Interreligiöser
Rundbrief für Bonn und Umgebung Nr.
2012-09 (17.09.2012)
Liebe Leserinnen und Leser,
was ist eigentlich besser: Das Inhaltsverzeichnis über oder unter
dem Editorial? Teilen Sie mir Ihre Meinung dazu mit.
Was hat obiges Zitat über Ernährung und Wasserverbrauch in einem
interreligiösen Rundbrief zu suchen? Nun, es stammt von dem Schweizer Katholischen
Theologen, Religionswissenschaftler und Friedensforscher Richard Friedli, und
zwar aus seinem Aufsatz „Konfliktpotential und Versöhnungskompetenzen der
Religionen“ in dem von Mariano Delgado und Guido Vergauwen herausgegeben Buch
„Interkulturalität. Begegnung und Wandel in den Religionen“ (Stuttgart
(Kohlhammer) 2010, S. 163), das ich gerade für eine Rezension in der
Zeitschrift für Religionswissenschaft lese. Friedli erklärt darin komplexe
Zusammenhänge zwischen der Nichtbefriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, zum
Beispiel nach Wasser, und der Entwicklung fundamentalistischer Religiosität.
Das Leben ist Komplex. Fundamentalismus ist eine Flucht vor Komplexität.
Religionen können aber auch helfen, Komplexität auszuhalten und sinnvoll zu
ordnen. Wenn aber der Magen knurrt, das erkannte auch schon der vor 100 Jahren
verstorbene Gründer der Heilsarmee William Booth, ist man nicht offen für
Belehrungen, Predigten und das Nachdenken über Zusammenhänge.
Es gibt so viele Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich dafür
einsetzen, dass wir alle was lernen können und das gewonnene Wissen zum Wohle
aller anwenden können. Einige davon betätigen sich in der Interkulturellen
Woche, andere zeitgleich in davon unabhängigen Veranstaltungen. Da einige
Leserinnen und Leser von MIGRApolis die Veranstaltungshinweise für die
Interkulturelle Woche in Bonn nicht fanden, haben wir alle nochmal einzeln
eingestellt. Hier gebe ich aber die wieder, die explizit mit religiösen Themen
zu tun haben, dafür aber auch welche, die nicht im Rahmen der IKW stattfinden.
Alle anderen finden Sie unter http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=1605.
Ich führe sie nicht einzeln hier im Editorial auf. Folgen Sie
einfach dem Inhaltsverzeichnis oder scrollen sie herunter. Nur zu einer
Veranstaltung möchte ich noch speziell einladen, nämlich zu den GEBETen der
Religionen am 24.9.2012. Dazu hänge ich hier noch extra das Plakat an.
Aber ein paar Worte zu den Textbeiträgen. Die sind ebenfalls sehr
vielgestaltig, wenn auch nicht viele seit dem letzten Interrel. Rundbrief.
Heute feiern Juden das Neue Jahr, den Rosch ha-Schana, wozu ich ihnen und uns
allen einen guten Rutsch wünsche! Auch ein gesegnetes Ganesh Chaturthi
-Fest wünsche ich allen Ganesha-Gläubigen am 19.9.. Kürzlich verstarb Sun Myun
Moon, der Gründer der Vereinigungskirche, die umgangssprachlich und pejorativ
oft als „Moon-Sekte“ bezeichnet wird. Darüber zu diskutieren ist jetzt nicht
der Zeitpunkt. Jetzt gilt es den Freundinnen und Freunden aus dem
interreligiösen Dialog in Bonn, die seiner Gemeinschaft angehören, ein
aufrichtiges Beileid auszusprechen. Die Zen Peacemaker Bonn unternahmen zu
Pfingsten eine Pilgerfahrt zum Friedensmuseum nach Remagen, worüber Monika
Winkelmann ausgiebig und mitfühlend berichtet. Der KRM und der ZMD verurteilen
den Angriff auf die deutsche Botschaft in Khartum.
Sie sehen, wie vielgestaltig das (inter)religiöse Leben ist.
Fanatiker und Extremisten können wir da eigentlich gar nicht brauchen. Und doch
gibt es sie, und sie sind oft sehr laut. Sie beleidigen andere Religionen, sie
ermorden unschuldige Menschen, die rufen auf zu Hass und Gewalt. Einige von
ihnen sind Islamisten, andere deutsche Nationalisten, wieder andere christliche
Fundamentalisten und nochmal andere rücksichtslose neoliberale Egoisten. Wir sollten
nicht trennen zwischen Islam und Westen, Christen und Muslimen, Deutschen und
Migranten und so weiter. Das passt alles wunderbar zusammen in eine gemeinsame
Welt, nur die Extremisten machen es kaputt und stecken bislang Gemäßigte immer
wieder an. So sollten wir lieber zwischen Extremisten und Gemäßigten
unterscheiden. Extremisten nehmen ihre religiöse, politische, ethnische und
individuelle Identität wie ein Gesetz, das es zu verteidigen und anderen
aufzudrängen gilt. Gemäßigte sehen das nicht so ideologisch, sondern eher
pragmatisch und sind eher bereit, nicht nur zu reden, sondern mit sich reden zu
lassen. Das ist letztlich menschenfreundlicher.
Und doch möchte ich auf keinen Fall zum Hass gegen die Extremisten
aufrufen, sondern lieber den Schweizer Religionswissenschaftler und Evangelischen
Theologen Georg Schmid zitieren:
„Unverstand schürt Unverstand. Die Gegensätze explodieren, wenn soziales Elend
Aggressionen schürt, die sich gewaltsam entladen wollen. Diese Entwicklung läßt
sich nur aufhalten, wenn Weltreligionen neben ihren fundamentalistischen
Verteidigungswällen noch Brücken und Tore bauen, die Verständnis für andere und
Begegnung mit anderen und Gemeinschaft ermöglichen.
Diese Brücken und Tore werden aber sogleich wieder niedergerissen, wenn es
wachen religiösen Menschen nicht gelingt, den Fundamentalismus in seinen
Wurzeln zu überwinden. Der Kampf gegen die Erscheinungsformen und Folgen des
Fundamentalismus wendet sich nur gegen Symptome und verschärft das
zugrundeliegende Leiden.
Fundamentalismus ist verzweifelte Unsicherheit und ein trotziges Sich-Klammern
an ewige, schriftlich vorliegende Lehren. Fundamentalismus ist deshalb auch
aggressive, sich verfolgt fühlende und andere bedrängende Unsicherheit. Der
Fundamentalismus verwandelt seine Ängste in heiligen Zorn. Wenn er angegriffen
wird, fühlt er sich in seinem Glauben bestätigt. Wahrheit wird verfolgt. Das
ist ihr Kennzeichen. Wer den Fundamentalismus angreift, zeigt ihm, dass er
recht hat.“ (Georg Schmid. Zwischen Wahn und Sinn. Halten die Weltreligionen,
was sie versprechen? Solothurn und Düsseldorf (Benzinger) 1995, S. 246.
Es hat also auch wenig Sinn, zum Beispiel
aufklärungsfundamentalistisch gegen den Islamismus zu polemisieren. Was wir
viel mehr brauchen ist zwischenmenschliches Mitgefühl über religiöse, ethnische
und geographische Grenzen hinweg. Und wir brauchen Selbstkritik. Und nicht
zuletzt Humor. Das bringt zwar von Fanatikern ermordete Menschen nicht wieder
ins Leben zurück, kann aber künftige Eskalationen vermeiden helfen.
Meinen Schlussgruß finden Sie ganz unten.
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Inhalt
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Rosch ha-Schana. Foto © ZJD.
Allen
jüdischen Leserinnen und Lesern, und allen die es auch feiern wollen, wünschen
wir einen gesegneten Rosch ha-Schana, den Tag der Erinnerung oder des
Posaunenschalls, den jüdischen Neujahrstag. Diesem Tag verdanken auch
Nichtjuden den Neujahrswunsch: "Einen guten Rutsch!".
(17.09.2012.)
*

Ganesha-Statue am Fuß des Sri Pada in Sri Lanka. Foto ©Schmiedel.
Allen
hinduistischen Leserinnen und Lesern, sofern sie es feiern, und auch allen
anderen, die es feiern wollen, wünsche ich ein gesegnetes Ganesh Chaturthi, den
Geburtstag Ganeshas, am 19.9.2012. Ganesha ist ein Gott der Weisheit und der
Überwindung von Hindernissen.
*
Sun Myung Moon und seine Frau Hak Ja Han. Foto © Steve Dufour /
Wikipedia.
Am
3.9.2012 verstarb mit 92 Jahren Rev. Sun Myung Moon (deutsche Transkription:
Mun), der Gründer der Vereinigungskriche (koreanisch: Tongil-Gyo) und der
Universal Peace Federation. Dass diese Religionsgemeinschaft von vielen
Menschen anderer Religionen oder der Presse kritisch beäugt und als
„Moon-Sekte“ bezeichnet wird, ...mehr
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 10.09.2012.)
*
Die linksrheinischen Pfeiler der ehemaligen Brücke von Remagen, in
denen sich das Friedensmuseum befindet, vom Schiff aus gesehen. Foto ©
Schmiedel.
(Vorbemerkung
der Redaktion: Die Autorin ist Co-Leiterin der Gemeinschaft der Zen
Peacemaker in Bonn. Die Zen Peacemaker besuchen immer wieder Gedenkstätten
menschlicher Grausamkeiten, wie zum Beispiel auch KZ-Gedenkstätten, um dort,
wie sie das nennen, Zeugnis abzulegen. Das heißt, sie meditieren dort und
bekennen sich als Menschen mitverantwortlich für die Verbrechen, die dort
begangen worden sind, um durch diese Achtsamkeit den eigenen Geist und den der
ganzen Menschheit zum Frieden zu erziehen. Dieser Bericht hier handelt von
einem Besuch des Friedensmuseums an der Brücke von Remagen und der Stelle, an
der 1945 das Kriegsgefangenenlager "Rheinwiesen", auch "Goldene
Meile" genannt, lag. MAS)
Sonntag, 27. Mai
Heute: Eine Interreligiöse Friedensfahrt nach Remagen, um das dortige
Friedensmuseum zu besuchen, die „Goldene Meile“ (die fruchtbare
Landschaft unmittelbar südlich der Remagener Brücke, in der die Alliierten von
Mai bis August 1945 ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet hatten) unter dem
Maigras zu erspüren und mit spirituellen Zeremonien in der Kapelle der
Schwarzen Madonna der besonderen Geschichte dieser Region zu gedenken – ganz im
Sinne Bernie Glassmans, der uns ermutigt, „unterversorgte“ und verletzte Orte
aufzusuchen und mit unserer Aufmerksamkeit zu ihrer Heilung beizutragen.
Die Einladung zu diesem Tag hatten wir am weitesten verbreitet. Wer würde
uns begleiten?
Vormittag
Wir treffen uns am Bahnhof, vier „Neue“ stoßen zu uns, und wir lassen uns in
edlem Schweigen am Rhein entlang nach Remagen tragen.
Dort setzen wir uns in Bewegung, wieder im Schweigen; pilgern durch
den im Krieg stark bombardierten Ort Remagen, an blühenden Gärten vorbei, in
pfingstsonntäglicher Stille zum Museum. Eindrucksvoll erheben sich die beiden
dunklen Brückentürme am Fluss, in denen seit Mitte der 1970er Jahre das
Friedensmuseum untergebracht ist. Das Museum verdankt sich ganz der Vision und
dem unermüdlichen Einsatz des damaligen Bürgermeisters Hans- Peter Kürten.
Am Brückenturm, der das Friedensmuseum beherbergt, angekommen ...mehr
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 10.09.2012.)
*
Der
Koordinierungsrat der Muslime und der Zentralrat der Muslime in Deutschland
verurteilen den Angriff auf die deutsche Botschaft in Khartum. ...mehr
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 17.09.2012.)
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Sehr
geehrte Damen und Herren,
Volkshochschule und Stabsstelle Integration laden ein zur Veranstaltung:
Salafismus in Bonn
Vortrag mit Diskussion
Montag, 17.09.2012, 18.00 – 19.30 Uhr
Ratssaal im Stadthaus
Berliner Platz, Bonn-Innenstadt
Referentin: Claudia Dantschke, Zentrum Demokratische Kultur (ZDK) Berlin
Nicht erst seit den Ausschreitungen im Mai dieses Jahres ist der Salafismus in
den Fokus sowohl der Öffentlichkeit als auch der Verfassungsorgane gekommen. Es
herrscht allerdings Unsicherheit darüber, was die Besonderheit dieser Strömung
ist und worin sich ihre Koranauslegung von anderen Interpretationen
unterscheidet. Diese Unsicherheit wird dadurch verstärkt, dass sich
unterschiedliche Gruppierungen mit divergierenden Ansichten etwa über die
Anwendung von Gewalt als Salafiten bezeichnen.
Claudia Dantschke hat in Leipzig Arabistik studiert und leitet die
Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus der Gesellschaft Demokratische
Kultur in Berlin. Sie erklärt die Zusammenhänge, schildert Wege der
Radikalisierung von Jugendlichen und wirft auch einen Blick auf die Bonner
Salafisten-Szene.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Bonn und der Stabsstelle Integration der
Stadt Bonn.
Einrichtungen, Schulen, Beratungsstellen, Vereine, Moscheegemeinden, Kirchen,
Kommunalpolitik u.a. sind herzlich eingeladen!
Mit freundlichen Grüßen,
Coletta Manemann
Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn
Stabsstelle Integration
Altes Rathaus/Markt, 53111 Bonn
Telefon +49(0)2 28.77 31 01
Telefax +49(0)2 28.77 32 15
E-Mail integrationsbeauftragte@bonn.de
Internet www.bonn.de
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 27.08.2012)
*
Dienstag, 18. September 2012
13.30 Uhr
Wir
laden zu einer halbstündigen Meditation ein, bei der jeder willkommen
ist.
Ort:
MIGRApolis‐Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16‐18, Café
Veranstalter: Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles
Lernen (BIM) e.V. / Evangelische Migrations‐ und Flüchtlingsarbeit
Bonn (EMFA)‐ Integrationsagentur
Leitung: Pfarrer Wolfgang Wallrich
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 04.09.2012)
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Herzliche
Einladung zum AK-Treffen
am Dienstag, 18. September 2012, 20.00 Uhr
DITIB-Moschee, Hochstadenring 43
(Achtung geänderter Termin!)
zum
Thema:
Wir
möchten alle für diesen Abend herzlich einladen, einander in kleinen Gruppen
etwas persönlicher zu erzählen von dem Weg in unserem Leben: von äußeren Wegen
mit neuen Lebensorten oder Arbeitsplätzen, von Migration oder kleinen Umzügen,
von Begegnungen auf dem Weg, von Mühsal, Glück und Hoffnungen - und von dem
„inneren Weg“ als Mensch neue Erfahrungen zu machen, als Frau oder als Mann,
dazuzulernen, sich zu verändern und die eigene Sicht der Dinge
weiterzuentwickeln. Vielleicht gibt es auch einen Weg meiner religiösen
Entwicklung. Und: Kann es auf den kleinen und großen Wegen im Leben trotzdem
Heimat geben?
Außerdem laden wir alle herzlich zu den GEBETen der RELIGIONEN am Montag,
24.09.12, 19.00 Uhr, im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18 ein.
Die Gebete steht unter dem Leitwort „Herzlich willkommen - wer immer du bist“.
Vorankündigung:
Unser darauffolgendes Treffen zusammen mit dem Dialogkreis Bad Godesberg ist am
20.11.12, auch dieser Termin wurde geändert!! Ort und Uhrzeit werden wir noch
bekanntgeben.
Von
unserem letzten Treffen gibt es noch kein Protokoll. So, das sind alle
Infor-mationen für heute. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit. Für die
Steuerungsgruppe mit herzlichen Grüßen.
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 29.08.2012)
*
Podiumsdiskussion am 18. September mit
Ministerin Sylvia Löhrmann
Seit diesem
Schuljahr wird in NRW Islamischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach
erteilt. Auf der praktischen und strukturellen Ebene gibt es noch viele offene
Fragen, die am Dienstag, 18. September, ab 19 Uhr im Evangelischen Schulreferat
fachkundig diskutiert werden.
Mit dabei sind politisch
Verantwortliche, Vertreter der Muslime in Deutschland, der Evangelischen Kirche
sowie Lehrkräfte aus der Praxis: Sylvia
Löhrmann, Ministerin für Schule und
Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ali Kizilkaya,
Sprecher des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland, Lamya Kaddor, Liberal-islamischer
Bund, Islamlehrerin, Bernd Ridwan Bauknecht, Islamlehrer,
Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und Klaus Eberl,
Oberkirchenrat, Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland. ZDF-Journalist Abdul Rashid moderiert die
Podiumsdiskussion, zu der das Evangelische Schulreferat in Bonn und
Evangelisches Forum Bonn alle Interessierten einladen. Beginn ist am Dienstag,
18. September, um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37,
53111 Bonn.
Das Evangelische
Schulreferat der Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bad
Godesberg-Voreifel und Bonn bietet Fort- und Weiterbildungen für evangelische
Religionslehrerinnen und -lehrer an. Ferner berät das Team Eltern, Schulen und
kirchliche Einrichtungen zu allen Fragen des Religionsunterrichts. Außerdem
hält das Schulreferat den Kontakt zu Schulaufsichtsbehörden und Schulleitungen
der 330 allgemein bildenden Schulen in der Stadt Bonn, dem östlichen Bereich
des Kreises Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis. Mediothek und
Supervisionsangebote für Lehrkräfte runden das Angebot ab.
*
Donnerstag,
20. September 2012
18.00 Uhr
Weltreligionen - Weltfrieden – Weltethos: Religiöse Vielfalt in Tannenbusch
Eröffnung der Weltethos‐Ausstellung in Tannenbusch
Die
Ausstellung „Weltethos“ ermöglicht auf überschaubarem
Raum eine Auseinandersetzung mit den großen Weltreligionen
und deren Ethos.
Ort: Thomas Morus Begegnungsstätte, Oppelner Str. 124
Referent: Dr. (phil.) Aziz Fooladvand
Veranstalter: Haus Mondial (Fachdienst für Integration und
Migration), Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 11.9.2012.)
*
Veranstalter:
B90/Die Grünen, Kreisverband und Ratsfraktion Bonn
Wir diskutieren mit:
Leyla Özmal, Landesvorstand B90/Grüne NRW
Hasret Karacuban, AK Grüne MuslimInnen NRW
Meriem Benslim, freie Journalistin
Moderation:
Katja Dörner, MdB
Donnerstag, 20.9., 19 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt Bonn, Brüdergasse 16-18
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 03.09.2012)
*
Sonntag, 23. September 2012
10.00 – 12.00 Uhr
„Willkommen,
wer immer Du bist“,
so glauben viele Menschen, so spricht auch Gott zu uns. Jedenfalls
ging Jesus von Nazareth so durch die Welt und lebte eine „Willkommenskultur“
in Wort, Berührung und Tat. Was können wir lernen?
Ort:
Kreuzkirche, Kaiserplatz
Liturgie: Pfarrer Rüdiger Petrat
Predigt: Pfarrer Wolfgang Wallrich
Veranstalter: BIM e.V. / EMFA‐Integrationsagentur
Anschließend:
Kirchenkaffee und Diskussionsmöglichkeit
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 04.09.2012)
*
Montag, 24. September 2012
19.00 Uhr
Die
Angehörigen von: Buddhismus, Judentum, Christentum,
Islam, Bahai, Quäker, Hindu und Religions for Peace Bonn/Köln
erzählen aus Ihrem Glauben und aus Ihren Geschichten über das
herzliche Willkommensein und fassen alles in Gebeten zusammen.
Ort:
MIGRApolis‐Haus der Vielfalt Bonn, Brüdergasse 16‐18, Café
Veranstalter: Religionsgemeinschaften in Bonn mit Unterstützung
der Stabsstelle Integration der Bundesstadt Bonn
Leitung/Moderation: Pfr. Wolfgang Wallrich/Dr. M. A. Schmiedel
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 04.09.2012)
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Donnerstag, 27. September 2012
15.00 – 17.00 Uhr
Besuch
beim buddhistischen Paramita‐Projekt und in der evangelischen
Trinitatisgemeinde um Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten
zwischen beiden Religionen vor Ort zu erfahren.
Ort:
buddhistisches Paramita‐Projekt, Clemens‐August‐Str.17
Veranstalter: BIM e.V. / EMFA‐Integrationsagentur
Leitung: Dr. Michael A. Schmiedel, Pfarrer Wolfgang Wallrich
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 04.09.2012)
Das
Forum der Evangelischen Kirche Meckenheim
lädt ein zu einem Gesprächsabend
zum Thema
mit
dem Religionswissenschaftler Michael A. Schmiedel
Donnerstag, 27. September 2012, 20 Uhr
im Gemeindezentrum Friedenskirche
Markeeweg, Meckenheim
Für Christen hat sich Gott in einem Menschen geoffenbart, in Jesus Christus, im
Islam dagegen in einem Buch, dem Qur'an. Die beiden südwestasiatischen,
monotheistischen Religionen sind gewissermaßen Geschwister in der
Religionsgeschichte. Die Jüngere Religion verweist oft auf die Ältere und beide
gemeinsam auf ihre noch ältere Schwester, das Judentum. Und so ist auch das
Verhältnis der beiden zueinander ein geschwisterliches, wenn auch nicht immer
ein freundliches. Der Glaube an den gleichen Gott drückt sich in beiden oft
sehr verschieden aus, was gegenseitige Missverständnisse bedingt. Die
Geschichte einer jeden der beiden ist ohne die Präsenz der je anderen nicht zu
verstehen. Dass beide immer wieder enge Verbindungen zu Politik und Wirtschaft
eingingen und dass sich, obwohl beide Religionen als Weltreligionen angesehen
werden, volksreligiöse Identitätsansichten immer wieder durchsetzten, macht die
Sache noch komplizierter. Worin liegen nun die wichtigsten Gemeinsamkeiten und
worin die wichtigsten Unterschiede zwischen Christentum und Islam? Dieser Frage
versucht Michael A. Schmiedel auf den Grund zu gehen.
(Auf
MIGRApolis veröffentlicht am 29.08.2012.)
**
Ich wünsche Ihnen
nun eine gute Zeit. Besuchen Sie Veranstaltungen, lesen Sie Bücher, meditieren
sie ein wenig, aber übernehmen Sie sich nicht. Es ist wichtig, sich zu
engagieren, aber nicht alles hängt von uns ab. Machen sie es wie Muhammad, von
dem es heißt: Zuerst band er sein Kamel an. Dann vertraute er auf Gott, dass es
nicht wegläuft.
Herzliche
Grüße,
Ihr
Michael A. Schmiedel
Religions
for Peace Bonn/Köln & MIGRApolis Deutschland