mich auf dem Schulweg an und suchte das Gespräch mit mir.
Dass ich ein guter Junge sei, versicherte er mir, dass in mir das Potenzial zu Größerem stecke. Er verkündete mir: „Der Islam braucht dich, mein Sohn!“ Mit großen Augen und offenen Ohren hörte ich seine Worte.
Bald darauf sprach er eine verheißungsvolle Einladung aus: 
Mit freundlichen Grüßen 
Ahmad Mansour

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I.2) Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland


Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat eine Studie zu Medienbild und Alltagserfahrungen zu Muslimen in der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland veröffentlicht. Demnach zeichnen die Medien durchschnittlich ein zu schlechtes Bild von den Muslimen. So jedenfalls wird es von der Mehrheit der in der Studie Befragten wahrgenommen.
Dank an Hülya Dogan und Elisbath Thissen für den Hinweis auf den Artikel!
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 18.03.2013.)
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I.2.b) Medien verstärken „Islamisierung der Integrationsdebatte“


Zugeschickt von Hülya Dogan:
13.3.2013
Studie
Medien verstärken „Islamisierung der Integrationsdebatte“
Medien zeichnen ein zu negatives Bild von Muslimen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sachverständigenrates für Integration und Migration. Danach herrscht zwischen dem negativem Medienbild und positiver Alltagserfahrung eine große Kluft.

Obwohl die in Deutschland geborene zweite Generation muslimischer Zuwanderer erheblich besser integriert ist als die erste Generation, verengen sich politische und mediale Debatten zunehmend auf die vermeintlich gescheiterte Integration der rund vier Millionen Muslime in Deutschland. Zuwanderer aus islamisch geprägten Staaten werden seit einigen Jahren auf ihr „Muslimsein“ und damit auf ihre (z.T. auch nur angenommene) religiöse Zugehörigkeit reduziert. Die Medien wirken bei der „Islamisierung der Integrationsdebatte“ als Verstärker.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Darin wurde untersucht, ob Zuwanderer und Mehrheitsbevölkerung die mediale Darstellung von Muslimen unterschiedlich bewerten und ob die negative Darstellung Rückwirkungen auf das Zusammenleben im Alltag insbesondere von Muslimen und Mehrheitsbevölkerung hat. Damit liegt erstmals eine Umfrage zur Mediendarstellung von Muslimen vor, bei der auch Muslime selbst nach ihrer Wahrnehmung gefragt wurden.
Viel zu negativ
Für die Analyse wurde das SVR-Integrationsbarometer 2012 ausgewertet, für das über 9.200 Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt wurden. „Die Übereinstimmung zwischen Zuwanderern und Mehrheitsgesellschaft ist erstaunlich groß: 70,8 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund und 73,9 Prozent der Zuwanderer finden, dass die Darstellung von Muslimen in den Medien eher oder viel zu negativ ist. Die befragten muslimischen Zuwanderer waren sogar zu 82,1 Prozent dieser Ansicht“, sagte Dr. Gunilla Fincke, Direktorin des SVR-Forschungsbereichs.
Dabei kommt keineswegs nur die Betroffenheit der „Eigengruppe“ zum Ausdruck. „Auch die Befragten mit afrikanischem oder osteuropäischem Migrationshintergrund sind der Ansicht, dass das Medienbild der Muslime von allen Zuwanderergruppen am negativsten ist“, ergänzte Fincke.
Große Kluft zwischen Medienbild und Alltag
Die Berichterstattung über die jeweils eigene Herkunftsgruppe empfinden die Befragten als weitaus weniger negativ. Menschen muslimischer Religionszugehörigkeit finden jedoch das Medienbild besonders stark zu negativ. Bisher schlägt sich diese Unzufriedenheit mit dem Medienbild nicht in einem eingetrübten Zusammenleben nieder. „Es gibt eine große Kluft zwischen dem als sehr negativ wahrgenommenen Medienbild von muslimischen Zuwanderern und der positiven Alltagserfahrung in der Einwanderungsgesellschaft“, erklärte Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Auch die befragten Muslime unter den Zuwanderern schätzen das Zusammenleben durchweg positiv ein: Sechs von zehn Befragten (58,1 Prozent) erleben das Zusammenleben von Zuwanderern und Mehrheitsbevölkerung als ungestört; nur drei von zehn (29,3 Prozent) sehen Probleme im Zusammenleben.
Ausgewogene Berichterstattung notwendig
„Außerdem zeigt das Integrationsbarometer zwischen 2009 und 2012 einen positiven Trend: sowohl bei der muslimischen Zuwandererbevölkerung als auch bei der Mehrheitsbevölkerung steigt der Anteil der Befragten, die das Zusammenleben als weitgehend ungestört empfindet. Die Stimmungseintrübung im Zuge der ‚Sarrazin-Debatte‘ war nur vorübergehend“, ergänzte Fincke.
Zwar hätten jüngere Untersuchungen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und zur religiösen Toleranz gegenüber Muslimen ein relativ hohes Maß an muslimfeindlichen Einstellungen festgestellt. Diese Einstellungen hätten sich bislang aber nicht im alltäglichen Zusammenleben niedergeschlagen. „Allerdings kann ein anhaltend negatives Medienbild Vorurteile verstärken. Umso wichtiger ist eine ausgewogene Medienberichterstattung, die auf Stereotype verzichtet“, sagte Lorentz.
Negativ konnotierte Berichterstattung überwiegt
Laut SVR Forschungsbereich belegen Medienanalysen, dass in der Berichterstattung über Muslime und den Islam in den letzten Jahren eine negativ konnotierte Berichterstattung deutlich überwog. Dabei sei nicht die Darstellung negativer Sachverhalte an sich problematisch, wohl aber die Häufung der Negativberichterstattung und die zu wenigen Berichte über das Gelingen von Integration und den Alltag in der Einwanderungsgesellschaft.

Es mangele beispielsweise bis heute an einer Berichterstattung, die die Leistungen von Zuwanderern für das Gemeinwesen wertschätzt. „Für diese Schieflage möchten wir die Medienmacher sensibilisieren“, so Fincke. „Die Medien sollten ihrer Verpflichtung zur ausgewogenen Berichterstattung stärker gerecht werden.“
Migrantenanteil in die Redaktionen erhöhen
Der SVR-Forschungsbereich empfiehlt zum einen, den Anteil der Journalisten mit Migrationshintergrund in den Redaktionen zu erhöhen. Derzeit haben nach unterschiedlichen Schätzungen nur 1,5 bis drei Prozent der Redakteure in deutschen Medienunternehmen einen Migrationshintergrund. Damit sind sie in Anbetracht eines Zuwandereranteils von 19,5 Prozent deutlich unterrepräsentiert. „Allerdings ist nicht jeder per se wegen seines Migrationshintergrunds kompetent in Integrationsthemen, daher sollte generell die interkulturelle Kompetenz in den Redaktionen gestärkt werden“, so die Einschätzung des SVR.
Medien stünden unter dem Druck, durch starke Schlagzeilen den Verkauf zu erhöhen. Trotzdem müsse auf vorschnelles Framing von Ereignissen verzichtet werden. „Wo reale Probleme bestehen, müssen diese angesprochen werden. Jugendkriminalität ist aber kein ‚muslimisches Problem‘, nur weil ein Teil der Jugendlichen, über die berichtet wird, einen Migrationshintergrund eines muslimisch geprägten Landes haben“, so die Kritik. Fincke und Lorentz sprechen sich dafür aus, muslimische Zuwanderer in den Medien mit einer größeren Selbstverständlichkeit z.B. auch als Elternsprecher, Umweltschützer oder Fußballtrainer vorkommen zu lassen. (bk)

http://www.migazin.de/2013/03/13/studie-medien-verstarken-islamisierung-der-integrationsdebatte/
Download: Der Policy Brief des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration und Mercator Stiftung kann hier heruntergeladen werden.
http://www.svr-migration.de/content/wp-content/uploads/2013/03/Medienbild-Muslime_SVR-FB_final.pdf

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I.3) Abschiedspredigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Pfarrer Wolfgang Wallrich bei seiner Abschiedspredigt in der Lukaskirche in Bonn. Foto: Schmiedel
Wolfgang Wallrich (im Gottesdienst in den Ruhestand entlassen)
Predigt am Sonntag „Laetare“ – 10.3.2013 – Lukaskirche Bonn
Johannesevangelium 6,47-51
mit Lesungen im Gottesdienst: 2. Mose 3,13-15 und Johannes 6,1-13
Liebe Gemeinde,
Vom „Ewigen“, von Gott, lässt sich nur in Bildern sprechen, mit Worten, die zugleich enthüllen und verhüllen. Wenn wir von Gott sprechen, kreisen wir um ein Geheimnis.
Wer ist Gott?
Es heißt: Mose hörte bei einem brennenden Dornbusch am Berg Horeb, wie sein Name gerufen wurde:
„Mose! Mose! Führe mein Volk aus der Sklaverei im Ägyptenland in die Freiheit“ – ich bin der Herr Deiner Väter Abraham, Isaak und Jakob“.
„Herr – Gott“ darf ich etwas fragen? – Wenn ich zu den Israeliten komme, den Elenden in Ägypten, und sage: „Der Gott Eurer Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs sandte mich zu euch“ – dann werden sie mich fragen: „Wie ist sein Name?“ – Was soll ich denn dann antworten?
„ICH BIN DER ICH BIN“, antwortete die Stimme aus dem brennenden Dornbusch - „ICH WERDE SEIN DER ICH SEIN WERDE – ICH GEHE MIT EUCH“.
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 18.03.2013)

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I.4) INTERNATIONALER TREFFPUNKT In der EPIPHANIAS – KIRCHE in Bonn-Tannenbusch. Verliert das Diakonische Werk sein Stadtteilbüro?


Lage von Tannenbusch in Bonn; Karte: Wikipedia

Mit großer Bestürzung haben wir gehört, dass die Epiphaniskirche abgerissen werden soll, um das Gelände an einen kommerziellen Interessenten verkaufen zu können.
Vor 24 Jahren wurde auf einer Gemeindeversammlung der ev. Apostelkirchengemeinde beschlossen, einen Internationalen Treffpunkt einzurichten. Von da an trafen und treffen sich noch immer regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr „Menschen aus aller Herren Länder“, die miteinander über die verschiedensten Themen sprechen, Gedanken austauschen, lachen, miteinander essen und feiern in der Epiphanias-Kirche – jetzt Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes.
Nun zieht sich die Evangelische Kirche vollständig aus dem Neuen Tannenbusch zurück. Das empfinden wir als ganz besonders traurig. Ist die Epiphaniaskirche doch in vieler Hinsicht zu einem wichtigen interkulturellen Treffpunkt für Bewohner des Stadtteils geworden.
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 05.04.2013)

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I.5) Rechtspopulismus schürt Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Gewalt in Europa. PRESSEMITTEILUNG DER EVANGELISCHEN AKADEMIE IM RHEINLAND



   
(Bonn, 15.4.2013) Der seit Jahren wachsende Rechtspopulismus in Europa schürt Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Es besteht kein Anlass        anzunehmen, dass diese Entwicklung in absehbarer Zeit zum Stillstand        kommen wird. Diese Einschätzung gab Dr. Werner T. Bauer von der        Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung am Wochenende bei einer Tagung in Bonn.
      
Gezielte Tabubrüche, die häufig im Bereich der Grund- und Menschenrechte angesiedelt sind, sind das wichtigste Mittel der Rechtspopulisten, um auf sich aufmerksam zu machen und Anhänger zu gewinnen. Ebenso gehören Internetseiten und Blogs zu den von rechten Bewegungen und Parteien eingesetzten Methoden. Sie dienen der Inszenierung von Entrüstung, den so genannten "Shitstorms". Auf diesen Wegen gewinnen die Rechtspopulisten durch indirekte Einflussnahme und Agenda-Setting an Macht. Ihr größter Erfolg bestehe, so Bauer, in der Angst der etablierten Parteien vor einem Wählerverlust und ihrer daraus resultierenden indirekten Einflussnahme auf politische Entwicklungen, insbesondere in Fragen der Migrationspolitik.
Bauer kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Medien, insbesondere die Boulevardmedien. Statt den Kern demokratischer Systeme, die Debatten und Diskussionen, widerzuspiegeln, würde die Politik in den Medien immer weiter trivialisiert. Die Boulevardmedien seien auf der Suche nach Normbrüchen und Skandalen aller Art und deshalb auch bereit, populistische Inszenierungen aufzugreifen.
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 17.04.2013)
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I.6a) 2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Bericht von Bartosz Bzowski

Am 12. April 2013 feierten das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. sowie die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) das zweijährige Bestehen des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. 2011 bezogen die beiden Organisationen ihr neues Domizil in der Brüdergasse in Bonn. Wie beabsichtigt und erhofft, hat es sich als interkulturelle Begegnungsstätte in der Bundesstadt Bonn etabliert.

Die Festveranstaltung war sehr gut besucht. Ab 11 Uhr fand ein „Tag der Offenen Tür“ statt, bei dem sich alle Vereine und Initiativen des Hauses vorstellten. Um 15 Uhr folgte der offizielle Festakt.
Als Hausherr begrüßte Dr. Hidir Celik die Gäste. Er erklärte, woraus sich das Wort „MIGRApolis“ zusammensetzt. Es ist ein zusammengesetztes Wort aus „Migrare“ (lateinisch für „wandern“) und „Polis“ (griechisch für „Stadtstaat“). Dabei war in der Antike nicht das Territorium gemeint, sondern die Bürger, die gleichberechtigt waren. So eine „Polis“ mit Menschen, eingewandert aus aller Welt, sollte das Haus sein und wurde es auch. „Wenn man uns mit einem Kind vergleichen würde, sind wir gerade dabei, die Sprache zu lernen, unser Umfeld kennenzulernen und laufen zu lernen, damit wir selbständig handeln können“, so Celik.

I.6b) 2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Fotos zur Feier am 12.04.2013 von Argelia Löschcke, Jürgen Eis und Michael A. Schmiedel

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(Auf Migrapolis veröffentlicht am 16./22.04.2013.)

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I.7) Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen in Deutschland?


Vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst REMID:

27. April 2013
Vor bald zwei Jahren wurde der Frage “Religionswissenschaft im Aufwind?” nachgegangen, anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Religionswissenschaft (DVRW), die sich 2011 in Heidelberg diesem Thema widmete. Dieses Jahr ist es wieder so weit: “Empirie und Theorie — Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion“, darum geht es bei der diesjährigen Tagung vom 11.-14. September in Göttingen. Ein solcher Titel bietet einen Anlass, mal nachzufragen: Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen eigentlich aktuell in Deutschland?
Zum Lesen des ganzen Artikels klicken Sie bitte auf den Link:
http://www.remid.de/blog/2013/04/was-forschen-religionswissenschaftlerinnen-in-deutschland/
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II.)           Veranstaltungshinweise


II.1) Loccum: Heterogen – religiös – sensibel. Umgang mit religiöser Pluralität in der Schule und Jugendbildung – Tagung vom 26.-28.04.2013

Evangelische Akademie Loccum


Heterogen - religiös - sensibel 
Umgang mit religiöser Pluralität in der Schule und Jugendbildung
vom 26. - 28. April 2013

Wie hältst du es mit der Religion? Die Frage wird in Bildungskontexten – mit Ausnahme des Religions-/Werte und Normen-Unterrichts – oft ausgeklammert und vermieden. Die zunehmende kulturelle und weltanschauliche Heterogenität von Jugendlichen kann zu Konflikten führen. Dies ist umso mehr der Fall, wenn Identitätsbezüge und -zuschreibungen von außen zur Abgrenzung dienen oder Diskriminierungserfahrungen hervorrufen. Deshalb sind Räume nötig, in denen junge Menschen ihren eigenen Vorstellungen und Gefühlen nachgehen, sich gewürdigt fühlen können und gleichzeitig den Respekt vor anderen sowie Ambiguitätstoleranz  einüben.
Neue Ansätze und Methoden sind nötig, um eine solche Pluralitätsfähigkeit auch für diejenigen, die sich professionell in Bildungskontexten engagieren, zu eröffnen. Das komplexe Thema der religiösen und weltanschaulichen Diversität muss zukünftig mit Konzepten der Menschenrechtsbildung, Friedens-, Antidiskriminierungs- und Demokratieerziehung verknüpft werden.
In der Tagung werden drei innovative Modelle des Umgangs mit Diversität vorgestellt und in eigenen Übungen vertieft. Durch die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema motiviert, soll eine Reflexion ermöglicht werden, wie Religionen und Weltanschauungen in Schule und Bildungsarbeit angemessen und verantwortlich bearbeitet werden können.
Weitere Information finden Sie im Anhang
oder unter:  http://www.loccum.de/programm/p1320 

Lidwina Meyer
-
Dr. Lidwina Meyer
Studienleiterin Interkultureller Dialog, Migration/Integration
Ev. Akademie Loccum
Postfach 21 58
D- 31545 Rehburg-Loccum
Tel. direkt:       05766 81-103              Fax       05766-81-900 
Tel. Sekr.        05766-81-123              Zentrale 05766-81-0
http://www.loccum.de 
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 25.04.2013.)

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II.2) Bonn: "Einführung in den Islam"- Vortrag von Hossein Pur Khassalian am 04.05.2013



 Hosein Pur Khassalian.
Liebe Interessentin, lieber Interessent,
herzlich darf ich wieder auf das kommende philosophisch psychologische Kaffeehausgespräch hinweisen. Gerade in unseren Tagen, an denen so viel Angst und Bedrohung mit dem Islam in Verbindung gebracht wird, ist es ein großes Geschenk, von einem Muslim aus erster Hand Einführungen in diesen religiösen Glaubensschatz zu bekommen
Unser Gast, Herr Dr. Hossein Pur Khassalian, ist schon oft zu unseren Kaffeehausgesprächen gekommen. Er ist geborenen im Iran, ist ein gefragter Irankenner. Er ist Muslim und im Beruf Arzt. Durch sein karikatives Engagement in seiner iranischen Heimatstadt, insbesondere in der Frauenbildung und im Frauensport, hat er viel Anerkennung bekommen.
Einführung in den Islam
mit Dr. Hossein Pur Khassalian, Muslim, Arzt, Irankenner, Bonn
Termin: Samstag 04.05 wie immer 15:00 bis ca. 17:00 Uhr
Heinz Dörkshaus (INTRA) Joachimstr. 10-12, 53113 Bonn, Nähe Museum König, nächste U-Bahnhaltestelle Bundesrechnungshof
Ich bin schon sehr auf dieses Thema gespannt und würde mich freuen Sie wieder persönlich begrüssen zu dürfen.
Bis dahin wünsche ich Ihnen erwärmende Frühlingstage
Ihr
Anton Drähne
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 25.04.2013)

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II.3) Bonn: Wir gehen woanders hin am 05.05.2013


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Dialog-interessierte,

als Anlage erhalten Sie einen Aufruf, den eine Vorbereitungsgruppe von Christen und Muslimen, angeregt durch die Überlegungen vom Islambeirat im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel und dem Rat der Muslime Bonn, gemeinsam verabschiedet hat.
Sie erhalten den abgestimmten Text, der aber wegen der noch ausstehenden Unterschriften als Entwurf gekennzeichnet ist. (Sie finden ihn unter http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=1605#c7407 und dort auf „-> hier ist er“ klicken.
Über Ihre Unterstützung würden wir uns freuen.
Die Mitunterzeichnung müsste möglichst umgehend erfolgen, da die Texte z.T. schon ab morgen ins Internet eingestellt werden sollen.

Das Angebot unserer Aktion Wir gehen woandershin folgt in den nächsten Tagen.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Thissen

(Hier veröffentlicht am 26.04.2013.)

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II.4) Bonn: Bonn bleibt bunt am 05.05.2013






Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie in den vergangenen Wochen bereits mehrfach aus der Presse zu erfahren war, wird die Provokationspartei „ProNRW“ am 5. Mai in Bad Godesberg eine Kundgebung abhalten. Das ganze findet am Jahrestag der von ihnen ausgelösten Auseinandersetzungen mit gewalttätigen Salafisten statt.

Unser breit aufgestelltes gesellschaftliches Bündnis „Bonn bleibt bunt“ sollte mit einem Aufruf seinen Protest gegen die ProNRW-Demo öffentlich zum Ausdruck bringen und die friedlichen Proteste und Aktionen, die in Vorbereitung sind, unterstützen.

Ich bitte Sie und Euch um entsprechende Rückmeldung (bis Freitag, den 26.04.2013) bzgl. des beigefügten Aufruf-Entwurfs.

Sollte keine Rückmeldung erfolgen, gehe ich von Ihrer/Eurer Zustimmung aus.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Degenhardt
DGB-Region Köln-Bonn
Geschäftsstelle Bonn
Endenicher Straße 127
53115 Bonn
Tel:  0228/96578-0
Fax: 0228/96578-10
www.koeln-bonn.dgb.de
mailto: bonn@dgb.de
(Hier veröffentlicht am 26.04.2013.)

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II.5) Bonn: Atemholen am 07.05.2013


Wie immer am 1. Dienstag im Monat lädt Pfarrer Wolfgang Wallrich zu einer halben Stunde besinnlichem Beisammensein im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn ein, und zwar von 13.30 bis 14 Uhr.
Also voraussichtlich auch wieder am 4.6., 2.7. usw.

II.6) Bonn: Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 07.05.2013


Wie immer am 1. Dienstag im Monat lädt die Interreligiöse Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit von 17.30 bis 17.45 Uhr alle ein, sich für 15 oder weniger Minuten auf dem Münsterplatz in der Nähe des Prangers vor dem Münster dazuzustellen.
Also dann auch wieder am 4.6., 2.7. usw.

II.7) Bonn: III. Friedensmarsch am 11.05.2013

Saloua Mohammed beim II. Friedensmarsch. Foto: Siggi Pix
Flugblatt des III. Friedensmarsches.
Meine Lieben FreundInnen und treuen UnterstützerInnen!

Bald ist es wieder soweit! Unser III. Friedensmarsch gegen soziale Ungleichheit, Rassismus und Gewalt wird am 11.05.2013 in Bonn-Zentrum (Treffpunkt auf dem Münsterplatz) von 15:00 bis 17:00 Uhr, stattfinden.

Lasst uns gemeinsam uns und unsere Mitmenschen daran erinnern, wie vieles wir doch gemeinsam haben und uns gemeinsam als MENSCHEN gegen Armut und Leid vereinen müssen. Auch soll dieser Friedensmarsch eine Möglichkeit für Austausch geben. Wir sprechen zu selten miteinander, sondern eher übereinander. Und das schafft Raum für Vorurteile und Ängste!

Ich bitte euch euren Freunden und Bekannten Bescheid zu geben und diesen Flyer (oben das Flugblatt bzw. hier: http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=1605#c7401) fleissig zu teilen! :-)

Ich freue mich auf euch!

Eure
Saloua Mohammed
Hier finden Sie Berichte vom I. und vom II. Friedensmarsch.
(Hier veröffentlicht am 25.04.2013.)
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II.8) Bonn: Toleranz im Sufismus. Ein anderes Gesicht des Islam – Vortrag von Jürgen Wasim Fremgen am 16.05.2013 und
Blasphemie, freie Meinung und körperliche Unversehrtheit – Vortrag von Hamideh Mohagheghi am 23.05.2013


City-Forum_2
Aktuelle Konfliktfelder der Religionsfreiheit

Freie Meinung und religiöse Gefühle:
ein unauflöslicher Konflikt?
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Erlangen
Mittwoch, 10. April 2013
19.30 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche
Adenauerallee 37, Bonn
Toleranz im Sufismus
Ein anderes Gesicht des Islam
Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen, München

Donnerstag, 16. Mai 2013
19.30 Uhr
Gangolfsaal
Gangolfstraße 14, Bonn




Blasphemie, freie Meinung und körperliche Unversehrtheit
Hamideh Mohagheghi M.A. Hannover
Donnerstag, 23. Mai 2013
19.30 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche
Adenauerallee 37, Bonn



Teilnehmerbeitrag:
jew. € 6.- erm.: € 3.-




Veranstalter:
Katholisches Bildungswerk Bonn
Evangelisches Forum Bonn
Arbeitskreis Muslime und Christen Im Bonner Norden
Beschreibung: MuChri









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II.9) Nordwalde: Arbeit ist das halbe Leben. Vom Umgang mit Arbeit und Arbeitslosigkeit in Christentum und Islam – Tagung vom 17.-20.05.2013

Liebe Freunde und Freundinnen im Dialog,

am Pfingstwochenende findet zum 25. Mal die Christlich-Islamische Tagung am Pfingstfest statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Die Jubiläumstagung steht unter dem Titel "Arbeit ist das halbe Leben!", doch das Programm bietet natürlich auch genug für die andere Lebenshälfte. Alle weiteren Infos zur Tagung finden Sie im angehängten Flyer (bitte unter http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=1605#c7409 anklicken). Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Begegnung verändert - machen Sie mit!

Für den Vorstand des Bendorfer Forums
Michael Hörter
Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog e.V.
Dr. Annette Mehlhorn, Vorsitzende
Pfarrgasse 4
65428 Rüsselsheim
Tel. +49 (0)6142 4093981
Fax +49 (0)6142 172988
E-Mail: mehlhorn@bendorferforum.de
Internet: www.bendorferforum.de
Veranstalter: Evangelische Akademie Villigst, Bendorfer Forum und Deutsche Muslim Liga Bonn
-> Programm (http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=1605#c7409)

(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 26.04.2013)

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II.10) Bildungsreise Gaziantep: Auf den Spuren der Kulturen – Vergangenheit und Gegenwart

NEMRUT – Berg der Götter: Karakuş Timülüsü.
Auch 2013 bietet das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen BIM e.V. wieder eine preisgünstige Bildungsreise in die Türkei an:
Bildungsreise Gaziantep vom 24.05. bis 04.06.2013
 (Auf MIGRApolis veröffentlicht am 19.02.2013.)
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II.11) Witten: 30 Jahre Religions for Peace Witten – Veranstaltungen von Mai bis Oktober 2013

(Leider war das Programm in der Mailflut bei mir untergegangen, so dass einige Termine schon vorbei sind. MAS)  
Von Dietrich Schwarze:
Ja, so lange sind wir jetzt gemeinsam unterwegs.
Das Jahresprogramm hat deshalb zum Jubiläum im April einen besonderen Schwerpunkt, der nach Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu einem interkulturellen Friedensmahl  führt.

Herzliche Einladung an alle am Dialog der Religionen Interessierten!

Herzliche Grüße
Dietrich Schwarze

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Dietrich Schwarze, Pfr. i. R.
58453 Witten
Fon: 02302 87 86 89
www.wcrp-witten.de
www.wil-witten.de
www.chai-praxis.de/dietrich_schwarze/hand-fuss.html


Messe für Integration und Städtepartnerschaften
Sa 25. Mai, 12 - 17 Uhr
Wittener Werk°Stadt, Mannesmannstr. 6, 58455 Witten
Die Stabsstelle für Integration der Stadt Witten lädt zu einem Nachmittag der Begegnung und Information ein. Das Pro-gramm wird von Organisationen und Gruppen getragen, die sich vor Ort für Integration engagieren. Herzliche Einladung, den Stand von RfP-Witten zu besuchen!
Info: Claudia Formann, Integrationsbeauftragte der Stadt Wit-ten, Tel 02302 581 1011
Dietrich Schwarze, 02302 87 86 89

Einladung zum Fastenbrechen im Ramadan
Islamische Gemeinde Witten, Wideystr. 53, 58452 Witten
Die Islamische Gemeinde Witten und Umgebung lädt, wie jedes Jahr, im Ramadan (9.7 - 7.8.2013) Menschen aller Reli-gionen zu einem feierlichen Fastenbrechen ein.
- Der genaue Termin wird kurzfristig bekannt gegeben. -
Info und Anmeldung: Moschee 02302 27 67 95
Perlen der Religionen - Biografisches Erzählen im Dialog
Do 5.9., 10.10., 7.11., 5.12 jeweils 19:30 Uhr,.
Gemeindehaus Evangelische Kirchengemeinde Bommern, Bodenborn 48, 58452 Witten
Die lebendige Schönheit der Religionen, ihre Bedeutsamkeit für das einzelne Menschenleben sichtbar werden lassen…
Welche Impulse gibt mir meine Religion im täglichen Leben? Welche Prägungen hat mir die religiöse Erziehung meiner Kindheit auf den Weg gegeben? Hilft sie mir beim Zusammen-leben? Gesprächspartner sind Menschen verschiedener Reli-gionen und Konfessionen, mit unterschiedlicher ethnischer und kultureller Prägung.
Leitung und Info: Wolfram Gauhl, 0234 97 64 970

Friedensgebete der Religionen
Do 03. Okt 2013, 19:30 Uhr Moschee Herbede
Ruhrtal 5, 58456 Witten
In den Friedensgebeten besinnen sich Hindus, Juden, Bud-dhisten, Christen, Muslime, Sikhs und Bahá’i mit Gebeten und Rezitationen aus ihren Traditionen auf das Gotteslob und die Achtung vor allem Leben. Die Friedensgebete der Religionen sind Höhepunkt der interreligiösen Begegnung in Witten. (http://www.wcrp-witten.de/Friedensgebete/friedensgebete.html )
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 26.05.2013.)
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II.12) Bonn: Interreligiöser Gesprächskreis am 06.06.2013



Am 6. Juni werden wir uns dem Thema „Stolz und Demut“ widmen.
Alle an einem interreligiösen Austausch auf gleicher Augenhöhe Interessierten sind von 19.30 bis 21.30 Uhr herzlich eingeladen zu Lioba von Lovenberg, Argelanderstr. 6, 53113 Bonn.

Veranstalter: Religions for Peace Bonn/Köln
www.religionsforpeace.de


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II.13) Göttingen: Religion und Religionen – Einheit in Vielfalt oder Vielfalt ohne Einheit? Ist eine große Ökumene möglich? Vortrag von Michael A. Schmiedel am 07.06.2013


Religionen speisen sich aus Erfahrungen, Ideen, Lehren, Ritualen, Traditionen und Querverbindungen zu anderen Bereichen menschlicher Kultur, wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Sie bilden Gemeinschaften und Institutionen, die zumeist ein Eigenleben mit eigenen Interessen des Selbsterhalts und der Ausbreitung des eigenen Einflussbereiches ausbilden. Sie alle wollen die Menschen zum Heil führen, sprechen sich gegenseitig oft aber diese Fähigkeit ab und arbeiten oft mehr gegen- als miteinander. Immer wieder wächst die Sehnsucht einer Einheit der Religionen oder zumindest einer Zusammenarbeit. Interreligiöser Dialog und Ökumene, aber auch Synkretismus und multiple religiöse Identitäten sind die Früchte solcher Bemühungen. Und auch hier gibt es recht unterschiedliche Interessen, die einander oft im Wege stehen. Die Einheit der Religionen ist wie die Einheit der Menschheit eine Utopie. Auch Demokratie und Menschenrechte waren einst Utopien, und sind noch immer nicht ganz verwirklicht. Der Referent, Religionswissenschaftler und tätig in so manchem utopischem Projekt, geht der Frage nach, ob es sich lohnt, für besagte Einheit zu arbeiten und wenn ja, was man dabei beachten sollte.

Diesen Vortrag werde ich abends gegen 19 Uhr in Göttingen im Rahmen eines Seminars des Unitheum e.V. (www.unitheum.de) halten. Die genaue Adresse kenne ich noch nicht. Wer sich dafür interessiert, frage mich dann nochmal danach.
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II.14) Freckenhorst: "Gleichberechtigt oder (unter-)privilegiert? Zur Rolle der Frau und des Mannes in Christentum und Islam" – Tagung vom 14.-16.06.2013


Sehr geehrte Damen und Herren,
 vom 14. bis zum 16. Juni 2013 wird in der Landvolkshochschule (LVHS) Freckenhorst ein interessantes Seminar stattfinden:
 "Gleichberechtigt oder (unter-)privilegiert? Zur Rolle der Frau und des Mannes in Christentum und Islam"
 Weitere Informationen finden Sie im unten sowie unter folgendem Link:
www.lvhs-freckenhorst.de/index.php?cat_id=12317&myELEMENT=123673&seminarnummer=13-379PP43&title=Gleichberechtigung oder (unter-)priviligiert
Programm (Änderungen vorbehalten)

UFreitag, 14. Juni 2013U
bis 17.30 Uhr    Anreise
18.00 Uhr    Abendbuffet
19.00 Uhr    Dr. Aurica   N u t t ,   Münster:  
    „Bilder von Frau und Mann in der Bibel"
20.30 Uhr    Pause
20.45 Uhr    Diskussion mit der Referentin
anschl.    Gemütliches Beisammensein  

Samstag, 15. Juni 2013U
07.45 Uhr    Frühstücksbuffet
09.00 Uhr    Rabeya   M ü l l e r ,    Köln:
    „Das Bild von Mann und Frau im Koran“   
10.30 Uhr    Pause/Stehkaffee
10.45 Uhr    Diskussion mit der Referentin
12.15 Uhr    Mittagsbuffet/Mittagspause
14.30 Uhr    Dr. Aurica   N u t t :
    „Christliche Geschlechterbilder heute“   
16.00 Uhr    Kaffee/Kuchenbuffet
16.30 Uhr    Rabeya   M ü l l e r ,   Köln:    
    „Muslimische Frauenbilder heute“
18.00 Uhr    Abendbuffet
19.30 Uhr    Musikalische Soirée
20.30 Uhr    Austausch über die Eindrücke des Tages
USonntag, 16. Juni 2013U
07.45 Uhr    Frühstücksbuffet
09.00 Uhr    Dr. Ibrahim   R ü s c h o f f ,   Mainz:    
    „Muslimische Männerbilder heute“
10.30 Uhr     Pause/Stehkaffee
10.45 Uhr    Diskussion mit dem Referenten 
11.30 Uhr    Hl. Messe in der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle
12.15 Uhr    Mittagsbuffet
13.00 Uhr    Schlussgespräch und Tagungsreflexion
14.30 Uhr    Tagungsende
Mit freundlichen Grüßen
______
Isabelle Hansjosten
Christlich-Islamische Gesellschaft e.V.
Geschäftsstelle
Alte Wipperfürther Str. 53
51065 Köln
Tel.: +49 221 168346-24
Fax: +49 221 168346-23
Mail: geschaeftsstelle@chrislages.de
www.christenundmuslime.de
www.chrislages.de
(Auf MIGRApolis veröffentlicht am 27.04.2013.)


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II.15) Marburg: Viele Religionen – ein Raum? – Tagung vom 12.-13.07.2013

Von Mirko Roth via Yggdrasill-Liste:
Liebe Listenmitglieder,

ich möchte Sie auf eine Tagung zu interreligiösen Räumen an der Philipps-Universität Marburg hinweisen:

Die Tagung "Viele Religionen - ein Raum!?" findet am 12./13. Juli 2013 statt und wird von der Religionsgeschichte (Prof.in Beinhauer-Köhler) sowie vom Kirchbauinstitut (Prof. Erne) organisiert und ausgerichtet.

Nähere Informationen zum Tagungskonzept und -inhalt finden Sie unter folgendem Link:

Hier finden Sie die Links zum entsprechenden Flyer sowie zur Anmeldung:


Mit freundlichen Grüßen,
Mirko Roth.

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Mirko Roth, M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Religionsgeschichte Philipps-Universität Marburg


Alte Universität, R. 03013, Tel. 06421 28 22447 Lahntor 3, 35032 Marburg

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Schlusswort


Soweit also dieser Rundbrief. Ich werde mich jetzt aber einige Zeit mit Rundbriefen zurückhalten, denn meine neu angetretene Stelle an der Uni Bielefeld (vgl. http://ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/Lehrende_Veranstaltungen.jsp?personId=38488082) , für die ich zweimal in der Woche quer durch NRW fahre, braucht meine volle Aufmerksamkeit. Es macht mir sehr viel Freude, Studierende, die größtenteils später Lehrerinnen oder Lehrer für evangelische Religion werden wollen, aber auch einige mit anderen Hauptfächern und auch ältere Gasthörer(innen), nicht nur mit religionswissenschaftlichen Fakten zu versorgen, sondern auch den Umgang mit Perspektivenvielfalt mit ihnen zu üben. Darüber hinaus muss ich auch noch Vorgaben des Verlages, in dem meine Dissertation erscheinen wird, erfüllen, und meine Arbeit so formatieren, wie er es haben will. Das alles nimmt viel Zeit in Anspruch. Ich empfinde es aber alles als passend und stimmig, die hauptamtliche Arbeit an der Uni, die ehrenamtliche vor allem bei RfP und im BIM e.V., und jetzt auch die für den LIT-Verlag, damit die letzte Hürde meiner Promotion genommen wird. So haben wir alle unsere Pflichten zu erfüllen.
Doch lassen Sie uns über all der Arbeit nicht vergessen, dass Arbeit nur das halbe Leben ist, wie es in dem Tagungstitel unter II.9) richtig heißt. Lassen Sie uns auch die andere Hälfte richtig nutzen und genießen, das Zusammensein mit Familie und Freunden, unsere Hobbies, Spaziergänge und Reisen, Essen und Trinken, Gebet und Meditation und was wir sonst noch für wichtig erachten.
Einen schönen weiteren Frühling und Sommeranfang wünscht Ihnen Ihr
Michael A. Schmiedel
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Nachtrag: Handbuch der Religionen


Gerade eben von Udo Tworuschka über die Yggdrasill-Liste hereingekommen:

Liebe Liste,
soeben ist die 35. Ergänzungslieferung des HdR erschienen. Sie hat folgenden Inhalt:

* Europa-Lobbyismus - protestantisch (Hans-Ulrich Reuter)
* Jugend und Religion. Begriffsklärungen, Entwicklungsdynamik, Modelle und Typen (Heinz Streib/Carsten Gennerich)
* Kognitions- und neurowissenschaftliche Forschung zu Religiosität (Franziska Merle Willems)
* Religionspädagogik und Religionsunterricht in Deutschland (Horst F. Rupp)
* Die "Internationale Studierenden-Tagung zum Dialog von Juden, Christen und Muslimen in Europa" (JCM) und die "Internationale Jüdisch-Christliche Bibelwoche" (JCB) - Zwei Dialog-Projekte für Wahrheitssuchende (Daniela Koeppler)
* Advaita- / Satsang-Bewegung (Levin Sottru)

Viele Grüße von
Udo Tworuschka.
(HdR = Handbuch der Religionen. Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland und im deutschsprachigen Raum. Es erscheint immer mit Ergänzungslieferungen im OLZOG-Verlag. Vgl.: http://www.olzog.de/articlesid/28839/Detail/Handbuch_der_Religionen.htm; MAS)