„Die Vorstellung alleiniger Seligkeit für seinen Glauben und des Verdammnisses für die anderen ist nichts als eine kurzsichtige Einengung der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit und einer egozentrischen Bevormundung Gottes; Himmel bzw. Paradies und Hölle unter den Menschen zu verteilen bzw. sich als Pförtner von Himmel und Hölle hervorzutun, zeugt von einer naiven Vorstellung der Mensch-Gott-Beziehung.“
Ahmed Ginaidi
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 115
(3.8.2005)
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 115. 1
(3.8.2005) 1
I. Editorial 2
II. Veranstaltungshinweise. 3
II.1. Veranstaltungen von bzw. unter Beteiligung von Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn. 3
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 4. August 2005. 3
II.1.b. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 1. September 2005. 3
II.1.c. Interreligiöser Gesprächskreis am 1. September 2005. 3
II.1.d. Veranstaltung zum Islam in Deutschland am 6. September 2005. 3
II.1.e. Veranstaltung zum Islam in Deutschland am 20. September 2005. 3
II.1.f. Gebet der Religionen in Bonn am 27. September 2005. 3
II.1.g. Interreligiöses Projekttreffen am 29. September 2005. 3
II.1.h. Gebet der Religionen in Köln 3. Oktober 2005. 3
II.1.i. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 6. Oktober 2005. 3
II.1.j. Interreligiöser Gesprächskreis am 6. Oktober 2005. 4
II.2. Jahrestagung von Religions for Peace / WCRP Deutschland 16.-18. September in Bad Boll 4
II.3. Jahrestagung der Interreligiösen Arbeitsstelle INTR°A am 17.-18. September in Frankfurt a.M. 4
II.4. XXVII. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionsgeschichte DVRG 25.-28. September in Bayreuth. 4
II.5. Weltjugendtag in Köln, Bonn und anderswo 15.-21. August 2005. 4
II.5.a Veranstaltungsvorschlag zum Weltjugendtag von Annette Esser, Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn. 5
II.6. Autorenlesung von „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ am 20. August 2005 in Bonn. 7
II.7. Weitere Veranstaltungen in Köln. 7
II.7.a. Friedensforum am Aachener Weiher am 7. August 2005. 7
II.7.b. Weißt du wer ich bin? am 6. September 2005. 7
II.7.c. „Umgang mit Trauer, Trennung und Katastrophen in buddhistischer Tradition“. am 16. September 2005. 7
II.7.d. „Hiob und die Gerechtigkeit Gottes in jüdischer, christlicher und islamischer Auslegung“ am 22. September 2005. 7
II.7.e. „Jüdisch-christlich-muslimische Spurensuche in der Kölner Südstadt. am 27. September 2005. 7
II.8. Zwei Termine der Familienföderation für Weltfrieden. 7
I1.8.a. Friedensinitiativen in Ozeanien im Kontext regionaler und weltweiter Friedensbemühungen am 14. August 2005. 8
II.8.b. Die Jerusalem Deklaration – Aussöhnung und Frieden als gemeinsame Aufgabe der Religionen am 1. September 2005. 8
II.9. Hinweis auf meine Vorträge im Oktober und November 2005. 8
III. Sonstige Infos. 8
III.1. Zum Tod von Prof. Heinz Bechert (zugesch. von Adelheid Herrmann-Pfandt via Yggdrasill-Liste) 8
III.2. Euromedia-Medaille für "Religiopolis. Weltreligionen erleben" (zugesch. von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste) 9
IV. Literatur- und sonst. Medientipps. 9
IV.1. Online Diashows zu buddhistischen, hinduistischen und Sikh-Traditionen in Deutschland und der Schweiz (zugesch. von Martin Baumann via Yggdrasill-Liste) 9
IV.2. 5 weitere Bände der Schriftenreihe "Interkulturelle. 10
Bibliothek" (zugesch. von Hamid Reza Yousefi via Yggdrasill-Liste) 10
IV.3. Andreas Ludwig. Aleister Crowley's Scientific Illuminism Magie und Mystik als angewandte Psychologie zur Transformation des Menschen. (zugesch. vom Tectum Verlag) 10
V. Buchrezensionen von mir. 11
V.1 Aries, Wolf D., und Ülker, Rüstem (Hg.), Dietrich Bonhoefer, Alfred Delp und Said Nursi: Christentum und Islam im Gegenüber zu den Totalitarismen. Erträge aus dem II. Said Nursi-Symposium (Haus der Geschichte, Bonn 2004). = Andreas Feldtkeller, Klaus Hock, Tarek Mitir, Jochen S. Nielson (Hg.), Christentum und Islam im Dialog, Christian – Muslim Relations, Bd. 6. Münster (LIT-Verlag) 2004. 11
V.2. Johannes O. Ulrich. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt. Eine euro-orientalische Erzählung. Bonn (Literatur-Atelier Frauen Museum) 2005. 13
VI. Off-Topic: HORIZONTE-Festival in Koblenz am 15./16. Juli 2005. Ein Bericht von Jutta Mensing. 16
VII. Und noch’n Gedicht: 17
Was du nicht kennst, das, meinst du, soll nicht gelten?. 17
I. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Bomben in London, Sharm el Sheikh, Antalya und immer wieder in Baghdad lassen uns erahnen, wie weit echter Friede noch entfernt ist. Vielleicht haben wir Menschen es nicht besser verdient, wer weiß? Eberhard Wegner versorgt mich immer wieder mit Leserbriefen aus der Presse rund um das Thema Islam, und diese zeigen mir, wie kontrovers und verschieden die Ansichten in unserer Gesellschaft dazu sind, von „schmeißt sie doch alle raus“ bis „umarmt sie doch bitte sehr“. Ob das so einfach ist? Muslime sind Menschen wie andere auch, mit den gleichen Tugenden und dem gleichen Gewaltpotential wie andere. Da ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen und nicht alle in einen Pott zu werfen, so wie bei anderen Teilen der Menschheit auch. Das Zitat oben über der Überschrift stammt immerhin auch von einem Muslim und ist aus dem von mir unten rezensierten Tagungsband des II. Said Nursi-Symposiums.
Viel wird auch über die katholische, die römische Kirche geschimpft, aber auch da gilt das Gleiche: Differenzierung. Der neue Papst, Benedict XVI. kommt zum Weltjugendtag nach Köln und Bonn. Wer ihn sehen möchte, muss sich anmelden oder irgendwo am Rhein einen Platz ergattern und aufpassen, dass er dann von den Pilger- und Gaffermassen nicht ins Wasser geschoben wird. Im Toom in Beuel gibt es übrigens ein Papstbier zu kaufen, ein Spezial von der Brauerei Weideneder in Tann mit dem Konterfei des Papstes und seines Geburtshauses in Marktl weißblau umrahmt auf dem Etikett. Ich habe es noch nicht verkostet, kann als weder zu-, noch abraten.
Von meinem guten Bekannten Gregor Sattler habe ich zwei Termine der Familienföderation in den Rundbrief aufgenommen, wohlwissend, dass diese zu Reverent San Myung Mun gehörende Organisation umstritten ist. Aber, wie man oben lesen kann, welche Religionsgemeinschaft ist da nicht? Und ich halte Sie und Euch für mündig genug, selbst zu entscheiden.
Wer Beiträge aus dem Verteiler der Islamischen Hochschulvereinigung vermisst, dem kann ich auch nicht mehr erklären, als dass ich mit der Änderung meiner E-Mail-Adresse da heraus geflogen bin und auf meine E-Mails um Änderung keine Antwort erhielt. Wenn ich deren Internetinfos richtig verstehe, haben sie den Verteiler für Nichtmitglieder eingestellt, aber ganz schlau werde ich daraus nicht. Kann mir da jemand weiter helfen?
Ein Buch eines Bonner Autors wird derzeit anscheinend ganz berühmt: „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ von Johannes Otto Ulrich, der sich in letzter Zeit auch bei Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn engagiert. Ich habe es rezensiert und zwei Autorenlesungstermine aufgenommen.
Nun wünsche ich eine informative und erbauliche Lektüre.
**
II. Veranstaltungshinweise
II.1. Veranstaltungen von bzw. unter Beteiligung von Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 4. August 2005
17.30-17.45 Uhr: Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit, Münsterplatz, Bonn.
II.1.b. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 1. September 2005
17.30-17.45 Uhr:, Münsterplatz, Bonn.
II.1.c. Interreligiöser Gesprächskreis am 1. September 2005
19.30 – 21.30 Uhr:, bei Lioba von Lovenberg, Argelanderstraße 6, Bonn.
Thema: „Wie können wir unseren eigenen Fanatismus erkennen und überwinden?“
II.1.d. Veranstaltung zum Islam in Deutschland am 6. September 2005
VHS Bonn. (Genauere Info von Dr. Jeannette Spenlen folgt).
II.1.e. Veranstaltung zum Islam in Deutschland am 20. September 2005
Veranstaltung zum Islam in Deutschland, VHS Bonn. (Genauere Info von Dr. Jeannette Spenlen folgt).
II.1.f. Gebet der Religionen in Bonn am 27. September 2005
ca. 19 Uhr:, Krypta der Kreuzkirche, Bonn.
II.1.g. Interreligiöses Projekttreffen am 29. September 2005
19 Uhr im Domforum, Köln.
II.1.h. Gebet der Religionen in Köln 3. Oktober 2005
ca. 18 Uhr, Köln (der genaue Ort wird noch bekannt gegeben)
II.1.i. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 6. Oktober 2005
17.30-17.45 Uhr:, Münsterplatz, Bonn.
II.1.j. Interreligiöser Gesprächskreis am 6. Oktober 2005
19.30 – 21.30 Uhr:, bei Lioba von Lovenberg, Argelanderstraße 6, Bonn.
Das Thema wird beim Gesprächskreis am 1.9. gemeinsam festgelegt.
*
II.2. Jahrestagung von Religions for Peace / WCRP Deutschland 16.-18. September in Bad Boll
16.-18. September: Evangelische Akademie, Bad Boll
Religions for Peace / WCRP Deutschland Jahresversammlung (Vgl. Ankündigung in WCRP-Informationen).
Referentinnen / Referenten:
Dr.Stephan Schlensog - Tübingen
George Strasser - Brüssel
Heinz-Jürgen Metzger - Solingen
Infos im Netz: http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=640405
*
II.3. Jahrestagung der Interreligiösen Arbeitsstelle INTR°A am 17.-18. September in Frankfurt a.M.
mit Verleihung des INTR°A-Projektpreises für Komplementarität der Religionen. Tagungsort: Hochschule St. Georgen Frankfurt/M., Offenbacher Landstr. 224.
Thema: Europa im Orient – der Orient in Europa.
http://www.interrel.de/
Inklusive einer Lesung vom Johannes O. Ulrichs „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“
*
II.4. XXVII. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionsgeschichte DVRG 25.-28. September in Bayreuth
Thema: Religion und Kritik - Das Kritikpotenzial
der Religionen und der Religionswissenschaft.
Infos:
http://www.uni-bayreuth.de/departments/religionswissenschaft/dvrg2005/ .
*
II.5. Weltjugendtag in Köln, Bonn und anderswo 15.-21. August 2005
Infos unter http://www.wjt.de
und
http://www.wjt-bonn2005.de/
In Bonn kann man sich auch als Gästelotze engagieren, d.h. den Pilgern Fragen beantworten, wie sie wohin kommen usw.. Infos dazu unter
http://www.wjt-bonn2005.de/gastgeber/gastgeber_lotsen.htm
II.5.a Veranstaltungsvorschlag zum Weltjugendtag von Annette Esser, Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn
Liebe Freunde von WCRP,
Der 'Weltjugendtag' in Köln wird ein großes Ereignis, das seine Schatten schon seit langem voraus wirft.
Abgesehen vom offiziellen Programm gibt es auch ein kritisches Begleitprogramm, an dem ich selbst - die ich auch Gäste beherberge - teilnehmen werde.
Vielleicht habt ihr Lust und Zeit am Mittwoch den 17 August nachmittags in den 'Wir sind Kirche Treffpunkt' in die Gemeinde Christi Auferstehung der Alt-Katholischen Kirche in der Jülicher Str. 28 zu kommen. Dort werde ich mit Annegret Laakmann ('Lila Stola') und mit einer Amerikanerin zum Thema Frau in der Kirche sprechen. Abends gibt es eine Vesper mit Tobias Raschke, dem Sprecher der Wir-sind-Kirche-Jugend. Die genaue Urzeit weiß ich leider noch nicht, werde sie euch aber bei Gelegenheit mitteilen.
Ich würde mich freuen bei dieser Gelegenheit einige von euch zu sehen.
Viele Grüsse,
Annette
Pressemitteilung, Hannover/Köln, 24. Juli 2005
Wir sind Kirche: Weltjugendtag wird an seiner Dialogfähigkeit zu messen sein
„Weltjugendtag für alle“ und „Wir sind Kirche-Treffpunkt“ als kritische Begleitung geplant
Die Offenheit des Dialogs ist nach Ansicht der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche das entscheidende Kriterium, mit dem der katholische Weltjugendtag vom 11. bis 21. August in Deutschland zu messen sein wird.
„So ein großes internationales Treffen ist nur sinnvoll und hat nur dann eine langfristig positive Wirkung, wenn es auch nachhaltige Partnerschaften und offene Diskussionen ermöglicht“, erklärt Christian Weisner, Sprecher der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche, „dies wird jedoch bei einem Ereignis dieses gigantischen Ausmaßes nicht möglich sein.“
Statt vorgefertigter Antworten sollte die Kirche viel mehr als bisher auf die Fragen der Jugendlichen hören. Statt der Katechesen ‚von oben’, die die 600 angemeldeten Bischöfe halten werden, sollte es besser Dialoge ‚von unten’ geben. Auch Tabu-Themen dürften nicht ausgespart werden. Als schlechtes Omen für die Dialogbereitschaft im Kölner Erzbistum sieht Weisner das Redeverbot, das der französische Bischof Jacques Gaillot im letzten Jahr dort erhielt.
„Nur wenn die Themen, die junge Menschen in aller Welt existenziell betreffen, offen und selbstbestimmt diskutiert werden, wird der katholische Weltjugendtag seinem eigenen Anspruch gerecht“, erklärt Tobias Raschke, Sprecher der Wir sind Kirche-JUGEND. Dabei bezieht sich Raschke auf das in der Einladung nach Köln zitierte Papstwort „Die Kirche hat der Jugend viel zu sagen, und die Jugend hat der Kirche viel zu sagen. Dieser gegenseitige Dialog muss offenherzig, klar und mutig sein.“ (Apostolisches Schreiben „Christifideles Laici“ 1988)
Zu den Themen, die heute gerade für junge Menschen von allergrößter Bedeutung sind, so Raschke, gehören die Auswirkungen der Globalisierung, die Religiosität junger Menschen fern der Kirchen, die Sexualaufklärung als Menschenrecht sowie ein offener Umgang mit Homosexualität und Schwangerschaftskonflikten. Der Brief an den Generalsekretär des katholischen Weltjugendtages, mit dem die Wir sind Kirche-JUGEND frühzeitig ihre Mitwirkung angeboten hatte, wurde aber nicht einmal beantwortet.
Angesichts des derzeit drastischen Sparkurses der katholischen Kirche in der Pastoral und in der Jugendarbeit hält Wir sind Kirche die ungeheuer hohen Ausgaben von etwa 100 Millionen Euro allein für die fünf Tage des Weltjugendtages in Köln für weit überzogen und nicht verantwortbar.
Das eigentliche Vorbild der katholischen Weltjugendtage, die Jugendtreffen von Taizé, die auf den evangelischen Ordensgründer Frère Roger zurückgehen, sind viel mehr „von unten“ organisiert, viel kostengünstiger und viel ökumenischer. Die gewaltigen verkehrlichen, logistischen und finanziellen Probleme des gigantischen katholischen Weltjugendtages in Köln sind schon jetzt absehbar.
„Weltjugendtag für alle“ und „Wir sind Kirche-Treffpunkt“ als kritische Begleitung
Mit dem „Weltjugendtag für alle“ (www.wyd4all.org) hat die Wir sind Kirche-JUGEND ein offenes Dialog-Forum während des katholischen Weltjugendtags vom 15. bis zum 21. August 2005 in Köln initiiert. Bereits beim katholischen Weltjugendtag 2002 in Toronto gestaltete die Wir sind Kirche-Jugend das Programm „Challenge The Church“ als kritische Begleitung mit.
Mit dem „Wir sind Kirche-Treffpunkt“ in einem Gemeindezentrum der Kölner Innenstadt bietet die KirchenVolksBewegung vom 16. bis 19. August ein offenes Angebot für die in- und ausländischen Gäste mit Workshops, Filmen, Spiritualität und Raum für Begegnung.
Das detaillierte Programm des „Weltjugendtag für alle“ und des „Wir sind Kirche-Treffpunkt“ wird in Kürze vorgestellt. Pressekonferenzen sind u.a. Montag, 15. August und Mittwoch, 17. August 2005 jeweils vormittags in Köln vorgesehen.
Mehr Informationen:
T o b i a s R a s c h k e
„Weltjugendtag für alle“-Koordinator
Wir sind Kirche-JUGEND-Sprecher
Tel: +49 (0)221-829 18 11, mobil: +49 (0)171-5464 950
Fax: +49 (0)1212-527 412 908
Email: presse@wyd4all.org
Internet: www.jugend.wir-sind-kirche.de
Internet: www.wyd4all.org
C h r i s t i a n W e i s n e r
Bundesteam KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
Tel.: +49 (0)511-80 00 10, mobil: +49 (0)172-518 40 82
Fax: +49 (0)511-988 60 50
Email: info@wir-sind-kirche.de
Internet: www.wir-sind-kirche.de
Stichwort: KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
Wir sind Kirche ist aus dem 1995 in Österreich gestarteten Kirchenvolks-Begehren hervorgegangen und setzt sich ein für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche auf der Basis des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Die 1996 in Rom gegründete internationale Bewegung Wir sind Kirche ist derzeit in mehr als zwanzig Ländern auf allen Kontinenten vertreten und weltweit mit gleichgesinnten Reformgruppen vernetzt. Als innerkirchliche Reformbewegung vertritt Wir sind Kirche theologisch fundiert die „Stimme des Kirchenvolkes“, wie internationale Studien renommierter Religionssoziologen immer wieder bestätigen.
*
II.6. Autorenlesung von „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ am 20. August 2005 in Bonn
20. August 2005, ab 19.30
Galeria Galeano/Cafe de Arte
Wolfstrasse 47, Bonn
Alternatives zum Wjt2005
Wie geht es weiter mit dem Christentum in Europa?
Johannes O. Ulrich liest aus seiner euro-orientalischen Erzähliung:
Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt
*
II.7. Weitere Veranstaltungen in Köln
II.7.a. Friedensforum am Aachener Weiher am 7. August 2005
16-18 Uhr:, Köln (nähere Infos über Werner Heidenreich, StadtRaum Köln).
II.7.b. Weißt du wer ich bin? am 6. September 2005
16-17:30 in der Melanchthonakademie, Kartäuserwall, Köln
Infos über Dorothee Schaper, Evangelische Stadtkirchenverband Köln
II.7.c. „Umgang mit Trauer, Trennung und Katastrophen in buddhistischer Tradition“. am 16. September 2005
18-22:15 Uhr: in der Melanchthonakademie, Kartäuserwall, Köln
Vortrag von Werner Heidenreich.
II.7.d. „Hiob und die Gerechtigkeit Gottes in jüdischer, christlicher und islamischer Auslegung“ am 22. September 2005
18-22:15 Uhr: in der Melanchthonakademie, Kartäuserwall, Köln
Marten Marquart, Dr. Jizchak Ahren, Hussein Inam
II.7.e. „Jüdisch-christlich-muslimische Spurensuche in der Kölner Südstadt. am 27. September 2005
18 Uhr: vor dem Haupteingang von St. Panthaleon (18-20:15 Uhr)
Dorothee Schaper, Marten Marquart.
*
II.8. Zwei Termine der Familienföderation für Weltfrieden
Kontakt: gumsattler@aol.com, Tel. 0228 - 464070
I1.8.a. Friedensinitiativen in Ozeanien im Kontext regionaler und weltweiter Friedensbemühungen am 14. August 2005
Sonntag, 14.08. 2005, 10.00 Uhr
Rathausgasse 20, 53111 Bonn
II.8.b. Die Jerusalem Deklaration – Aussöhnung und Frieden als gemeinsame Aufgabe der Religionen am 1. September 2005
Donnerstag, 01.09. 2005, 19.30 Uhr
Rathausgasse 20, 53111 Bonn
[Die Familienföderation für den Weltfrieden ist eine Organisation der Vereinigungskirche von Referent San Myung Mun, vgl. http://www.familienfoederation.de/ , ggf. danach googeln. MAS]
*
II.9. Hinweis auf meine Vorträge im Oktober und November 2005
Unter http://schmiedelvortraege.blogspot.com/ finden Sie / findet Ihr Infos zu meinen öffentlichen Vorträgen am 18. Oktober zu “Buddhismus und Gewalt”, am 20. Oktober zu “Weltreligionen: was verbindet, was unterscheidet sie?” und am 9. November zu “Islam in Deutschland”.
**
III. Sonstige Infos
III.1. Zum Tod von Prof. Heinz Bechert (zugesch. von Adelheid Herrmann-Pfandt via Yggdrasill-Liste)
Liebe Listenmitglieder,
vor kurzem erst habe ich Kenntnis von der traurigen Nachricht
erhalten, daß am 14. Juni 2005 einer der Altmeister der deutschen
Buddhismuskunde und Indologie, Professor Heinz Bechert, nur
wenige Tage vor seinem 73. Geburtstag in Göttingen verstorben ist.
Laut der Anzeige findet oder fand die Beerdigung auf Wunsch des
Verstorbenen im engsten Familienkreis statt. Professor Bechert
hinterläßt seine Frau Marianne Bechert.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Adelheid Herrmann-Pfandt
*
III.2. Euromedia-Medaille für "Religiopolis. Weltreligionen erleben" (zugesch. von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste)
Sehr verehrte liebe KollegInnen und FreundInnen,
Am 16. Juni 2005 wurden in Berlin die wohl wichtigsten deutschen Auszeichnungen für didaktische Multimediaprodukte vergeben.
Als Herausgeber der BMBF-geförderten Lernsoftware "Religiopolis. Weltreligionen erleben" (Ernst Klett Schulbuchverlag, Leipzig) freue ich mich, Ihnen/ Euch mitteilen zu können, dass unsere CD-ROM mit einer von insgesamt sechs Euromedia-Medaillen 2005 (der einzigen für Deutschland) ausgezeichnet worden ist. Zusammen mit dem technischen Redakteur des Ernst Klett-Schulbuchverlages, Karl Wilschky, konnte ich diese hohe Auszeichnung in Berlin entgegennehmen.
Weitere Informationen zu den Comenius-Auszeichnungen findet Ihr/ finden Sie auf folgender Website:
http://www.gpi-online.de/front_content.php
Mit den besten Grüßen von
Udo Tworuschka.
**
IV. Literatur- und sonst. Medientipps
IV.1. Online Diashows zu buddhistischen, hinduistischen und Sikh-Traditionen in Deutschland und der Schweiz (zugesch. von Martin Baumann via Yggdrasill-Liste)
Liebe Listenteilnehmer/innen,
gerne erlaube ich mir den Hinweis auf jüngst aufgeschaltete online Diashows zu buddhistischen, hinduistischen und Sikh-Traditionen in Deutschland und der Schweiz. Die sieben Diashows laufen unter dem Titel:
"Religious Diversity in Central Europe: Asian Immigrant Religions in Germany and Switzerland" und wurden in Zusammenarbeit mit dem Pluralismusprojekt an der Harvard University konzipiert und realisiert.
Link: http://www.pluralism.org/resources/slideshow/baumann/main.php
Martin Baumann, Brigitte Luchesi and Annette Wilke have put together a slide show and accompanying introduction that "aims to provide an idea of the evolved religious diversity by portraying religions brought by immigrants from Asia to Europe. It depicts and describes selected places of Buddhist, Hindu and Sikh worship in Germany and Switzerland. Though there are considerable numbers of western converts, especially so in the case of Buddhism, the show is restricted to the experience and locations of Asian immigrants. Most often, the places established, whether small in a narrow basement or huge in a newly built edifice, form vivid homes away from home. They provide nostalgic remembrances of as well as continuing links to the people, culture and religion left behind."
Mit besten Grüssen,
Martin Baumann
(Religionswissenschaftliches Seminar, Universität Luzern)
*
IV.2. 5 weitere Bände der Schriftenreihe "Interkulturelle
Bibliothek" (zugesch. von Hamid Reza Yousefi via Yggdrasill-Liste)
Sehr geehrte Damen und Herren,
eben sind 5 weitere Bände der Schriftenreihe "Interkulturelle
Bibliothek" erschienen. Sie können direkt beim Verlag bestellt
werden:
http://www.bautz.de/interkulturell.shtml
Es handelt sich um:
Band 4
Jameleddine Ben-Abdeljelil: Ibn Ruschds Philosophie interkulturell
Band 18
Heinz Kimmerle: Jacques Derrida interkulturell gelesen
Band 19
Ram Adhar Mall: Hans-Georg Gadamers Hermeneutik interkulturell
Band 51
Rainer Ernst Zimmermann: Ernst Bloch interkulturell gelesen
Band 59
Rainer Ernst Zimmermann: Jean-Paul Sartre interkulturell gelesen
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hamid Reza Yousefi
Universität Trier
Universitätsring 15
D-54296 Trier
Fachbereich I - Philosophie
Tel.: +49 (0) 651 201 2344 und +49 (0) 6511461784
http://www.bautz.de/interkulturell.shtml
http://www.bautz.de/bausteine.html
http://www.mensching.uni-trier.de/
*
IV.3. Andreas Ludwig. Aleister Crowley's Scientific Illuminism Magie und Mystik als angewandte Psychologie zur Transformation des Menschen. (zugesch. vom Tectum Verlag)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie auf folgende Neuerscheinung unseres Verlages hinweisen:
Andreas Ludwig
Aleister Crowley's Scientific Illuminism Magie und Mystik als angewandte
Psychologie zur Transformation des Menschen
„Das große Tier 666“, Aleister Crowley, ist heute, wie zu seinen
Lebzeiten, immer noch die schillerndste Figur innerhalb des Okkultismus.
Seine exzentrische Persönlichkeit, bizarre Rituale und starker
Drogenkonsum bilden die Grundlage für eine abenteuerliche
Legendenbildung um einen der kreativsten und intelligentesten
Protagonisten der okkultistischen Subkultur des 20. Jahrhunderts.
Allerdings hat diese Entwicklung dazu geführt, daß Crowley außerhalb von
esoterischen Zirkeln kaum bekannt ist oder aber durch Unkenntnis seiner
tatsächlichen Lehre einer oftmals sehr verzerrten Darstellung unterliegt.
Die vorliegende religionswissenschaftliche Studie liefert erstmals eine
grundlegende Systematik sowohl der Doktrin als auch der Methodik „des
letzten großen Magiers“ und versucht dem Leser die oftmals komplexe
spirituelle Lehre des selbsternannten „Antichristen“ zu erläutern.
Gestützt auf ausgiebige Zitate aus dem umfangreichen literarischen Werk
Crowleys, werden die Kernelemente seines „wissenschaftlichen
Erleuchtungsweges“ sorgfältig herausgearbeitet und jenseits
konfessioneller Stigmatisierung einer objektiven Beurteilung zugänglich
gemacht.
Tectum Verlag 2005 217 Seiten 24,90 Euro
3-8288-8869-0
Stichworte zur Arbeit
Crowley, Aleister Dee, John
Thelema Kabbala Magie Satanismus Okkultismus Magischer Orden
-
Tectum Verlag
Steinweg 7
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21/48 15 23
Fax: 0 64 21/483 43 70
www.tectum-verlag.de
email@tectum-verlag.de
[Andreas Ludwig ist ein Kommilitone von mir. MAS]
**
V. Buchrezensionen von mir
V.1 Aries, Wolf D., und Ülker, Rüstem (Hg.), Dietrich Bonhoefer, Alfred Delp und Said Nursi: Christentum und Islam im Gegenüber zu den Totalitarismen. Erträge aus dem II. Said Nursi-Symposium (Haus der Geschichte, Bonn 2004). = Andreas Feldtkeller, Klaus Hock, Tarek Mitir, Jochen S. Nielson (Hg.), Christentum und Islam im Dialog, Christian – Muslim Relations, Bd. 6. Münster (LIT-Verlag) 2004.
Am 19./20.3.2004 fand im Haus der Geschichte in Bonn das II. Internationale Said Nursi Symposium statt (vgl. die Interreligiösen Rundbriefe Nr. 104 und 105), dessen Tagungsband rechtzeitig zum III. Symposion dieser Reihe im Februar 2005 (vgl. die Interrel. Rundbriefe Nr. 112 und 113) erschien. Dieser enthält abgesehen von Vorwort und Begrüßungsrede und einer Chronologie des Lebens von Said Nursi (1877-1960) auf insgesamt 138 Seiten 13 der auf dem Symposion gehaltenen Vorträge von Christian Gremmels, Johannes Lähnemann, Ian Markham, Christoph Elsas, Bilal Kuspinar, Sükran Vahide, Christoph Th. Scheilke, Fritz Erich Anhelm, Ibrahim M. Abu Rabi, Thomas Michel, Ian Kaplow, Ahmed Ginaidi und Hansjörg Biener. So unterschiedlich die Referenten, so unterschiedlich sind auch die Beiträge, was Perspektive und Sprachspiel anbelangt. Hier treffen sich unterschiedliche Diskursuniversen zu einem Dialog, in den der Leser/die Leserin eingeladen ist, einzusteigen. Sicher fehlt die Lebendigkeit des spontanen Austausches, den das Symposion selber bot und im Vergleich zu der Entwicklung, die ich beim III. Said Nursi Symposium beobachtet zu haben glaube, ist dieser Tagungsband ein Blick zurück auf ein vorheriges Stadium und ein Denkmal des selben.
Said Nursi, Dietrich Bonhoefer und Alfred Delp waren ungefähr Zeitgenossen, saßen alle drei aus weltanschaulichen Gründen in Gefängnissen, ersterer in der kemalistischen Türkei, die anderen beiden des nationalsozialistischen Deutschlands, wobei ersterer überlebte und rehabilitiert wurde, die beiden anderen aber kurz vor Kriegsende hingerichtet wurden. Alle drei setzten sich intensiv mit dem Zeitgeist ihrer jeweiligen Gesellschaft auseinander und reflektierten ihn auf der Grundlage ihres jeweiligen muslimischen bzw. christlichen Glaubens. Die Jama’at un-Nur, die Gemeinschaft des Lichtes, die das Werk Said Nursis herausgibt und in die Welt trägt und auch diese Symposien organisiert, sieht in dieser Übereinstimmung eine Grundlage für eine muslimisch-christliche Zusammenarbeit für eine Gesellschaft auf religiöser Grundlage in gemeinsamer Ablehnung der Säkularisation. Das zumindest kann man aus den Beiträgen ihrer Vertreter aus diesem Tagungsband heraus lesen. Auch heraus lesen kann man aus den Beiträgen einiger der anderen Referenten, dass man weder den Kemalismus mit dem Nationalsozialismus, noch mit dem heutigen europäischen Säkularismus gleichsetzen darf, und dass Zusammenarbeit und ein diese Zusammenarbeit in die Wege leitender Dialog nicht nur zwischen den abrahamischen Religionen, sondern zwischen Menschen gleich welcher Religion oder Weltanschauung notwendig und Toleranz auch gegenüber Atheisten zu pflegen sei. Diese Rückmeldungen eben scheinen mir inzwischen in dem weiteren Dialog schon berücksichtigt und beim III. Symposion spürbar umgesetzt zu sein.
Sprache als Medium des Dialogs wird in dem Band immer wieder thematisiert, sei es dadurch, dass Thomas Michel, S.J. vom Sekretariat für den interreligiösen Dialog des Vatikan darauf hinweist, das Said Nursi sein Werk, die Risale-i Nur nicht als akademische Übung, sondern als praktischen Ratgeber für die gewöhnlichen gläubigen Muslime geschrieben habe, weshalb in unseren heutigen Dialogkreisen selbstverständliche Begriffe dort nicht vorkämen oder aber eine andere Bedeutung hätten, sei es, dass der Kasseler Theologe Christian Gremmels dem Begriff „Verantwortung“, der Erlangen-Nürnberger Theologe Johannes Lähnemann, dem Begriff der „Freiheit eines Glaubenden“ oder der in Hannover lehrende amerikanische Philosoph Ian Kaplow dem Begriff „Toleranz“ analytisch zu Leibe rücken. Dadurch wird sehr deutlich, wie leicht man diese Worte sehr unterschiedlich gebrauchen und aneinander vorbei reden kann. Zum Beispiel weist Kaplow darauf hin, dass Toleranz, wenn sie nur jenen entgegen gebracht wird, die ähnlich wie wir selbst sind, keine Toleranz sei, wogegen der Karlsruher Pädagoge Ahmed Ginaidi die koranische Toleranz gegenüber Juden und Christen auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens an Gott und die Propheten erklärt. Das sind zwei verschiedene Toleranzbegriffe.
Sehr deutlich wird in diesem Band auch, wie sehr die Anhänger Said Nursis, ihrem Meister darin nachfolgend, sich mit den verschiedenen Geistesströmungen der Gegenwart auseinander setzen und gewillt sind, jede in ihrem jeweiligen Kontext zu würdigen, wenn auch keinesfalls jede zu bejahen. Ibrahim M. Abu Rabi, Mitherausgeber der Zeitschrift „The Muslim World“ weist darauf hin, wie sehr Said Nursis Texte aus seinem eigenen Leiden heraus entstanden sind. Dass der Säkularismus, der Laizismus und der Atheismus aus dieser Perspektive heraus als nur feindselig, aggressiv und schädlich wahrgenommen werden, ist verständlich, das Wissen um Said Nursis Perspektive muss aber bei all ihrer Wertschätzung auch dazu führen, sie zu relativieren, wenn man sie für die heutige Zeit fruchtbar machen will.
Leider wird die Lesbarkeit des einen oder anderen Textes, aber vor allem von Ian Kaplows Beitrag durch eine mangelhafte Lektorenarbeit erschwert, denn wenn schon der Autor kein Deutschmuttersprachler ist, sollten es doch besser die Lektoren sein, um Tipp- und Grammatikfehler korrigieren zu können. Sprache verbindet, unterschiedliche Sprachen trennen aber auch. Umso lobenswerter ist dieses Unternehmen, die unterschiedlichen Perspektiven im Hinblick auf ein gemeinsames Gestalten der Weltgesellschaft zur Sprache kommen zu lassen. Für mich bleibt es weiterhin spannend, diesen Prozess zu beobachten oder auch daran teil zu nehmen und hoffe, dass auch vom dritten Symposium ein Tagungsband heraus kommt.
*
V.2. Johannes O. Ulrich. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt. Eine euro-orientalische Erzählung. Bonn (Literatur-Atelier Frauen Museum) 2005.
Vielleicht hat ja jemand auch am 17. Juli abends im Radio Bonn-Rhein-Sieg im Bürgerfunk die Sendung über dieses Buch gehört oder einer der Lesungen des Autors, z.B. im Rahmen des Euro-orientalisches Maifestes im Frauenmuseum am 12. Mai (vgl. interrel. Rb. Nr. 113 – 3. Nachtrag) beigewohnt und hat sich so schon ein Bild davon machen können.
Als ich es aufschlug, erinnerte es mich an die Unendliche Geschichte von Michael Ende, das ja vom Druckbild her durch seine farbige und zwar braune und grüne Schrift auffällt, und hier nun ist sie blau. Es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten: Beide Bücher sind phantastische Erzählungen, beide sind wie die Märchen von tausendundeiner Nacht Geschichten mit Rahmen- und Binnenerzählung, wobei in der Unendlichen Geschichte die Farbe der Buchstaben diese beiden Ebenen voneinander trennt, während es bei diesem Buch die Buchstabengröße ist, und während in der Unendlichen Geschichte Phantásien dadurch vor seinem Untergang gerettet wird, dass der kindlichen Kaiserin ein neuer Name gegeben wird, wird hier Europa aus seiner Identitätskrise geholt, indem für es ein neuer Mythos ge- oder erfunden wird.
In der Rahmenhandlung lädt Königin Europa Märchenerzähler aus aller Welt in ihr Schloss ein, und gibt ihnen den Auftrag, ein neues Märchen zu erfinden, das Europa aus seiner Identitätskrise holen kann. Denn Europa ist in Brüsseler Bürokratie, amerikanischem Größen- und Geschwindigkeitswahn, Materialismus, für den die römisch-katholische Kirche verantwortlich gemacht wird, und einem sinnentleerten Drang nach Vergnügen und Unterhaltung erstarrt, wähnt sich zwar noch als maßgebend für die Welt, merkt aber nicht, dass eine teuflische Macht im Hintergrund die Fäden führt. Die Märchenerfinder – ein Iraker oder Iraner, ein Türke, ein Russe und eine nach Indien ausgewanderte Deutsche – erzählen nun eine Geschichte:
In einem Land im Süden, in Arabien, wird nur noch geweint, bis einige Kinder es satt haben. Sie stellen die tabubrechende Frage, warum sie denn nur noch weinende Zwerge seien, und keine Riesen mehr, die sie doch mal waren. Mit einer Truhe voll wunderbar duftenden Kuchens, machen sie sich auf den Weg nach Norden in das Land der buckligen Riesen, die für diese Misere schuldig zeichnen, von denen es heißt, sie wüssten mit den wunderbaren Dingen, die sei dereinst von den damaligen Riesen Arabiens gelernt hätten, nichts mehr anzufangen, sondern schliefen nur noch, auch wenn sie wach seien. Das Salzmeer überqueren sie auf einem rostigen Schiff, dessen Kapitän ein vollkommen runder Mensch ist, der drei Engel in Tiergestalt gefangen hält, die auf keinen Fall frei kommen dürfen, weil sie sonst die buckligen Riesen aus ihrem Wahntraum befreien könnten. Diesen Traum aber halte ein anderer Engel – der Teufel – am Laufen, indem er die buckligen Riesen mit Zuckerwatte versorge, die für sie den Sinn des Lebens darstelle, und sie daran hindere durch Beten den Kontakt zu ihrer eigenen Seele herzustellen. Die Kinder werden ihm unangenehm, da sie die gefangenen Engel befreien wollen, und kurzerhand schickt er sie nach Prag, das an einer Schwelle liege.
Damit endet die Binnenerzählung. In den Erzählpausen ereignet sich einiges im Schloss der Königin Europa. Europäische und arabische Kinder geraten in Streit darüber, was denn die Europäer alles von den Arabern gelernt hätten, ohne das Europa nie so groß geworden wäre. Ein polnischer Diplomat gerät mit einem usbekischen Ayatollah in eine Diskussion über eben dieses Thema. Ein jüdisch-amerikanischer General gewinnt nach und nach die Einsicht, dass die USA aufhören sollten, eine Vormachtstellung in der Welt einzunehmen. Der russisch-orthodoxe Diakon läuft, statt das Märchen weiter zu erzählen, wozu er doch von einem römisch-katholischen Bischoff aufgefordert worden ist, nachdem sich die anderen europäischen Märchenerzähler nicht über die Reihenfolge einigen konnten, nach einem kapitellangen Selbstgespräch über die Rolle russischer Spiritualität für die Zukunft Europas nackt durchs Schloss, um auf das Nichts aufmerksam zu machen. Der deutsche Lastwagenfahrer Albert überwindet seine Abneigung gegenüber Arabern durch seine Neugier, wie sich denn so ein „arabisches Frauengewand“ anfühlt und sieht darin dann das beste Kleidungsstück zur Vermeidung von Hodenkrebs. Letztlich stirbt Königin Europa an einer Überdosis ihrer Lieblingsspeise: arabische Marzipankugeln. Aber die Märchenkonferenz hat Europa einen neuen Weg gewiesen, der aus den arabischen Wurzeln der europäischen Kultur schöpft.
Johannes O. Ulrich liefert mit diesem Buch eine spannende, lustige, nachdenkliche allegorische Erzählung über unsere momentane europäische Befindlichkeit. Man merkt der Geschichte an, dass er lange in politischen Kreisen verkehrte, denn deren Rituale und Selbsteinschätzungen nimmt er detailliert ironisch aufs Korn. Aufs Korn genommen wird auch die europäische Selbstüberschätzung, der Nabel der Welt, das Maß aller Dinge zu sein und alle kulturellen und zivilisatorischen Leistungen aus sich selbst geschaffen zu haben. Ulrich kritisiert vor allem die letzten 200 Jahre europäischer Geschichte, die Irrtümer wie Liberalismus, Wissenschaftsgläubigkeit, Kapitalismus, Technologieversessenheit und Konsumrausch hervorgebracht und so das Unnormale zum Normalen erklärt hätten. Europäer seien eben bucklige Riesen, ein islamisches Bild für die christliche Lehre der Erbsünde, die dem nach muslimischer Lehre vollkommen und sündlos geborenen Menschen wie ein Buckel anhafte.
Die Wurzeln europäischer Kultur lägen in Arabien, ohne das wir keine Mathematik, keine Chemie, keine Krankenhäuser, keine Musiktherapie und vieles andere auch nicht hätten und noch in Höhlen wohnen und mit dem Fingern essen würden. Diese Wurzeln wieder zu entdecken könne uns Europäern wieder einen kulturtragenden Mythos liefern, der uns wieder Perspektiven und Motivationen geben könne, die über das Geldverdienen, das Vergrößern der EU und das Brechen immer neuer Rekorde hinaus gehen. Außer Arabien spielen auch Russland und Indien eine positive und Amerika eine negative Rolle.
Er nennt fünf Frauen und fünf Männer als Inspirator(inn)en: Annemarie Schimmel, Mirra Alfassa, Dorothee Sölle, Dorothea Viehmann, Marianne Pitzen, Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Steiner, Sri Aurobindo, Muhammed Iqbal (nicht Icbal, wie in dem Buch geschrieben) und Wladimir Solowjow. Michael Ende wird nicht genannt.
Gibt es an diesem so interessanten und inspirierenden Buch etwas auszusetzen? Ja. Druckfehler? Auch, aber die kommen ja überall vor. Die Sprache? Nun ja, es ist ein sehr eigener Stil, sehr an der mündlichen Umgangssprache orientiert, daher aber auch sehr leicht lesbar und wohl auch sehr gut vorlesbar, wenngleich ich mich über die Zeichensetzung manchmal wundere: zu viele Kommas, wo ich selber Gedankenstriche oder Doppelpunkte setzen würde. Und einmal verwandelt sich ein Krokanttee anscheinend vom Autor unbeabsichtigt in einen Ingwertee. Das ist aber alles relativ unwichtig.
Wichtig und notwendig finde ich eine Kritik an Ulrichs Darstellung der Bedeutung Arabiens, denn obwohl eine phantastische Erzählung, so ist sie auch eine moralische, die Einfluss auf unser Denken und Handeln in unserer realen oder von und für real gehaltenen Welt haben soll, und da muss man schon vorsichtig sein, damit da nicht ein Gmork – ein Werwolf in der Unendlichen Geschichte, der die Trennung zwischen Phantásien und Realität negiert und so Lügen in die Welt trägt – draus wird. Dass die Araber einiges von dem, was sie an kultureller Leistung erbracht haben, von den Indern haben, z.B. die Zahlen, wird erwähnt, und die Frage, ob sie dadurch nur Postboten dieser kulturellen Leistungen seien, wird aufgegriffen, aber offen gelassen. Auch wird am Ende des Buches ganz sachte darauf hingewiesen, dass der europäisch-arabische und christlich-muslimischeDialog nur der Anfang oder ein Nebeneffekt sei, und das eigentliche Geschehen etwas mit Indien zu tun habe, denn immerhin spielt ein indischer Elefant eine sehr zentral spirituelle Rolle in der Rahmenerzählung, aber das kommt in der Hauptaussage des Buches alles nur am Rande vor. Arabien wird einfach viel zu groß dargestellt, in den politischen Grenzen des Omaiyyaden- und Abbassidenreiches (661-1258). So gesehen wundert es nicht, dass Städte wie Gondaschipur im Iran und Sarmakand in Usbekistan als arabischen Städte vorgestellt und die antiken Phönizier, deren Göttin Europa die Namenspatronin unseres Subkontinents ist, zu Arabern gemacht werden. Sicher waren auch Griechenland und Rom in der Antike in hohem Maße abhängig von Einflüssen aus Nordafrika und Westasien, aber Araber spielten dabei noch keine so große Rolle. Und sind auch Worte wie „Algebra“ und „Baldachin“ arabischen Ursprungs, so sind es Worte wie „Therapie“ und „Bibliothek“ nicht. Es ist richtig, dass die arabische Mittlertätigkeit im Mittelalter extrem wichtig war, um indische, persische, ägyptische, griechische und andere Kulturleistungen, die zu dieser Zeit im christlichen Europa als heidnisch eingestuft und verdrängt wurden, in unsere Zeit zu retten. Es ist auch richtig, dass die muslimische Kultur wunderbaren Blüten hervorgebracht hat und im Mittelalter auch zivilisatorisch der Europas um einiges voraus war. Aber es ist falsch, das alles einfach „arabisch“ zu nennen und so einem panarabischen Großmachtdenken ideologische Dienste zu leisten. Auch sind Arabien und Islam keineswegs identisch, wenn auch etwas mehr als Europa und Christentum. Und Erdöl ist nun wirklich keine arabische Kulturleistung, sondern fossiler Überrest einstigen Meeresplanktons, das schon auf Erden lebte, als es weder Araber noch Europäer, ja noch nicht einmal Säugetiere gab. Aber vielleicht unterliegt mein Denken hier ja auch nur einer wissenschaftlichen Fliegenbeinzählerei, wie sie in dem Buch von dem russischen Diakon kritisiert wird.
Dem Haupanliegen des Buches, dass die ideologische Orient-Okzident-Kluft geschlossen werden müsse und wir Europäer auch unsere Spiritualität und nicht nur unsere Wirtschaft mehr pflegen müssten, stimme ich aber sehr zu. Für mich persönlich ist natürlich Albert in seiner Mutation vom Alfred Tetzlaff-Typen zum Ehrenvorsitzenden der „Europäischen Patrioten“, einer euro-islamischen Initiative und Importeur von Dschalabijjas (Galabiyyas), und für die er eine europäische Männerbewegung für arabische „Frauenkleider“, wie er die Galabiyyas immer nennt, (geistesverwandt mit der Männerrockbewegung, in der ich aktiv bin) startet, der Held der Geschichte. Er zeigt, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er Klischees über Bord wirft und statt dessen vernünftig denkt und handelt. Diese Vernunft – gesundheitlich gesehen – wird in dem Buch zwar gefordert, andererseits aber eine rationale Welterklärung abgelehnt. Darüber müsste man noch nachdenken, mit Kopf und Herz natürlich, aber keinesfalls hat die Vernunft so etwas unvernünftiges wie die derzeitige Wirtschaftsordnung hervor gebracht. Das müsste der Autor noch mal überdenken, was denn daran rational sein soll. Man sollte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
Und mit den Händen zu essen ist keine Barbarei, sondern kann auch sehr kultiviert geschehen, was ja gerade auch Araber und Inder beweisen. Ich musste das in Sri Lanka erst lernen, wie man das richtig macht.
Autorenlesungstermine stehen unter II.3. und II.6.
**
VI. Off-Topic: HORIZONTE-Festival in Koblenz am 15./16. Juli 2005. Ein Bericht von Jutta Mensing.
Das 3. Weltkulturfestival „Horizonte“ am 15./16. Juli 2005 auf der Festung Ehrenbreitstein wurde zum vollen Erfolg. Das Konzept, durch freien Eintritt auch andere, nicht folk- und weltmusikerfahrene Besucher zu erreichen, ging auf. So kamen pro Tag ca. 4000 Besucher, die durch den kostenlosen Bustransfer von Koblenz zusätzlich angelockt wurden. Alle Hochachtung dem Horizonte-Team von Koblenz-Touristik und Förderverein Kultur im Café Hahn, die mit Hilfe etlicher Sponsoren organisatorisch, logistisch, auch verkehrsmäßig und vor allem mit dem Programmangebot ein wahres Meisterstück vollbrachten!
Durch die hohen Festungsmauern war es auf Ehrenbreitstein auch diesmal möglich, gleichzeitig auf zwei Bühnen spielen zu lassen, ohne dass Soundprobleme entstehen. Durch die halbstündigen Überschneidungen konnte man auch von der parallel spielenden Gruppe etwas Musik kosten, was die Besucher sicher freute.
Die Musiker bedienten ein breites Spektrum – vom leisen Folk über Jazz und wilden Rock bis hin zu Reggae, lateinamerikanischen Rhythmen und traditionellen Klängen aus Indien, Asien, Afrika oder Bulgarien. Neben neuen Namen brillierten und begeisterten bekannte Größen – die holländisch-brasilianische Elektrofunk-Formation Zucco 103, der algerische Worldbeat Virtuose Djamel Laroussi, die wilde russische Band Markscheider Kunst aus St. Petersburg, die spanische Sängerin Amparo Sanchez mit ihrer Band Amparanoia und last not least Quadro Nuevo, die tolle Tangotruppe aus der Schweiz. So wurden wie Horizonte wirklich erweitert. Zwar fehlte der Blick in die Nähe, deutsche Gruppen und Liedermacher waren nicht vertreten – doch das war wohl auch das Konzept.
Wie auf solchen Festivals üblich, boten auch auf Ehrenbreitstein einige Stände Kleidung, Waren und Speisen aus fernen Ländern an. Wem das alles zu viel wurde, der konnte das Festivalgelände verlassen und in Ruhe auf dem Vorhof der Festung die wunderschöne Aussicht auf Rhein und Mosel bei Sonnenuntergang genießen.
Es lohnt sich, das Festival zu besuchen – allerdings sollte man Getränke zu Hause lassen. Die Taschenkontrollen verzögern den Eintritt in die Festung erheblich.
**
VII. Und noch’n Gedicht:
Was du nicht kennst, das, meinst du, soll nicht gelten?
Was du nicht kennst, das, meinst du, soll nicht gelten?
Du meinst, daß Phantasie nicht wirklich sei?
Aus ihr allein erwachsen künftige Welten:
In dem, was wir erschaffen, sind wir drei.
Michael Ende
Ja, da ist der Michael zu Ende, wünscht allen noch einen schönen Sommer, vielleicht mit viel Musik z.B. in den Rheinauen (vgl. http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu).
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
Hier finden Sie Informationen und Reflexionen zum interreligiösen Dialog in Bonn und Umgebung. Termine werden hier nicht mehr eingestellt, sondern spontan per E-Mail an Interessierte weitergeleitet. Verantwortlich für diese Seite ist Dr. Michael A. Schmiedel. Kontakt über: michael.a.schmiedel [] gmx.de
Mittwoch, August 03, 2005
Montag, Juli 25, 2005
Interreligiöser Rundbrief Nr. 114 - 3. Nachtrag
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 114 – 3. Nachtrag:
(25.7.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche werde ich es nicht mehr schaffen, den interrel. Rb. Nr. 115 fertig zu stellen, da zu viele andere Arbeiten noch zu erledigen sind. Wer also noch Veranstaltungshinweise oder anderes dafür hat, kann es mir noch bis kommenden Freitag (29.7.) zuschicken.
In der nächsten Woche wird wieder das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit auf dem Bonner Münsterplatz stattfinden: Donnerstag, 4.8.2005, 17.30-17.45 Uhr.
Vielleicht schaffe ich es bis nächste Woche dann auch, noch die Buchrezension von Johannes O. Ulrichs „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ fertig zu haben. Die Rezension zum Tagungsband des II. Internationalen Said Nursi Symposiums wird auf jeden Fall drin sein.
Eine schöne sommerliche Woche wünscht,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel.
(25.7.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche werde ich es nicht mehr schaffen, den interrel. Rb. Nr. 115 fertig zu stellen, da zu viele andere Arbeiten noch zu erledigen sind. Wer also noch Veranstaltungshinweise oder anderes dafür hat, kann es mir noch bis kommenden Freitag (29.7.) zuschicken.
In der nächsten Woche wird wieder das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit auf dem Bonner Münsterplatz stattfinden: Donnerstag, 4.8.2005, 17.30-17.45 Uhr.
Vielleicht schaffe ich es bis nächste Woche dann auch, noch die Buchrezension von Johannes O. Ulrichs „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ fertig zu haben. Die Rezension zum Tagungsband des II. Internationalen Said Nursi Symposiums wird auf jeden Fall drin sein.
Eine schöne sommerliche Woche wünscht,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel.
Samstag, Juni 25, 2005
Interreligiöser Rundbrief Nr. 114 - 2. Nachtrag
Interreligiöser Rundbrief Nr. 114 – 2. Nachtrag
(25.6.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
hier habe ich noch Termine zweier Veranstalter, und zwar vom Abrahamszelt e.V. und von der Buddhistischen Hochschulgruppe Bonn.
Oh sorry, erstere hat sich erledigt, denn die bezog sich auf den 23. Juni. Entschuldige bitte, lieber Jalil, so flexibel bin ich dann auch wieder nicht. Ich sollte mir so was wie Redaktionsschluss-Zeiten einfallen lassen.
Ja, bitte merken: Der nächste interrel. Rundbrief kommt erst in der letzten Juliwoche, und der Einsendeschluss für Termine ist der 25.7.2005. Ich habe derzeit viel mit meiner Dissertation und musikjournalistischen Aufträgen zu tun, und zusätzlich wurde ich von WCRP-Seite her gebeten, einen speziellen WCRP-Rundbrief herauszugeben. So muss ich den interrel. Rundbrief ein bisschen straffen, und kann nicht jeden zwischendurch einkommenden Veranstaltungshinweis sofort weiter geben.
*
Hier aber drei Hinweise von der BSHG im O-Ton von Susanne Petri:
Udo Yesche Regel - Vortrag am 6.7. in Hörsaal 3 'Traditioneller und westlicher Buddhismus. - Die Globalisierung des Dharma' um 20 Uhr.
DER TERMIN FÄLLT LEIDER AUS:
Trungram Gyältrül Rinpoche - am 7.7. Vortrag über 'Gampopa - the Monk and the Yogi' (mit den Untertiteln Biographical evidence on the tension that informed Gampopas religious quest und Some important doctrinal views of Gampopa) um 20 Uhr in Raum 3 in Englisch.
DER TERMIN FÄLLT LEIDER AUS:
Am nächsten Tag, Freitag, den 8.7. gibt er eine Einführung in die Meditation um 18 Uhr (weil die Uni freitags um 20 Uhr zumacht) in Hörsaal 17 am englischen Seminar.
Wäre schön, möglichst viele von Euch da zu sehen [...].
Machts gut
Susanne
*
Und hier noch ein Hinweis auf ein religionswissenschaftliche Tagung in Bremen, die via Yggdrasill-Liste kam:
Liebe Listenleser,
liebe Listenleserinnen,
im Herbst dieses Jahres (30.9.-2.10.) veranstalte ich eine internationale Fachtagung zum Thema "Global Networking and Locality: Sufis in Western Societies" an der Universität Bremen. Geladen sind ReferentInnen aus den USA, Kanada, Niederlande, Großbritannien und Deutschland. Den Veranstaltungsplan habe ich angefügt.
Die Tagung ist geöffnet für Interessierte, die zum Thema arbeiten bzw. arbeiten möchten. Teilnahmegebühren gibt es keine, allerdings ist die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt, damit ein intensiver Austausch aller Anwesenden möglich bleibt. Darum ist eine vorherige Anmeldung notwendig.
Anmeldungen bitte an das Sekretariat, Uta Gentsch:
gentsch@uni-bremen.de bzw. 0421-218-3287
Bei der Suche nach Übernachtungsplätzen sind wir Ihnen gerne behilflich.
Mit freundlichem Gruß,
Gritt Klinkhammer
*
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
(25.6.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
hier habe ich noch Termine zweier Veranstalter, und zwar vom Abrahamszelt e.V. und von der Buddhistischen Hochschulgruppe Bonn.
Oh sorry, erstere hat sich erledigt, denn die bezog sich auf den 23. Juni. Entschuldige bitte, lieber Jalil, so flexibel bin ich dann auch wieder nicht. Ich sollte mir so was wie Redaktionsschluss-Zeiten einfallen lassen.
Ja, bitte merken: Der nächste interrel. Rundbrief kommt erst in der letzten Juliwoche, und der Einsendeschluss für Termine ist der 25.7.2005. Ich habe derzeit viel mit meiner Dissertation und musikjournalistischen Aufträgen zu tun, und zusätzlich wurde ich von WCRP-Seite her gebeten, einen speziellen WCRP-Rundbrief herauszugeben. So muss ich den interrel. Rundbrief ein bisschen straffen, und kann nicht jeden zwischendurch einkommenden Veranstaltungshinweis sofort weiter geben.
*
Hier aber drei Hinweise von der BSHG im O-Ton von Susanne Petri:
Udo Yesche Regel - Vortrag am 6.7. in Hörsaal 3 'Traditioneller und westlicher Buddhismus. - Die Globalisierung des Dharma' um 20 Uhr.
DER TERMIN FÄLLT LEIDER AUS:
Trungram Gyältrül Rinpoche - am 7.7. Vortrag über 'Gampopa - the Monk and the Yogi' (mit den Untertiteln Biographical evidence on the tension that informed Gampopas religious quest und Some important doctrinal views of Gampopa) um 20 Uhr in Raum 3 in Englisch.
DER TERMIN FÄLLT LEIDER AUS:
Am nächsten Tag, Freitag, den 8.7. gibt er eine Einführung in die Meditation um 18 Uhr (weil die Uni freitags um 20 Uhr zumacht) in Hörsaal 17 am englischen Seminar.
Wäre schön, möglichst viele von Euch da zu sehen [...].
Machts gut
Susanne
*
Und hier noch ein Hinweis auf ein religionswissenschaftliche Tagung in Bremen, die via Yggdrasill-Liste kam:
Liebe Listenleser,
liebe Listenleserinnen,
im Herbst dieses Jahres (30.9.-2.10.) veranstalte ich eine internationale Fachtagung zum Thema "Global Networking and Locality: Sufis in Western Societies" an der Universität Bremen. Geladen sind ReferentInnen aus den USA, Kanada, Niederlande, Großbritannien und Deutschland. Den Veranstaltungsplan habe ich angefügt.
Die Tagung ist geöffnet für Interessierte, die zum Thema arbeiten bzw. arbeiten möchten. Teilnahmegebühren gibt es keine, allerdings ist die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt, damit ein intensiver Austausch aller Anwesenden möglich bleibt. Darum ist eine vorherige Anmeldung notwendig.
Anmeldungen bitte an das Sekretariat, Uta Gentsch:
gentsch@uni-bremen.de bzw. 0421-218-3287
Bei der Suche nach Übernachtungsplätzen sind wir Ihnen gerne behilflich.
Mit freundlichem Gruß,
Gritt Klinkhammer
*
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
Freitag, Juni 03, 2005
Interreligiöser Rundbrief Nr. 114 – 1. Nachtrag
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 114 – 1. Nachtrag
(03.06.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
kaum habe ich einen Rundbrief raus geschickt, kommen die Mails mit Ergänzungen dazu, d.h., es kam nur eine Mail, denn den zweiten Hinweis las ich auf einem Plakat an der esg, als ich da vorbei ging.
Und weiter unten kommt dann noch eine E-Mail zu dem schon angekündigten WCRP AK in Köln und ein Hinweis von mir zu dem interrel. Gesprächskreis.
1.
zugeschickt von Johannes Otto Ulrich:
„Mutter Indien“ im Frauenmuseum Bonn
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Mythos Mutter“ findet am Sonntag, den 5. Juni 2005, eine originell gestaltete Indienveranstaltung statt. Das grosse Thema „Mutter- Indien“ wird versucht mit philosophischen, musikalischen und tänzerischen Elementen einzurahmen und zu erläutern. Geboten wird indischer Odissitanz (Sangeeta Dash, Pondicherry, Südindien), indischer Gesang und Instrumentalmusik der Musikgruppe Anubhab aus Kalkutta. Ausserdem werden mitwirken Garita Stieber vom ´Tanz des Herzens`, Köln, und Hira Traut aus Pondicherry.
Geleitet wird der Abend von Dr. ind. Gunhild Jellinek.
In der Pause wird ein orientalischer Imbiss angeboten.
Beginn ist um 19 Uhr, Im Krausfeld 10, Bonn
**
2.
gelesen auf einem Plakat:
Interreligiöser Dialog? Diskussionsabend
Wie kann der interreligiöse Dialog das Zusammenleben in einer globalisierten Welt fördern?
Gibt es gemeinsame Wergrundlagen?
Wo sind die Grenzen?
Ort: esg Bonn, Königstraße 88, Bonn, Clubraum II
Zeit: Di 7.6.2005, 19.30Uhr
(Da würde ich ja gerne hingehen, aber wir haben dann WCRP AK in Köln.)
**
3.
zugeschickt von Annette Esser (Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn):
Liebe Freunde und Mitarbeiter von WCRP,
Hiermit möchte ich euch noch einmal alle zu unserem Arbeitskreis am 7.Juni um 19 Uhr im Donforum (Raum 5.7) einladen.
Tagungsordnungspunkte werden sein;
- Vorstellung und Diskussion verschiedener interreligiöser Projekte, an denen wir uns beteiligen können bzw. die wir selbst vor Ort initiieren wollen;
- Neue Konzept der Mitgliedschaft und Bezug der WCRP Informationen;
- Bericht über Graz und über den Kirchentag
- Frage der zukünftigen Leitung von und der Mitarbeit bei WCRP Köln / Bonn
- Planung des Programms für das nächste Jahr;
- Sonstiges.
Da Michael und ich selbst auch im nächsten Jahr nur begrenzt einsatzfähig sein werden, ist es wichtig zu überlegen wie es konkret mit unserer Arbeit weiter gehen soll und wer welche Aufgaben übernehmen kann.
Am 18. Juni findet auch das Treffen des Geschäftsausführenden Ausschusses von WCRP Deutschland in Köln statt, an dem Michael und ich teilnehmen sollen. Auch dabei können wir dann unsere Vorschläge und Wünsche einbringen.
In der Hoffnung, dass viele von euch kommen können.
Mit vielen Grüssen,
Annette
**
4. Interreligiöser Gesprächskreis in Bonn:
Wir saßen gestern Abend wieder zusammen in kleiner Runde, und es ging zumindest offiziell über das Thema „Religiöser Fanatismus“, das wir anhand des Beispiels einer traditionellen muslimischen Familie, die ihre Tochter nicht am gemischtgeschlechtlichen Schwimmunterricht teilnehmen lässt und der Frage, ob die Schulbehörde da ihre Vorstellungen durchsetzen sollte oder dabei selber in die Gefahr liefe, fanatisch zu werden, behandelten. Zum Vergleich brachten wir das Beispiel eine Punk-Paares, das sein Kind überhaupt nicht in die Schule schicken will. Da sind immer schwierige Fälle, wo das Recht der Eltern, die Kinder gemäß der eigenen Kultur zu erziehen, das individuelle Recht auf Selbstbestimmung des mit 14 Jahren gesetzmäßig religiös mündigen Jugendlichen, und dem Interesse des Staates, alle Staatsbürger zu integrieren, berücksichtigt werden müssen. Wir kamen dann aber bald zu allgemeineren Fragen inwiefern in unserer Zeit eine massenhafte Vereinheitlichung der Gesellschaft zu beobachten ist, die autonomen oder gar autarken Subkulturen kaum noch Spielräume bietet, oder aber gerade heute sich einzelne Menschen kollektiven Zwängen besser entziehen können als in früheren Jahrhunderten. Zu einem alle zufrieden stellenden Ergebnis kamen wir nicht.
Der nächste Gesprächskreis wird nicht im August, sondern erst im September stattfinden, und zwar mit dem Thema: „Wie können wir unseren eigenen Fanatismus erkennen und überwinden?“.
**
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
(03.06.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
kaum habe ich einen Rundbrief raus geschickt, kommen die Mails mit Ergänzungen dazu, d.h., es kam nur eine Mail, denn den zweiten Hinweis las ich auf einem Plakat an der esg, als ich da vorbei ging.
Und weiter unten kommt dann noch eine E-Mail zu dem schon angekündigten WCRP AK in Köln und ein Hinweis von mir zu dem interrel. Gesprächskreis.
1.
zugeschickt von Johannes Otto Ulrich:
„Mutter Indien“ im Frauenmuseum Bonn
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Mythos Mutter“ findet am Sonntag, den 5. Juni 2005, eine originell gestaltete Indienveranstaltung statt. Das grosse Thema „Mutter- Indien“ wird versucht mit philosophischen, musikalischen und tänzerischen Elementen einzurahmen und zu erläutern. Geboten wird indischer Odissitanz (Sangeeta Dash, Pondicherry, Südindien), indischer Gesang und Instrumentalmusik der Musikgruppe Anubhab aus Kalkutta. Ausserdem werden mitwirken Garita Stieber vom ´Tanz des Herzens`, Köln, und Hira Traut aus Pondicherry.
Geleitet wird der Abend von Dr. ind. Gunhild Jellinek.
In der Pause wird ein orientalischer Imbiss angeboten.
Beginn ist um 19 Uhr, Im Krausfeld 10, Bonn
**
2.
gelesen auf einem Plakat:
Interreligiöser Dialog? Diskussionsabend
Wie kann der interreligiöse Dialog das Zusammenleben in einer globalisierten Welt fördern?
Gibt es gemeinsame Wergrundlagen?
Wo sind die Grenzen?
Ort: esg Bonn, Königstraße 88, Bonn, Clubraum II
Zeit: Di 7.6.2005, 19.30Uhr
(Da würde ich ja gerne hingehen, aber wir haben dann WCRP AK in Köln.)
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3.
zugeschickt von Annette Esser (Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn):
Liebe Freunde und Mitarbeiter von WCRP,
Hiermit möchte ich euch noch einmal alle zu unserem Arbeitskreis am 7.Juni um 19 Uhr im Donforum (Raum 5.7) einladen.
Tagungsordnungspunkte werden sein;
- Vorstellung und Diskussion verschiedener interreligiöser Projekte, an denen wir uns beteiligen können bzw. die wir selbst vor Ort initiieren wollen;
- Neue Konzept der Mitgliedschaft und Bezug der WCRP Informationen;
- Bericht über Graz und über den Kirchentag
- Frage der zukünftigen Leitung von und der Mitarbeit bei WCRP Köln / Bonn
- Planung des Programms für das nächste Jahr;
- Sonstiges.
Da Michael und ich selbst auch im nächsten Jahr nur begrenzt einsatzfähig sein werden, ist es wichtig zu überlegen wie es konkret mit unserer Arbeit weiter gehen soll und wer welche Aufgaben übernehmen kann.
Am 18. Juni findet auch das Treffen des Geschäftsausführenden Ausschusses von WCRP Deutschland in Köln statt, an dem Michael und ich teilnehmen sollen. Auch dabei können wir dann unsere Vorschläge und Wünsche einbringen.
In der Hoffnung, dass viele von euch kommen können.
Mit vielen Grüssen,
Annette
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4. Interreligiöser Gesprächskreis in Bonn:
Wir saßen gestern Abend wieder zusammen in kleiner Runde, und es ging zumindest offiziell über das Thema „Religiöser Fanatismus“, das wir anhand des Beispiels einer traditionellen muslimischen Familie, die ihre Tochter nicht am gemischtgeschlechtlichen Schwimmunterricht teilnehmen lässt und der Frage, ob die Schulbehörde da ihre Vorstellungen durchsetzen sollte oder dabei selber in die Gefahr liefe, fanatisch zu werden, behandelten. Zum Vergleich brachten wir das Beispiel eine Punk-Paares, das sein Kind überhaupt nicht in die Schule schicken will. Da sind immer schwierige Fälle, wo das Recht der Eltern, die Kinder gemäß der eigenen Kultur zu erziehen, das individuelle Recht auf Selbstbestimmung des mit 14 Jahren gesetzmäßig religiös mündigen Jugendlichen, und dem Interesse des Staates, alle Staatsbürger zu integrieren, berücksichtigt werden müssen. Wir kamen dann aber bald zu allgemeineren Fragen inwiefern in unserer Zeit eine massenhafte Vereinheitlichung der Gesellschaft zu beobachten ist, die autonomen oder gar autarken Subkulturen kaum noch Spielräume bietet, oder aber gerade heute sich einzelne Menschen kollektiven Zwängen besser entziehen können als in früheren Jahrhunderten. Zu einem alle zufrieden stellenden Ergebnis kamen wir nicht.
Der nächste Gesprächskreis wird nicht im August, sondern erst im September stattfinden, und zwar mit dem Thema: „Wie können wir unseren eigenen Fanatismus erkennen und überwinden?“.
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Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
Dienstag, Mai 31, 2005
Interreligiöser Rundbrief Nr. 114
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 114
(31.5.2005)
Inhaltsverzeichnis:
I. Editorial 1
II. Veranstaltungshinweise. 2
II.1. Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn. 2
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 2.6.2005. 2
II.1.b. Interreligiöser Gesprächskreis Bonn am 2.6.2005. 2
II.1.c. Arbeitskreistreffen in Köln am 7.6.2005. 3
III. Rundbrief von Yesche Udo Regel 3
IV. Literaturtipps. 5
IV.1. Ethik der Weltreligionen von Michael Klöcker und Udo Tworuschka (zugeschickt von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste) 5
IV.2. Muslime in Europa von der Bundeszentrale für politische Bildung (zugesch. v. Michael Blume via Yggdrasill-Liste) 6
IV.3. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt von Johannes Otto Ulrich (zugesch. v. Johannes Otto Ulrich) 6
IV.4. Warum wir glauben. Zeit-Artikel von Ulrich Schnabel. 8
V. off-topic: Konzertrezensionen. 8
V.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005. 8
V.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich. 10
VI. Und noch’n Gedicht: Maiabend. 11
I. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
nun nehme ich mir die Zeit, mal wieder einen Hauptrundbrief zusammen zu stellen, wenn auch nur einen kurzen.
Zunächst noch einmal herzlichen Dank für die Spenden für die Reparatur und Aufrüstung des Computers, ohne den ich die Rundbriefe und auch meine Dissertation nicht schreiben könnte. Ich habe knapp 115 Euro ausgegeben und 88 davon von Ihnen erhalten, wobei das auch noch eine Lieblingszahl von meiner Frau und mir ist, was wiederum nichts mit damit zu tun hat, dass das H der 8. Buchstabe des Alphabetes ist – nicht, dass jemand die falschen Schlüsse zieht - sondern weil die 8 eine Symbol für die Unendlichkeit ist, weswegen z.B. Malas, also buddhistische Gebets- und Meditationsketten nicht 100, sondern 108 Kugeln haben.
Zu meiner Einführung in buddhistische Meditationspraktiken in der VHS Bornheim-Alfter kamen dank meines Notrufes noch drei Personen aus dem Rundbriefempfängerkreis hinzu, und anscheinend waren die Teilnehmer(innen) auch zufrieden, auch wenn ich kein Meditationslehrer bin.. Einer meinte, ich hätte die Ankündigung zu bescheiden zwischen den anderen im Rundbrief versteckt. So werde ich in Kürze eine eigene Internetseite für meine Vortragsangebote einrichten. Ich mache nicht so gerne aufdringliche Werbung für mich, aber ganz ohne geht es nicht.
Auch wenn ich ohnehin nicht gerne Werbung für gewerbliche Angebote mache, so möchte ich in diesem Rundbrief einen Rundbrief von Yesche Udo Regel wieder geben, der sein bescheidenes Auskommen eben mit Meditationsunterweisungen bestreitet. Er war mehrere Jahre buddhistischer Mönche, ist nun aber glücklich verheiratet mit Angelika Wild, die auch interessante Entspannungs-Kurse anbietet. Und warum sollte ein Meditationslehrer kein Geld damit verdienen, wenn Wissenschaftler und Künstler es doch auch tun, immer vorausgesetzt, es interessiert sich jemand für ihre Arbeit?
Gelder gestrichen wurden hingegen zwei wichtigen Einrichtungen, nämlich der Religionskundlichen Sammlung in Marburg (http://www.uni-marburg.de/relsamm/), dem „Mekka“ der Studierenden unseres Faches und der Katholischen Hochschulgemeinde in Bonn (http://www.khgbonn.de/html/frame2b.html), die nicht nur für katholische Studierende immer ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen bot und mit dem Pavillon im Garten über der Mauer Rhein auch ein beliebtes Café und nicht zu vergessen das Wohnheim Newmanhaus. Angesichts solcher gigantomanischen Vergnügungsarenen wie der neuen Allianz-Arena in München wundere ich mich schon, wofür das Geld ausgegeben wird und wo es fehlt. Aber schon im alten Rom werden Kolosseum und Circus Maximus Gelder verschlungen haben, die anderswo fehlten. Seneca oder andere Philosophen werden da bestimmt schon damals drüber lamentiert haben.
Apropos München: Die Bundesgartenschau lohnt nicht wirklich, auch nicht dar darin befindliche „Ort der Weltreligionen“, es sei denn, man ist ohnehin vor Ort. Dann kann man übrigens mit der U- oder S-Bahn ein Ticket lösen, das den Eintrittspreis enthält, als 14,-/erm. 12,- Euro, wobei es nicht einfach ist, den Bahnkartenverkäufern klar zu machen, dass ein Studierendenausweis eine Immatrikulationsbescheinigung ist, und eben nicht nur beweist, dass man studiert, sondern dass man auch wirklich immatrikuliert ist.
Nun aber genug gekümt, jetzt kommen die Ankündigungen:
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II. Veranstaltungshinweise
II.1. Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 2.6.2005
Das SFG findet wie jeden 1. Donnerstag im Monat wieder vom 17.30 Uhr bis 17.45 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn statt, und alle sind herzlich dazu eingeladen.
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II.1.b. Interreligiöser Gesprächskreis Bonn am 2.6.2005
Der interreligiöse Gesprächskreis findet ieder bei Lioba von Lovenberg in der Argelanderstraße 6 in Bonn von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr statt.
Beim letzen Mal hatten wir das Thema „Selbstverwirklichung“. Dabei kamen wir letztlich nicht ganz auf einen Nenner darüber, was denn das zu verwirklichende Selbst letztlich überhaupt ist, ob das Ego als psychologisch-kognitive Funktion des biologischen Organismus Mensch oder die spirituelle, göttliche Wesenheit des Menschen, die unter den Zwiebelschalen des Ego verborgen ist. Einig waren wir uns darüber, dass ein Ausleben der individuellen Bedürfnisse und Interessen nicht das Leid anderer nach sich ziehen darf und auch, dass Selbsterkenntnis eine wichtiges Unterfangen des Menschen sein soll, wenn er sich und anderen nützen will, und dass das unternehmen der Selbsterkenntnis das ganze Leben begleitet und nicht anderen Bereichen des Lebens zeitlich voraus geht. Selbstverwirklichung ohne Selbsterkenntnis aber ist nicht möglich.
Das Thema am 2. Juni wird sein: Thema: Religiöser Fanatismus.
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II.1.c. Arbeitskreistreffen in Köln am 7.6.2005
Der AK von Religions for Peace Köln / Bonn trifft sich am 7.6.2005 um 19 Uhr im Domforum Köln, in welchem Raum weiß ich noch nicht, aber wer interessiert ist, bei uns mitzumachen, ist herzlich willkommen. Ggf. rufen Sie mich kurz vorher an oder schicken mir eine E-Mail.
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III. Rundbrief von Yesche Udo Regel
Yesche U. Regel und Angelika Wild-Regel
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
Sehr geehrte EmpfängerInnen,
ab sofort öffnen wir unsere Donnerstag Meditations-Kurse von 18.00 - 19.30 Uhr für alle, die spontan bzw. unregelmäßig zur Meditation kommen wollen oder es nicht anders können. Bisher hatten wir für diese Zeit genau wie für die Themenkurse (von 20.00 -21.45 Uhr) am Donnerstag Einstiegs- und Fortsetzungsabende geplant, zu den man sich dann verbindlich anmelden sollte. Jetzt möchten wir diese Meditationszeit zwar weiterhin im Stile eines aufbauenden Kurses einem Meditations-Thema widmen, das auch über mehrere Wochen hinweg aufbauend unterrichtet wird, wir wollen es jedoch gleichzeitig ermöglichen, dass an Meditation in einer Gruppe Interessierte nur einmalig oder gelegentlich an allen diesen Abenden teilnehmen können.
Vom Donnerstag, den 19. Mai bis zum 23. Juni ist unser Thema "Meditation zur Entwicklung von Geistesruhe und Achtsamkeit". In einer Sequenz von Anleitungen zur Shamatha bzw. Schi-nä - Meditation orientieren wir uns an einem Text aus dem tibetischen Buddhismus, der jedoch ganz im Einklang mit allen grundlegenden buddhistischen Meditationen ist.
Da wir auch gerne jüngere Menschen in unserer Praxis begrüßen würden, bieten wir allen Schülern und Studenten unter 30 Jahren eine 50 % Ermäßigung auf unsere Beiträge.
Ein Meditations-Abend kostet dann 5,- €, ein Themen-Abend 7,50 € und ein ganzer Abend von 18.00 - 21.45 Uhr 10,- €.
Bei den Themen-Abenden bleibt jedoch das Prinzip der Einstiegs- und aufbauenden Fortsetzungs-Abende bestehen.
Am kommenden Donnerstag, den 19. Mai ist für den Themen-Abend der zweite und letzte Einstiegs-Abend für den Kurs "Die achtsame Anwendung der Paramitas im täglichen Leben". Wir wollen in den nächsten Wochen insbesondere die Paramita der Geduld beleuchten.
An den kommenden Mittwochen 18. und 25. Mai, sowie am 1., 15. und 22. Juni, sowie am 6. und 13. Juli findet außerdem von 17.00 - 18.00 Uhr eine Stille Meditationsstunde mit Angelika statt. Diese stellt ein kostenfreies Angebot, ggf. mit Dana (Spende), dar.
Vom 20.- 22. Mai 2005 findet unser erster Wochenendkurs im Paramita-Projekt in Bonn statt. Wir beginnen mit Buddhas erster Lehrrede über "Die Vier Edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad". Es sind noch Plätze frei und es ist auch möglich nur tageweise an diesem Wochenende teilzunehmen. Die Kosten von 75,- € werden dann gesplittet, z.B. 15,- € für Freitag Abend ( 20.00 - 21.45 Uhr), 40,- € für Samstag (10.00 - 18.00 Uhr) und 20,- € für Sonntag (9.00 - 13.00 Uhr).
In den nächsten Tagen finden auch wieder zwei tibetisch-buddhistische Pujas in unserer Praxis statt:
Am Freitag, den 20. Mai ist um 8.00 Uhr eine Grüne Tara Puja
und am Samstag, den 21. Mai um 19.00 Uhr eine Tschenresig Puja (Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara).
Vorträge zu Stressbewältigung ... und Paramita-Projekt:
Ab Juni werden wir eine Reihe von öffentlichen Vorträgen in unserer Praxis anbieten, die auch im Bonner Stadtmagazin SCHNÜSS im Tageskalender erwähnt werden. Für 5,- € kann man dabei sein:
14. Juni 2005, 20.00 Uhr
Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn
Vortrag von Angelika Wild-Regel
21. Juni 2005, 20.00 Uhr
Die Meditation der Liebenden Güte (Metta)
Vortrag von Angelika Wild-Regel
24. Juni 2005, 20.00 Uhr
Wie Meditation das Leben heilsam verändern kann
Vortrag von Yesche U. Regel
Noch einmal der Hinweis auf das Wochenende am 28. und 29. Mai 2006:
Ayurvedische Ernährungslehre und Stressbewältigung durch Achtsamkeit
mit Angelika Moog und Angelika Wild-Regel
„Die Gesundheit erhalten“, lautet das Motto für dieses Frühjahrsangebot.
In diesem Seminar werden Einblicke in die ayurvedische Ernährungs- und Gesundheitslehre gegeben. Dabei lernen Sie die verschiedenen Konstitutionstypen und die darauf abgestimmte individuelle Ernährungs- und Lebensweise kennen.
Meditative Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen aus dem Programm
„Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ laden zu einem heilsamen Umgang mit sich selbst ein, und runden das Programm ab. Zeiten des Schweigens und des Austausches in der Gruppe wechseln sich ab.
Es wird am Samstag eine ayurvedische Mahlzeit gemeinsam in Achtsamkeit und Stille eingenommen.
Termin: Samstag 28.Mai 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Sonntag 29. Mai 10.00 Uhr -16.00 Uhr
Die Kosten: (inkl. einem ayurvedischen Mittagessen) 135,00 € pro Person.
Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen.
Kursleiterinnen:
Angelika Moog, Dipl. Oecotrophologin
Klientenzentrierte Gesprächsführung GwG,
Ayurveda-Ausbildung bei Dr. E.P. Jeevan, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery,
Ausbildung zur Fachberaterin für Ess-Störungen im Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen
und
Angelika Wild-Regel, Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Entspannungspädagogin, Kursleiterin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn,
buddhistische Meditation seit 1989,
Schülerin der 1997 verstorbenen buddhistischen Nonne Ayya Khema
Untermieter gesucht
Wir suchen auch weiterhin nach einem Untermieter, die oder der am Montag ganztägig und langfristig und am Dienstag bis mittags den Praxisraum mitbenutzen möchte. Zudem steht der Raum an einigen Wochenenden im Monat zur Verfügung. Der Raum ist geeignet für Yoga und andere Formen der Körperarbeit, sowie für unterschiedliche Kurse und Beratungen. Die Kosten sind Verhandlungssache.
Soviel für heute.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und liebe Grüße,
Yesche U. Regel und Angelika Wild-Regel
Wir versenden diese Rundmail an einen potentiellen Interessentenkreis im Raum Köln-Bonn. Wenn Sie diese Rundbriefe nicht empfangen möchten, so teilen Sie uns dies bitte mit. Danke.
Yesche U. Regel u. Angelika Wild-Regel
Auf der Heide 1, D-56729 Langenfeld/Eifel
Tel. 02655-962 840 (Yesche) und 02655-962 170 (Angelika)
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
jetzt auch in Bonn:
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
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IV. Literaturtipps
IV.1. Ethik der Weltreligionen von Michael Klöcker und Udo Tworuschka (zugeschickt von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste)
Sehr verehrte liebe Kolleginnen, sehr geehrte liebe Kollegen,
vor ca. zwei Wochen ist unser Handbuch "Ethik der Weltreligionen" (310 Seiten) in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (Darmstadt) erschienen. Der WBG-Preis beträgt € 29,90. Die Verlagsausgabe kostet € 39,90. Über Ihr Interesse an diesem Werk, an dem über 40 AutorInnen mitgearbeitet haben, würden wir uns freuen.
Pfingstliche Grüße von
Michael Klöcker & Udo Tworuschka.
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IV.2. Muslime in Europa von der Bundeszentrale für politische Bildung (zugesch. v. Michael Blume via Yggdrasill-Liste)
Liebe Freundinnen und Freunde des Dialoges,
häufig kommt nicht viel dabei heraus, wenn wieder einmal etwas nur "über" den Islam veröffentlicht wird, in dem nicht ein einziges Kapitel auch "von" Muslimen beigetragen wurde. Doch die Broschüre "Muslime in Europa" bildet eine sehr rühmliche Ausnahme.
Vor allem die Artikel von Jytte Klausen über die neue, muslimische Elite in der Politik Europas und auch der Artikel von Sabine Schiffer über die Mediendarstellung des Islam in Deutschland gehören zum Besten, was bisher in diesem Jahr dazu erschienen ist. Herausgeber der Zeitschrift ist niemand geringeres als die Bundeszentrale für politische Bildung, womit sich das Heft zum Zitieren auch uneingeschränkt eignet. Und das Beste: das gesamte Heft kann kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Dabei ist noch gar nicht Weihnachten! (-;
http://www.bpb.de/publikationen/4HO5HI,0,0,Muslime_in_Europa.html
Mit herzlichen Grüssen und einer ebenso herzlichen Leseempfehlung,
Michael Blume
CIG Region Stuttgart e.V.
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IV.3. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt von Johannes Otto Ulrich (zugesch. v. Johannes Otto Ulrich)
Am 13. Mai präsentierte der Autor sein Werk im Frauenmusuem in Bonn im Rahmen eines von ihm organisierten euro-orientalischen Maifestes mit Musik aus Indien und den britischen Inseln. Folgende Rezension schicke er mir dann für den Rundbrief zu, gab mir aber auch ein Buch mit, damit ich auch selbst noch eine schreibe, was indes noch aussteht.
REZENSION
der euro-orientalischen Erzählung:
Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt
Von
Johannes O. Ulrich
erschienen im Literatur Atelier Frauenmuseum Bonn, 2005
ISBN 3-928239-91-0
„Wo sind sie überhaupt, meine Europäer?“, dies fragt Königin Europa und ist bereit, dem Rat ihres Narren zu folgen, doch einmal die besten Märchenerfinder der Welt auf ihr Schloss einzuladen. Sie sollen einmal erzählen, wie Europa eine Seele und damit eine Zukunft bekommen könnte, weil dies, wie sie glaubt, weder von den Wissenschaften, noch den Priestern und Realpolitikern geleistet werden kann.
Dies ist der Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen Erzählung. Es ist der literarische Versuch, das Panorama europäischen Denkens in Bewegung zu bringen, was, wie täglich erkennbar ist, offenbar nicht von den „Euro-Profis“ geleistet werden kann, wie in einem zum Schmunzeln anregenden Couloir-Gespräch zu erkennen ist – der Leser meint, dabei zu sein.
Das Land von Königin Europa ist auf keiner Landkarte zu finden – normalerweise. „Normale Erwachsene werden dieses Land niemals finden, sie sind blind. Nur wer die Welt und ihre Probleme nicht versteht, bekommt Zugang in ein Land, das wir alle suchen.“ Damit wird der grosse Ansatz dieser Erzählung markiert, gleich zu Beginn, im Brief des Vaters an seine Tochter, er ist gerade in Russland unterwegs auf der Suche nach neuen Märchenerfindern, die die Welt doch so brauche.
Schon hier wird erkennbar, was nicht nur langer Tradition entspricht, sondern auch auf die prophetische Kraft dieser Erzählung deutet: die Zukunft Europas von Osten her zu denken. Es zeigt sich, auch dies ist nur eine Facette der Erzählung, denn Europa ist – wie die Erzählung höchst spannend entwickelt - auf dem besten Wege, was die Königin gerne hört, erneut zu einem „Reich der Mitte“ zwischen Ost und West zu werden. Das klingt tröstlich angesichts der allgemeinen Europamüdigkeit, nur was heißt das?
Die Antwort liegt im Geschehen am Ort der Erzählung, im Thronsaal von Königin Europa. Dieser könnte als Metapher für den sozialen Laborcharakter des Alltagsgeschehens verstanden werden, also nicht als geografischer Ort, offenbar kann dieser überall sein, wo „aufgeklärte Ungläubige“ mit Muslimen zusammentreffen. Der Thronsaal scheint für eine literarische Simulation und fiktionale Fortschreibung einer verfremdeten Alltagssituation zu stehen. Gleichwohl schimmert der märchenhaft anmutende Gegenwartsbezug stets durch. Literarisierung der Gegenwart als Versuch, durch erzählende Unterhaltung zu neuem Bewusstsein über Wege nach Europa zu kommen?
Im Thronsaal treffen sich Christen und Muslime, ob Beamte, Soldaten, Diplomaten oder Menschen wie Albert, der Lastwagenfahrer, natürlich auch die vielen Ungläubigen. Sie hören, Gott ist nicht tot, wie die Philosophen sagen und die Naturwissenschaftler es nutzen: Gott lebt – aber wohin führt er das Land von Königin Europa?
Die hier demonstrierte Erzählkunst – sie erinnert etwa an die Erzählungen eines Wilhelm Hauff, an Goethes Märchen, an 1001 Nacht - eine wegen seiner Vielschichtigkeit orientalisch anmutende Erzählkunst erscheint allein angemessen, dem komplexen Thema „Europa und der Islam in Europa“ gerecht werden zu können.
Rahmenhandlung und Binnenhandlung interagieren miteinander, in fruchtbarer Produktion werden immer neue Assoziationen und Bilder hervorgebracht, die sich dem Leser gleichsam als Spiegel gegenüber stellen und ihn selbstreflexiv fordern: Was macht das mit mir? Wie stehe ich selbst zu diesen Zukunftsbildern: Wenn die europäischen Muslime als wahre europäische Patrioten gesehen werden? Wenn der katholischen Kirche – als Beitrag zur Versöhnung mit dem Islam - die grosse Aufgabe zugeteilt wird, den Islam in Europa zu integrieren?
Die Erzählung drängt die Frage auf, könnte es in der Tat so sein, das die Zukunft Europas nicht von Brüssel, nicht vom Öl, nicht vom Terrorismus, sondern von den neuen Gottsuchern bestimmt wird? Etwa von Saladin al Hakim, dem deutschen Muslim, oder auch von einem Georgios Goldmund, dem orthodoxen Diakon aus Russland – sie wollen auch gefragt werden.
Allmählich ahnen die vielen staunenden Europäer im Thronsaal von Königin Europa, dass die Suche nach der Mitte Europas einer Schatzsuche gleicht, an der alle teilnehmen müssen, auch die Russen, aber auch die europäischen Muslime – und das macht die Lektüre dieser Erzählung zu einem Leseabenteuer.
Immer mehr neue Gedankenbilder quellen hervor, etwa wenn den staunenden Europäern im Thronsaal die Bedeutung des NICHTS vermittelt wird, oder wenn Shakuntala, die indische Erzählerin, die eigentlich eine Deutsche ist – sie ist mit ihrem Elephanten Ganesha ins Schloss gekommen - träumerisch davon erzählt, wie hart der Kampf darum tobt zu verhindern, dass die Welt vom Bösen befreit wird ... „die Menschen würden es nicht aushalten können.“
Der Lesende erkennt mehr und mehr, die ganze Erzählung ist durchwoben von einem geheimnisvollen Flechtwerk politischer und spiritueller Assoziationen, die, einem unüberschaubaren Labyrinth gleich, den Lesenden in seinen Bann zu ziehen vermögen.
Grosse Lektüre ist angesagt. Das Buch könnte zur Lektüre an den Schulen avancieren. Es vermittelt querschnittliches Europawissen und – scheinbar so nebenbei - was kein Geschichtsschulbuch erzählerisch zu leisten kann: Einblicke darin, dass das heutige Europa als gross gewordenes Kind auch eines arabisch-islamischen Kulturimpulses gesehen werden muss. Diese Ehrlichkeit vor der europäischen Geschichte würde als Beitrag zur Verständigung mit den Muslimen das Miteinander der Religionen und Völker in Europa sicherlich erleichtern. Es würde auch klären, was uns Europäer eigentlich zusammenhält: Die Milchquote, der Euro oder zukunftsweisende Erzählungen wie diese, die mit Recht den Titel tragen darf: Wie Königin Europa die Welt neu (!) entdeckt.
Der Autor, Johannes Otto Ulrich, war Eurobeamter und ist heute auch als Musiker in Bonn und in Pondicherry, in Südindien zuhause.
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IV.4. Warum wir glauben. Zeit-Artikel von Ulrich Schnabel.
Wahrscheinlich werden zwar einige schon, aber nciht alle die Zeit Nr. 2005/20 gekauft und gelesen haben, aber darin steht ein wirklch interessanter Artikel über Religion, Religionspsycholgie und Hirnforschung und mein Chaf der letzten drei Jahre, Sebastian Murken kommt darin auch zu Wort. Hier der Link zur Online-Version: http://www.zeit.de/2005/20/Glauben_
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V. off-topic: Konzertrezensionen
V.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005
Thomas Kannmacher – meist nur Tom genannt – ist wohl der dienstälteste Aktivist der irischen Musikszene in Bonn und hat dabei auch noch den Vorteil, dass er es als Musiklehrer in der Bonner Musikschule hauptberuflich machen kann. An diesem Abend gab es nun ein Doppelkonzert zweier Band, die aus seine Initiative zurück gehen.
Die Erkelteten sind eine Jugendband, bestehend aus sieben Jungs und Mädels im Alter um die 16 oder so. Ich hatte sie schon in der Rezension des 1. Bonner Irish Folkfestivals 2002 erwähnt, was bedeutet, dass sie tatsächlich nun seit drei Jahren aktiv sind, beharrlich üben und sich fort entwickeln. Ihre der Musiker(innen) werden mir noch nachgeliefert. Auf Uilleann Pipes, Whistles, Querflöte, Harfe, Gitarre, Geige, Bhodran und mit Gesang gaben unter Mitwirkung Toms auf Whistles und Cello ein feines, traditionelles Konzert, bei dem alles stimmte. Das klingt nun etwas sehr nach Schule, aber es ist ja auch eine Schulgruppe, und auch von anderen Schülern Toms wurde mir schon mal zugetragen, dass er eher ein Freund konservativerer Spielweisen sei, was eigentlich soviel bedeutet, dass seine irischen Vorbilder im 70er-Jahre-Folkrevival zu finden sind, wobei er vor allem Planxty gerne nennt. Aber ganz so streng, wie sich das jetzt anhört, ist es keineswegs, denn zum einen spielten sie unter den vielen Reels des Abend auch einen, den ich letztens von Foggy Stew hörte, der nach deren Info von Calico stammt und gemäß Toms Ansage „Up and down“ heißt und zwar schon in die Tradition eingegangen sei, insofern er hier und da auswendig gespielt würde, aber moderne Off-beats enthalte. Ich schreib ja auch schon, dass er mir balkanisch vorkam. Ein anderes Vorbild hörte ich aber auch aus den Arrangements heraus, noch mehr als bei den Erkelteten aber bei Rolling Wave.
Rolling Wave, die älteste bestehende Irish Folk Band Bonns gab an diesem Abend auf Geige, Uilleann Pipes, Whistles, zwei Gitarren, Bhodran und mit Gesang ihr Last Farwell, denn – so Tom – sie seien aus dem Schülerdasein herausgewachsen und passten nicht mehr in die städtische Musikschule, die ihnen Konzerte mit eigenen Einnahmen verbiete. Doe Wurzeln von Rolling Wave gehen bis 1984 zurück, und es ging noch eine andere Gruppe voraus. Den Namen erhielten sie Ende der 80er, seit wann die einzelnen Musiker(innen) dabei sind, weiß ich jetzt nicht, Stefan, der Gitarrist, seit 1989. Sie experimentierne schon mehr mit moderneren Einflüssen, aber oben erwähnten Einfluss einer altehrwürdigen irischen Formation, der Kulturbotschafter Irland schlechthin, nämlich der seit über 40 Jahren spielenden Chieftains hörte ich zuerst sehr deutlich zu Beginn eines meines Wissens schottischen Liedes namens „I have a wife of my own“ bei welchem sich Tom auf der Whistle, Sabrina auf der Geige und Näx auf der Pipe einzelne Fetzen der Melodie abwechselnd spielten und sich so gegenseitig zuwarfen. Das war für meine Ohren vielleicht der deutlichste, aber nicht der einzige Verweis auf die Häuptlinge. Dass es aber nicht darum geht, Spielweisen irischer Gruppen zu kopieren, sondern auch eigenes hinein zu bringen, zeigte Tom u.a. dadurch, dass er diesem Lied einen selbst geschriebenen deutschen Text einverleibte, um so eine Brücke zwischen Irland und Deutschland zu schlagen. Gegen Ende des Konzerts spielten und sangen die fünf ihrem Lehrer ein besonders Ständchen, und zwar hatten sie ein 30 Jahre altes Lied von Tom heraus gekramt, mit dem er damals Straßenmusik gemacht hatte. Ein Rahmen voller Rolling Wave-Fotos, eine Preisurkunde von 1994 und Dauerfreikarten für Konzerte von Ryans Airs schenkten sie ihm auch noch, bevor sie und die Erkelteten noch gemeinsam eine Abschlusssession gaben.
Ah, ich hab’s schon indirekt verraten: Rolling Wave als solche hören zwar auf, machen aber – wenn auch ohne Lehrer – als Ryans Airs weiter, und werden beim 4. BIFF auch dabei sein, inklusive Toms, allerdings „nur“ als Gastmusiker. Überhaupt geht das BIFF, das Sabrina ins Lebens rief, insofern auf Rolling Wave zurück, die ja auch die Hauptinitiatoren der Bonner Sessionszene waren. Darüber könnte man einiges schrieben, was vielleicht noch irgendwann kommt.
Dia Auflistung der Besetzung der beiden Bands kommt noch.
Infos im Internet:
http://www.Kannmachmusik.de
http://www.ryansairs.de/
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V.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Zum vierten Mal lud Sabrina Palm zum Bonner Irish Folk Festival ein. Das ursprünglich Konzept, ein Festival von Bonner Musikern für Bonner Musiker zu sein, war ja schon beim 2. BIFF durchbrochen worden, aber erstmals waren die Bonner Musiker in diesem Jahr in der Minderheit, denn von den drei Bands war nur noch eine aus Bonn. Ob so auch der gestiegene Eintrittspreis zu erklären ist, weiß ich nicht.
Ryan’s Airs eröffneten den Reigen. Wie schon in der Rezension von dem Konzert am 13.4.2005 erwähnt, ist Ryan’s Airs die Nachfolgeband von Rolling Wave und besteht aus Sabrina Palm (Fidddle), Näx = Alexander May (Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, Gesang), Stefan Hennes (Gitarre, Gesang), Andrea Fritz (Gitarre, Gesang) und Andreas Schneider (Bhodrán). Stilistisch bewegen sie sich zwischen den ihnen von ihrem ehemaligen Lehrer Tom Kannmacher nahe gebrachten Einfluss von Chieftains und Planxty und moderneren Einflüssen der Bands, bei denen Michael McGoldrick mitspielt(e). Zwischen den traditionell bis jazzig interpretierten Tunes boten sie einige Lieder, nicht nur von Andrea, sondern auch von Stefan und sogar von Näx gesungen. Letzterer, der ja sonst als virtuoser Piper berühmt ist (übrigens auch zu hören in der Filmmusik der Neuverfilmung von „Das Gespenst von Canterville“), hatte während seines Studienaufenthaltes in Glasgow ein lustiges Lied über Fußballer aufgeschnappt, das wirklich gute Laune verbreitete. Andrea sang ein Antikriegslied, das ich vor allem von Clannad kenne, und Stefan eines von Dan Ar Braz, dem bekannten bretonischen Gitarristen. Extra erwähnen möchte ich aber auch das Bhodrán-Spiel von Andreas (der in o.g. Filmmusik auch mitspielt), das nämlich nicht einfach nur schnell und rhythmisch, sondern sogar melodiös ist, so wie ich es mal bei den Rezension der Flook-Konzerte beschrieben hatte. Na ja, ganz so weit wie John Joe Kelly ist er noch nicht, aber er ist auf dem richtigen Weg! Der ehemalige Lehrer kam diesmal als Gastmusiker dazu. Tom sang seine selbstgedichtete Version von „I have a wife of my own“, bei der es um einen Steit zwischen Eheleuten geht, wobei er sich ein Segelboot kaufen will, um es zu Hause in den Gemüsegarten zu stellen, wovon sie – hier von Andrea personifiziert, obwohl Toms eigene Frau im Publikum lauschte – überhaupt nicht begeistert ist.
Die zweite Band des Abends war Déirin Dé aus Hamm in Westfalen in folgender Besetztung Ann Grealy (Gesang), Thomas Hecking (Diatonisches Akkordeon), Ulrike Steinborn (Geige), Tobias Kurig (Bouzouki), Benedikt (nein, nicht XVI., sondern) Terrahe (Bodhrán) und Regina Elling (Flute und Tin Whislte). Letztere spielt ja sonst bei Friel’s Kitchen mit und war in der Formation beim 2. BIFF schon dabei und vertrat an diesem Abend den abwesenden Colman Conolly. Regina und Ann sind also trotz der sichtbaren Ähnlichkeit nicht miteinander verwandt. Ann war die einzige „echte“ Irin beim 4.BIFF. Ihr Gesang war weich und sehr voll und voluminös, geradezu operntauglich, ihr Stil sehr modern, nicht nur bei einem allgemein bekannten Popsong, den sie zwischendurch zwecks Abwechslung darbot, sondern auch z.B. bei „The Newry Highway Man“, welches eigentlich völlig neu komponiert war und nur den bekannten Text noch enthielt. Die Tunes bewegten sich hauptsächlich in dem recht harten, fast schottischen Donegal Style, den Altan-Fans (so auch ich) zu würdigen wissen. Thomas zeigte seine Qualitäten nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch als witziger Ansager: Was ist die westfälische Version einer Kai Pirinha? Doppelkorn auf zerstoßener Zuckerrübe. Auch wusste er von einem japanischen Flötespieler zu berichten, dessen aus der Flöte tropfendes, von einem vorher verspeisten Kugelfisch stammendes, batteriesäureähnliches Kondenswasser Löcher in seine Hose brannte. Interssant fand ich auch die Bouzouki von Tobias, denn die schien mir übergroß zu sein, und er entlockte ihr teils metallisch harte, dann aber auch wieder ganz weiche, stets aber sehr rhythmische Klänge.
Eine Bouzouki spielte auch beim dritten Act eine wichtige Rolle. Die Amsterdamer Band Kill da Goose war nach neun Stunden Fahrtzeit mit einer Reifen- und zwei Motorpannen per Mietwagen, zuletzt von Leverkusen aus per Taxi gerade noch rechtzeitig in Bonn angekommen und musste ihren Soundcheck unmittelbar vor ihrem Auftritt nachholen. So klang es anfangs auch zu hart und schrill, dass die Ohren schmerzten, aber der Tonmeister am Mischpult bekam es dann doch auf die Reihe. Kaspar Laval (Bouzouki, Gesang. Low Whislte), Stijn van Beek (Uilleann Pipes, Low Whislte), Anneke Eijekboom (Fiddle) und Dudu Puente (E-Bass) zeigten sich vor allem von der instrumentellen Seite. Stijns quirliges Pipespiel erinnerte mich teilweise an das von Eoin Dillon von Kíla. Anneke fiddelte traditioneller dazu, Dudus Bass wirkte beruhigend dabei, kam aber gegen den hellen, aufgestachelten Hauptton seiner Mitspieler kaum an. Dudu stammt übrigens aus Asturien, wo es ja auch eine (neo)keltische Musiktradition gibt. Einige der Tunes stammten indes nicht aus dem keltischen oder westeuropäischen, sondern aus dem südosteuropäischen Raum, aus Mazedonien und der Türkei. Wie aufmerksame Leser meiner Rezensionen wissen, mag ich die Musik aus dieser Gegend unseres Subkontinents sehr gerne, auch wenn ich mich da wenig auskenne. Jedenfalls scheint es derzeit in der irischen Musik Mode zu sein, die beiden Musikregionen in diversen Tunes zumeinst recht jazzig miteinander zu verschmelzen, ein Trend, der für meine Ohren Wunderbares hervorbringt. Eine der Melodien hätte ich ohne die Ansage aber als bretonisch eingestuft. Ein einziges Lied brachten sie mit: „Streched out on your grave“ von Sinéad O’Connor, das Kaspar so expressiv sang, dass ich mich an Andy Irvine erinnerte, auch wenn die Stimmlage voller und weicher war. Und Stijn begleitete ihn auf den Pipes dabei mit einer sehr komplexen, sehnsuchtsvollen Melodie, so dass mir das gesamte Arrangement durch und durch ging.
Natürlich gab es dann eine Abschlusssession aller Musiker, von Thomas Hecking „dudeln in Rudeln“ genannt. Da brummte der Saal, und Sabrina hüfte vor Freude. Ich weiß gerade nicht, wie das Stück von Michael McGoldrick heißt, das sie da unter anderem spielten, aber ich liebe es sowohl von ihm selbst gespielt, als auch von den BIFF-Musikern an diesem Abend!
Bei der anschließenden Session im Fiddler’s war ich leider nicht dabei, und kann von daher auch nichts berichten.
Infos im Netz:
http://achimweimer.de/biff/
http://www.ryansairs.de/
http://www.deirinde.de/
Von Kill da Goose gibt es leider keine Homepage.
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VI. Und noch’n Gedicht: Maiabend
Das folgende Gedicht ist für eine Veröffentlichung eigentlich viel zu privat und daher unverständlich, da mögen sich mal Exegeten dran versuchen. Aber ich veröffentliche es hier allein wegen das Datums seiner Entstehung vor genau 20 Jahren.
Maiabend
Sonnenstrahlen grünes Laub durchdringen,
mit friedlichem Klang die Glocken fern erklingen,
der Sonne warme Strahlen nun vergehen,
die Nacht bricht an, den Abendwind, den hör’ ich wehen.
Ich denke an Italien, Finnland und Amerika,
vergangene Reisen, diesen Sommer bleib’ ich da,
Erinnerungen, die mich süß umsäuseln,
und wie Wolken am Geisteshimmel sich kräuseln.
In der Villa Adriana wär’ ich gerne
oder betracht von Smålands Hünengräbern den Himmel voller Sterne,
ließ gerne meine Beine in den Canyon baumeln
und würd’ von Morgensonnelicht umstrahlt an Päijännes Ufern taumeln.
Ich denke auch an Goethe, Jesus und Atréju,
die manchmal sich in mir tummeln voller Unruh’,
sie bewegen meine Brust auf ungeordnete Weise,
nur mit Müh’ mein Geist bringt sie auf rechte Gleise.
Und wenn ich so in Phantasie und Wirklichkeit
reise durch Vergängliches und Ewigkeit,
so fühl’ ich mich mal klein und mal ganz groß,
mal bin ich fest gebunden und mal los.
Ob nun die Eichen steh’n in Lahnstein oder Poroka,
ob’s nun Los Angeles oder auch Bel Aurum war,
ob nun Kim oder Ante oder Dirk,
ob Hyperion in Griechenland oder ich am Rhein hier wirk’,
ob in der Steppenfeste Caivallon oder auf dem Übungsplatz,
ob die Marksburg nun am Rhein steht oder in ’nem Büchersatz,
sie alle, Orte, Zeiten und Personen
in meinem Herzen mächtig thronen.
Sie sind mal innen, mal außen, mal fern und mal nah,
mal vergangen, gegenwärtig oder zukünftig gar,
sie sind, ganz egal, ob dir’s gefällt,
alle Bestandteil der menschlichen Welt.
Während ich hier so dichte
über Erlebnis und Geschichte,
so singen im Abendrot die Vögel ganz nett,
es dauert nicht lang, dann geh’ ich ins Bett.
(Michael A. Schmiedel, 31.5.1985)
**
In diesem Sinne wünsche ich allen, die das heute Abend noch lesen, a guats Nächtle, und überhaupt allen einen schönen Wechsel vom Frühling in den Sommer.
Ihr Michael A. Schmiedel
(31.5.2005)
Inhaltsverzeichnis:
I. Editorial 1
II. Veranstaltungshinweise. 2
II.1. Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn. 2
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 2.6.2005. 2
II.1.b. Interreligiöser Gesprächskreis Bonn am 2.6.2005. 2
II.1.c. Arbeitskreistreffen in Köln am 7.6.2005. 3
III. Rundbrief von Yesche Udo Regel 3
IV. Literaturtipps. 5
IV.1. Ethik der Weltreligionen von Michael Klöcker und Udo Tworuschka (zugeschickt von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste) 5
IV.2. Muslime in Europa von der Bundeszentrale für politische Bildung (zugesch. v. Michael Blume via Yggdrasill-Liste) 6
IV.3. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt von Johannes Otto Ulrich (zugesch. v. Johannes Otto Ulrich) 6
IV.4. Warum wir glauben. Zeit-Artikel von Ulrich Schnabel. 8
V. off-topic: Konzertrezensionen. 8
V.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005. 8
V.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich. 10
VI. Und noch’n Gedicht: Maiabend. 11
I. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
nun nehme ich mir die Zeit, mal wieder einen Hauptrundbrief zusammen zu stellen, wenn auch nur einen kurzen.
Zunächst noch einmal herzlichen Dank für die Spenden für die Reparatur und Aufrüstung des Computers, ohne den ich die Rundbriefe und auch meine Dissertation nicht schreiben könnte. Ich habe knapp 115 Euro ausgegeben und 88 davon von Ihnen erhalten, wobei das auch noch eine Lieblingszahl von meiner Frau und mir ist, was wiederum nichts mit damit zu tun hat, dass das H der 8. Buchstabe des Alphabetes ist – nicht, dass jemand die falschen Schlüsse zieht - sondern weil die 8 eine Symbol für die Unendlichkeit ist, weswegen z.B. Malas, also buddhistische Gebets- und Meditationsketten nicht 100, sondern 108 Kugeln haben.
Zu meiner Einführung in buddhistische Meditationspraktiken in der VHS Bornheim-Alfter kamen dank meines Notrufes noch drei Personen aus dem Rundbriefempfängerkreis hinzu, und anscheinend waren die Teilnehmer(innen) auch zufrieden, auch wenn ich kein Meditationslehrer bin.. Einer meinte, ich hätte die Ankündigung zu bescheiden zwischen den anderen im Rundbrief versteckt. So werde ich in Kürze eine eigene Internetseite für meine Vortragsangebote einrichten. Ich mache nicht so gerne aufdringliche Werbung für mich, aber ganz ohne geht es nicht.
Auch wenn ich ohnehin nicht gerne Werbung für gewerbliche Angebote mache, so möchte ich in diesem Rundbrief einen Rundbrief von Yesche Udo Regel wieder geben, der sein bescheidenes Auskommen eben mit Meditationsunterweisungen bestreitet. Er war mehrere Jahre buddhistischer Mönche, ist nun aber glücklich verheiratet mit Angelika Wild, die auch interessante Entspannungs-Kurse anbietet. Und warum sollte ein Meditationslehrer kein Geld damit verdienen, wenn Wissenschaftler und Künstler es doch auch tun, immer vorausgesetzt, es interessiert sich jemand für ihre Arbeit?
Gelder gestrichen wurden hingegen zwei wichtigen Einrichtungen, nämlich der Religionskundlichen Sammlung in Marburg (http://www.uni-marburg.de/relsamm/), dem „Mekka“ der Studierenden unseres Faches und der Katholischen Hochschulgemeinde in Bonn (http://www.khgbonn.de/html/frame2b.html), die nicht nur für katholische Studierende immer ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen bot und mit dem Pavillon im Garten über der Mauer Rhein auch ein beliebtes Café und nicht zu vergessen das Wohnheim Newmanhaus. Angesichts solcher gigantomanischen Vergnügungsarenen wie der neuen Allianz-Arena in München wundere ich mich schon, wofür das Geld ausgegeben wird und wo es fehlt. Aber schon im alten Rom werden Kolosseum und Circus Maximus Gelder verschlungen haben, die anderswo fehlten. Seneca oder andere Philosophen werden da bestimmt schon damals drüber lamentiert haben.
Apropos München: Die Bundesgartenschau lohnt nicht wirklich, auch nicht dar darin befindliche „Ort der Weltreligionen“, es sei denn, man ist ohnehin vor Ort. Dann kann man übrigens mit der U- oder S-Bahn ein Ticket lösen, das den Eintrittspreis enthält, als 14,-/erm. 12,- Euro, wobei es nicht einfach ist, den Bahnkartenverkäufern klar zu machen, dass ein Studierendenausweis eine Immatrikulationsbescheinigung ist, und eben nicht nur beweist, dass man studiert, sondern dass man auch wirklich immatrikuliert ist.
Nun aber genug gekümt, jetzt kommen die Ankündigungen:
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II. Veranstaltungshinweise
II.1. Religions for Peace / WCRP Köln / Bonn
II.1.a. Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit am 2.6.2005
Das SFG findet wie jeden 1. Donnerstag im Monat wieder vom 17.30 Uhr bis 17.45 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn statt, und alle sind herzlich dazu eingeladen.
*
II.1.b. Interreligiöser Gesprächskreis Bonn am 2.6.2005
Der interreligiöse Gesprächskreis findet ieder bei Lioba von Lovenberg in der Argelanderstraße 6 in Bonn von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr statt.
Beim letzen Mal hatten wir das Thema „Selbstverwirklichung“. Dabei kamen wir letztlich nicht ganz auf einen Nenner darüber, was denn das zu verwirklichende Selbst letztlich überhaupt ist, ob das Ego als psychologisch-kognitive Funktion des biologischen Organismus Mensch oder die spirituelle, göttliche Wesenheit des Menschen, die unter den Zwiebelschalen des Ego verborgen ist. Einig waren wir uns darüber, dass ein Ausleben der individuellen Bedürfnisse und Interessen nicht das Leid anderer nach sich ziehen darf und auch, dass Selbsterkenntnis eine wichtiges Unterfangen des Menschen sein soll, wenn er sich und anderen nützen will, und dass das unternehmen der Selbsterkenntnis das ganze Leben begleitet und nicht anderen Bereichen des Lebens zeitlich voraus geht. Selbstverwirklichung ohne Selbsterkenntnis aber ist nicht möglich.
Das Thema am 2. Juni wird sein: Thema: Religiöser Fanatismus.
*
II.1.c. Arbeitskreistreffen in Köln am 7.6.2005
Der AK von Religions for Peace Köln / Bonn trifft sich am 7.6.2005 um 19 Uhr im Domforum Köln, in welchem Raum weiß ich noch nicht, aber wer interessiert ist, bei uns mitzumachen, ist herzlich willkommen. Ggf. rufen Sie mich kurz vorher an oder schicken mir eine E-Mail.
*
III. Rundbrief von Yesche Udo Regel
Yesche U. Regel und Angelika Wild-Regel
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
Sehr geehrte EmpfängerInnen,
ab sofort öffnen wir unsere Donnerstag Meditations-Kurse von 18.00 - 19.30 Uhr für alle, die spontan bzw. unregelmäßig zur Meditation kommen wollen oder es nicht anders können. Bisher hatten wir für diese Zeit genau wie für die Themenkurse (von 20.00 -21.45 Uhr) am Donnerstag Einstiegs- und Fortsetzungsabende geplant, zu den man sich dann verbindlich anmelden sollte. Jetzt möchten wir diese Meditationszeit zwar weiterhin im Stile eines aufbauenden Kurses einem Meditations-Thema widmen, das auch über mehrere Wochen hinweg aufbauend unterrichtet wird, wir wollen es jedoch gleichzeitig ermöglichen, dass an Meditation in einer Gruppe Interessierte nur einmalig oder gelegentlich an allen diesen Abenden teilnehmen können.
Vom Donnerstag, den 19. Mai bis zum 23. Juni ist unser Thema "Meditation zur Entwicklung von Geistesruhe und Achtsamkeit". In einer Sequenz von Anleitungen zur Shamatha bzw. Schi-nä - Meditation orientieren wir uns an einem Text aus dem tibetischen Buddhismus, der jedoch ganz im Einklang mit allen grundlegenden buddhistischen Meditationen ist.
Da wir auch gerne jüngere Menschen in unserer Praxis begrüßen würden, bieten wir allen Schülern und Studenten unter 30 Jahren eine 50 % Ermäßigung auf unsere Beiträge.
Ein Meditations-Abend kostet dann 5,- €, ein Themen-Abend 7,50 € und ein ganzer Abend von 18.00 - 21.45 Uhr 10,- €.
Bei den Themen-Abenden bleibt jedoch das Prinzip der Einstiegs- und aufbauenden Fortsetzungs-Abende bestehen.
Am kommenden Donnerstag, den 19. Mai ist für den Themen-Abend der zweite und letzte Einstiegs-Abend für den Kurs "Die achtsame Anwendung der Paramitas im täglichen Leben". Wir wollen in den nächsten Wochen insbesondere die Paramita der Geduld beleuchten.
An den kommenden Mittwochen 18. und 25. Mai, sowie am 1., 15. und 22. Juni, sowie am 6. und 13. Juli findet außerdem von 17.00 - 18.00 Uhr eine Stille Meditationsstunde mit Angelika statt. Diese stellt ein kostenfreies Angebot, ggf. mit Dana (Spende), dar.
Vom 20.- 22. Mai 2005 findet unser erster Wochenendkurs im Paramita-Projekt in Bonn statt. Wir beginnen mit Buddhas erster Lehrrede über "Die Vier Edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad". Es sind noch Plätze frei und es ist auch möglich nur tageweise an diesem Wochenende teilzunehmen. Die Kosten von 75,- € werden dann gesplittet, z.B. 15,- € für Freitag Abend ( 20.00 - 21.45 Uhr), 40,- € für Samstag (10.00 - 18.00 Uhr) und 20,- € für Sonntag (9.00 - 13.00 Uhr).
In den nächsten Tagen finden auch wieder zwei tibetisch-buddhistische Pujas in unserer Praxis statt:
Am Freitag, den 20. Mai ist um 8.00 Uhr eine Grüne Tara Puja
und am Samstag, den 21. Mai um 19.00 Uhr eine Tschenresig Puja (Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara).
Vorträge zu Stressbewältigung ... und Paramita-Projekt:
Ab Juni werden wir eine Reihe von öffentlichen Vorträgen in unserer Praxis anbieten, die auch im Bonner Stadtmagazin SCHNÜSS im Tageskalender erwähnt werden. Für 5,- € kann man dabei sein:
14. Juni 2005, 20.00 Uhr
Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn
Vortrag von Angelika Wild-Regel
21. Juni 2005, 20.00 Uhr
Die Meditation der Liebenden Güte (Metta)
Vortrag von Angelika Wild-Regel
24. Juni 2005, 20.00 Uhr
Wie Meditation das Leben heilsam verändern kann
Vortrag von Yesche U. Regel
Noch einmal der Hinweis auf das Wochenende am 28. und 29. Mai 2006:
Ayurvedische Ernährungslehre und Stressbewältigung durch Achtsamkeit
mit Angelika Moog und Angelika Wild-Regel
„Die Gesundheit erhalten“, lautet das Motto für dieses Frühjahrsangebot.
In diesem Seminar werden Einblicke in die ayurvedische Ernährungs- und Gesundheitslehre gegeben. Dabei lernen Sie die verschiedenen Konstitutionstypen und die darauf abgestimmte individuelle Ernährungs- und Lebensweise kennen.
Meditative Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen aus dem Programm
„Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ laden zu einem heilsamen Umgang mit sich selbst ein, und runden das Programm ab. Zeiten des Schweigens und des Austausches in der Gruppe wechseln sich ab.
Es wird am Samstag eine ayurvedische Mahlzeit gemeinsam in Achtsamkeit und Stille eingenommen.
Termin: Samstag 28.Mai 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Sonntag 29. Mai 10.00 Uhr -16.00 Uhr
Die Kosten: (inkl. einem ayurvedischen Mittagessen) 135,00 € pro Person.
Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen.
Kursleiterinnen:
Angelika Moog, Dipl. Oecotrophologin
Klientenzentrierte Gesprächsführung GwG,
Ayurveda-Ausbildung bei Dr. E.P. Jeevan, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery,
Ausbildung zur Fachberaterin für Ess-Störungen im Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen
und
Angelika Wild-Regel, Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Entspannungspädagogin, Kursleiterin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn,
buddhistische Meditation seit 1989,
Schülerin der 1997 verstorbenen buddhistischen Nonne Ayya Khema
Untermieter gesucht
Wir suchen auch weiterhin nach einem Untermieter, die oder der am Montag ganztägig und langfristig und am Dienstag bis mittags den Praxisraum mitbenutzen möchte. Zudem steht der Raum an einigen Wochenenden im Monat zur Verfügung. Der Raum ist geeignet für Yoga und andere Formen der Körperarbeit, sowie für unterschiedliche Kurse und Beratungen. Die Kosten sind Verhandlungssache.
Soviel für heute.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und liebe Grüße,
Yesche U. Regel und Angelika Wild-Regel
Wir versenden diese Rundmail an einen potentiellen Interessentenkreis im Raum Köln-Bonn. Wenn Sie diese Rundbriefe nicht empfangen möchten, so teilen Sie uns dies bitte mit. Danke.
Yesche U. Regel u. Angelika Wild-Regel
Auf der Heide 1, D-56729 Langenfeld/Eifel
Tel. 02655-962 840 (Yesche) und 02655-962 170 (Angelika)
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
jetzt auch in Bonn:
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
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IV. Literaturtipps
IV.1. Ethik der Weltreligionen von Michael Klöcker und Udo Tworuschka (zugeschickt von Udo Tworuschka via Yggdrasill-Liste)
Sehr verehrte liebe Kolleginnen, sehr geehrte liebe Kollegen,
vor ca. zwei Wochen ist unser Handbuch "Ethik der Weltreligionen" (310 Seiten) in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (Darmstadt) erschienen. Der WBG-Preis beträgt € 29,90. Die Verlagsausgabe kostet € 39,90. Über Ihr Interesse an diesem Werk, an dem über 40 AutorInnen mitgearbeitet haben, würden wir uns freuen.
Pfingstliche Grüße von
Michael Klöcker & Udo Tworuschka.
*
IV.2. Muslime in Europa von der Bundeszentrale für politische Bildung (zugesch. v. Michael Blume via Yggdrasill-Liste)
Liebe Freundinnen und Freunde des Dialoges,
häufig kommt nicht viel dabei heraus, wenn wieder einmal etwas nur "über" den Islam veröffentlicht wird, in dem nicht ein einziges Kapitel auch "von" Muslimen beigetragen wurde. Doch die Broschüre "Muslime in Europa" bildet eine sehr rühmliche Ausnahme.
Vor allem die Artikel von Jytte Klausen über die neue, muslimische Elite in der Politik Europas und auch der Artikel von Sabine Schiffer über die Mediendarstellung des Islam in Deutschland gehören zum Besten, was bisher in diesem Jahr dazu erschienen ist. Herausgeber der Zeitschrift ist niemand geringeres als die Bundeszentrale für politische Bildung, womit sich das Heft zum Zitieren auch uneingeschränkt eignet. Und das Beste: das gesamte Heft kann kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Dabei ist noch gar nicht Weihnachten! (-;
http://www.bpb.de/publikationen/4HO5HI,0,0,Muslime_in_Europa.html
Mit herzlichen Grüssen und einer ebenso herzlichen Leseempfehlung,
Michael Blume
CIG Region Stuttgart e.V.
*
IV.3. Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt von Johannes Otto Ulrich (zugesch. v. Johannes Otto Ulrich)
Am 13. Mai präsentierte der Autor sein Werk im Frauenmusuem in Bonn im Rahmen eines von ihm organisierten euro-orientalischen Maifestes mit Musik aus Indien und den britischen Inseln. Folgende Rezension schicke er mir dann für den Rundbrief zu, gab mir aber auch ein Buch mit, damit ich auch selbst noch eine schreibe, was indes noch aussteht.
REZENSION
der euro-orientalischen Erzählung:
Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt
Von
Johannes O. Ulrich
erschienen im Literatur Atelier Frauenmuseum Bonn, 2005
ISBN 3-928239-91-0
„Wo sind sie überhaupt, meine Europäer?“, dies fragt Königin Europa und ist bereit, dem Rat ihres Narren zu folgen, doch einmal die besten Märchenerfinder der Welt auf ihr Schloss einzuladen. Sie sollen einmal erzählen, wie Europa eine Seele und damit eine Zukunft bekommen könnte, weil dies, wie sie glaubt, weder von den Wissenschaften, noch den Priestern und Realpolitikern geleistet werden kann.
Dies ist der Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen Erzählung. Es ist der literarische Versuch, das Panorama europäischen Denkens in Bewegung zu bringen, was, wie täglich erkennbar ist, offenbar nicht von den „Euro-Profis“ geleistet werden kann, wie in einem zum Schmunzeln anregenden Couloir-Gespräch zu erkennen ist – der Leser meint, dabei zu sein.
Das Land von Königin Europa ist auf keiner Landkarte zu finden – normalerweise. „Normale Erwachsene werden dieses Land niemals finden, sie sind blind. Nur wer die Welt und ihre Probleme nicht versteht, bekommt Zugang in ein Land, das wir alle suchen.“ Damit wird der grosse Ansatz dieser Erzählung markiert, gleich zu Beginn, im Brief des Vaters an seine Tochter, er ist gerade in Russland unterwegs auf der Suche nach neuen Märchenerfindern, die die Welt doch so brauche.
Schon hier wird erkennbar, was nicht nur langer Tradition entspricht, sondern auch auf die prophetische Kraft dieser Erzählung deutet: die Zukunft Europas von Osten her zu denken. Es zeigt sich, auch dies ist nur eine Facette der Erzählung, denn Europa ist – wie die Erzählung höchst spannend entwickelt - auf dem besten Wege, was die Königin gerne hört, erneut zu einem „Reich der Mitte“ zwischen Ost und West zu werden. Das klingt tröstlich angesichts der allgemeinen Europamüdigkeit, nur was heißt das?
Die Antwort liegt im Geschehen am Ort der Erzählung, im Thronsaal von Königin Europa. Dieser könnte als Metapher für den sozialen Laborcharakter des Alltagsgeschehens verstanden werden, also nicht als geografischer Ort, offenbar kann dieser überall sein, wo „aufgeklärte Ungläubige“ mit Muslimen zusammentreffen. Der Thronsaal scheint für eine literarische Simulation und fiktionale Fortschreibung einer verfremdeten Alltagssituation zu stehen. Gleichwohl schimmert der märchenhaft anmutende Gegenwartsbezug stets durch. Literarisierung der Gegenwart als Versuch, durch erzählende Unterhaltung zu neuem Bewusstsein über Wege nach Europa zu kommen?
Im Thronsaal treffen sich Christen und Muslime, ob Beamte, Soldaten, Diplomaten oder Menschen wie Albert, der Lastwagenfahrer, natürlich auch die vielen Ungläubigen. Sie hören, Gott ist nicht tot, wie die Philosophen sagen und die Naturwissenschaftler es nutzen: Gott lebt – aber wohin führt er das Land von Königin Europa?
Die hier demonstrierte Erzählkunst – sie erinnert etwa an die Erzählungen eines Wilhelm Hauff, an Goethes Märchen, an 1001 Nacht - eine wegen seiner Vielschichtigkeit orientalisch anmutende Erzählkunst erscheint allein angemessen, dem komplexen Thema „Europa und der Islam in Europa“ gerecht werden zu können.
Rahmenhandlung und Binnenhandlung interagieren miteinander, in fruchtbarer Produktion werden immer neue Assoziationen und Bilder hervorgebracht, die sich dem Leser gleichsam als Spiegel gegenüber stellen und ihn selbstreflexiv fordern: Was macht das mit mir? Wie stehe ich selbst zu diesen Zukunftsbildern: Wenn die europäischen Muslime als wahre europäische Patrioten gesehen werden? Wenn der katholischen Kirche – als Beitrag zur Versöhnung mit dem Islam - die grosse Aufgabe zugeteilt wird, den Islam in Europa zu integrieren?
Die Erzählung drängt die Frage auf, könnte es in der Tat so sein, das die Zukunft Europas nicht von Brüssel, nicht vom Öl, nicht vom Terrorismus, sondern von den neuen Gottsuchern bestimmt wird? Etwa von Saladin al Hakim, dem deutschen Muslim, oder auch von einem Georgios Goldmund, dem orthodoxen Diakon aus Russland – sie wollen auch gefragt werden.
Allmählich ahnen die vielen staunenden Europäer im Thronsaal von Königin Europa, dass die Suche nach der Mitte Europas einer Schatzsuche gleicht, an der alle teilnehmen müssen, auch die Russen, aber auch die europäischen Muslime – und das macht die Lektüre dieser Erzählung zu einem Leseabenteuer.
Immer mehr neue Gedankenbilder quellen hervor, etwa wenn den staunenden Europäern im Thronsaal die Bedeutung des NICHTS vermittelt wird, oder wenn Shakuntala, die indische Erzählerin, die eigentlich eine Deutsche ist – sie ist mit ihrem Elephanten Ganesha ins Schloss gekommen - träumerisch davon erzählt, wie hart der Kampf darum tobt zu verhindern, dass die Welt vom Bösen befreit wird ... „die Menschen würden es nicht aushalten können.“
Der Lesende erkennt mehr und mehr, die ganze Erzählung ist durchwoben von einem geheimnisvollen Flechtwerk politischer und spiritueller Assoziationen, die, einem unüberschaubaren Labyrinth gleich, den Lesenden in seinen Bann zu ziehen vermögen.
Grosse Lektüre ist angesagt. Das Buch könnte zur Lektüre an den Schulen avancieren. Es vermittelt querschnittliches Europawissen und – scheinbar so nebenbei - was kein Geschichtsschulbuch erzählerisch zu leisten kann: Einblicke darin, dass das heutige Europa als gross gewordenes Kind auch eines arabisch-islamischen Kulturimpulses gesehen werden muss. Diese Ehrlichkeit vor der europäischen Geschichte würde als Beitrag zur Verständigung mit den Muslimen das Miteinander der Religionen und Völker in Europa sicherlich erleichtern. Es würde auch klären, was uns Europäer eigentlich zusammenhält: Die Milchquote, der Euro oder zukunftsweisende Erzählungen wie diese, die mit Recht den Titel tragen darf: Wie Königin Europa die Welt neu (!) entdeckt.
Der Autor, Johannes Otto Ulrich, war Eurobeamter und ist heute auch als Musiker in Bonn und in Pondicherry, in Südindien zuhause.
*
IV.4. Warum wir glauben. Zeit-Artikel von Ulrich Schnabel.
Wahrscheinlich werden zwar einige schon, aber nciht alle die Zeit Nr. 2005/20 gekauft und gelesen haben, aber darin steht ein wirklch interessanter Artikel über Religion, Religionspsycholgie und Hirnforschung und mein Chaf der letzten drei Jahre, Sebastian Murken kommt darin auch zu Wort. Hier der Link zur Online-Version: http://www.zeit.de/2005/20/Glauben_
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V. off-topic: Konzertrezensionen
V.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005
Thomas Kannmacher – meist nur Tom genannt – ist wohl der dienstälteste Aktivist der irischen Musikszene in Bonn und hat dabei auch noch den Vorteil, dass er es als Musiklehrer in der Bonner Musikschule hauptberuflich machen kann. An diesem Abend gab es nun ein Doppelkonzert zweier Band, die aus seine Initiative zurück gehen.
Die Erkelteten sind eine Jugendband, bestehend aus sieben Jungs und Mädels im Alter um die 16 oder so. Ich hatte sie schon in der Rezension des 1. Bonner Irish Folkfestivals 2002 erwähnt, was bedeutet, dass sie tatsächlich nun seit drei Jahren aktiv sind, beharrlich üben und sich fort entwickeln. Ihre der Musiker(innen) werden mir noch nachgeliefert. Auf Uilleann Pipes, Whistles, Querflöte, Harfe, Gitarre, Geige, Bhodran und mit Gesang gaben unter Mitwirkung Toms auf Whistles und Cello ein feines, traditionelles Konzert, bei dem alles stimmte. Das klingt nun etwas sehr nach Schule, aber es ist ja auch eine Schulgruppe, und auch von anderen Schülern Toms wurde mir schon mal zugetragen, dass er eher ein Freund konservativerer Spielweisen sei, was eigentlich soviel bedeutet, dass seine irischen Vorbilder im 70er-Jahre-Folkrevival zu finden sind, wobei er vor allem Planxty gerne nennt. Aber ganz so streng, wie sich das jetzt anhört, ist es keineswegs, denn zum einen spielten sie unter den vielen Reels des Abend auch einen, den ich letztens von Foggy Stew hörte, der nach deren Info von Calico stammt und gemäß Toms Ansage „Up and down“ heißt und zwar schon in die Tradition eingegangen sei, insofern er hier und da auswendig gespielt würde, aber moderne Off-beats enthalte. Ich schreib ja auch schon, dass er mir balkanisch vorkam. Ein anderes Vorbild hörte ich aber auch aus den Arrangements heraus, noch mehr als bei den Erkelteten aber bei Rolling Wave.
Rolling Wave, die älteste bestehende Irish Folk Band Bonns gab an diesem Abend auf Geige, Uilleann Pipes, Whistles, zwei Gitarren, Bhodran und mit Gesang ihr Last Farwell, denn – so Tom – sie seien aus dem Schülerdasein herausgewachsen und passten nicht mehr in die städtische Musikschule, die ihnen Konzerte mit eigenen Einnahmen verbiete. Doe Wurzeln von Rolling Wave gehen bis 1984 zurück, und es ging noch eine andere Gruppe voraus. Den Namen erhielten sie Ende der 80er, seit wann die einzelnen Musiker(innen) dabei sind, weiß ich jetzt nicht, Stefan, der Gitarrist, seit 1989. Sie experimentierne schon mehr mit moderneren Einflüssen, aber oben erwähnten Einfluss einer altehrwürdigen irischen Formation, der Kulturbotschafter Irland schlechthin, nämlich der seit über 40 Jahren spielenden Chieftains hörte ich zuerst sehr deutlich zu Beginn eines meines Wissens schottischen Liedes namens „I have a wife of my own“ bei welchem sich Tom auf der Whistle, Sabrina auf der Geige und Näx auf der Pipe einzelne Fetzen der Melodie abwechselnd spielten und sich so gegenseitig zuwarfen. Das war für meine Ohren vielleicht der deutlichste, aber nicht der einzige Verweis auf die Häuptlinge. Dass es aber nicht darum geht, Spielweisen irischer Gruppen zu kopieren, sondern auch eigenes hinein zu bringen, zeigte Tom u.a. dadurch, dass er diesem Lied einen selbst geschriebenen deutschen Text einverleibte, um so eine Brücke zwischen Irland und Deutschland zu schlagen. Gegen Ende des Konzerts spielten und sangen die fünf ihrem Lehrer ein besonders Ständchen, und zwar hatten sie ein 30 Jahre altes Lied von Tom heraus gekramt, mit dem er damals Straßenmusik gemacht hatte. Ein Rahmen voller Rolling Wave-Fotos, eine Preisurkunde von 1994 und Dauerfreikarten für Konzerte von Ryans Airs schenkten sie ihm auch noch, bevor sie und die Erkelteten noch gemeinsam eine Abschlusssession gaben.
Ah, ich hab’s schon indirekt verraten: Rolling Wave als solche hören zwar auf, machen aber – wenn auch ohne Lehrer – als Ryans Airs weiter, und werden beim 4. BIFF auch dabei sein, inklusive Toms, allerdings „nur“ als Gastmusiker. Überhaupt geht das BIFF, das Sabrina ins Lebens rief, insofern auf Rolling Wave zurück, die ja auch die Hauptinitiatoren der Bonner Sessionszene waren. Darüber könnte man einiges schrieben, was vielleicht noch irgendwann kommt.
Dia Auflistung der Besetzung der beiden Bands kommt noch.
Infos im Internet:
http://www.Kannmachmusik.de
http://www.ryansairs.de/
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V.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Zum vierten Mal lud Sabrina Palm zum Bonner Irish Folk Festival ein. Das ursprünglich Konzept, ein Festival von Bonner Musikern für Bonner Musiker zu sein, war ja schon beim 2. BIFF durchbrochen worden, aber erstmals waren die Bonner Musiker in diesem Jahr in der Minderheit, denn von den drei Bands war nur noch eine aus Bonn. Ob so auch der gestiegene Eintrittspreis zu erklären ist, weiß ich nicht.
Ryan’s Airs eröffneten den Reigen. Wie schon in der Rezension von dem Konzert am 13.4.2005 erwähnt, ist Ryan’s Airs die Nachfolgeband von Rolling Wave und besteht aus Sabrina Palm (Fidddle), Näx = Alexander May (Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, Gesang), Stefan Hennes (Gitarre, Gesang), Andrea Fritz (Gitarre, Gesang) und Andreas Schneider (Bhodrán). Stilistisch bewegen sie sich zwischen den ihnen von ihrem ehemaligen Lehrer Tom Kannmacher nahe gebrachten Einfluss von Chieftains und Planxty und moderneren Einflüssen der Bands, bei denen Michael McGoldrick mitspielt(e). Zwischen den traditionell bis jazzig interpretierten Tunes boten sie einige Lieder, nicht nur von Andrea, sondern auch von Stefan und sogar von Näx gesungen. Letzterer, der ja sonst als virtuoser Piper berühmt ist (übrigens auch zu hören in der Filmmusik der Neuverfilmung von „Das Gespenst von Canterville“), hatte während seines Studienaufenthaltes in Glasgow ein lustiges Lied über Fußballer aufgeschnappt, das wirklich gute Laune verbreitete. Andrea sang ein Antikriegslied, das ich vor allem von Clannad kenne, und Stefan eines von Dan Ar Braz, dem bekannten bretonischen Gitarristen. Extra erwähnen möchte ich aber auch das Bhodrán-Spiel von Andreas (der in o.g. Filmmusik auch mitspielt), das nämlich nicht einfach nur schnell und rhythmisch, sondern sogar melodiös ist, so wie ich es mal bei den Rezension der Flook-Konzerte beschrieben hatte. Na ja, ganz so weit wie John Joe Kelly ist er noch nicht, aber er ist auf dem richtigen Weg! Der ehemalige Lehrer kam diesmal als Gastmusiker dazu. Tom sang seine selbstgedichtete Version von „I have a wife of my own“, bei der es um einen Steit zwischen Eheleuten geht, wobei er sich ein Segelboot kaufen will, um es zu Hause in den Gemüsegarten zu stellen, wovon sie – hier von Andrea personifiziert, obwohl Toms eigene Frau im Publikum lauschte – überhaupt nicht begeistert ist.
Die zweite Band des Abends war Déirin Dé aus Hamm in Westfalen in folgender Besetztung Ann Grealy (Gesang), Thomas Hecking (Diatonisches Akkordeon), Ulrike Steinborn (Geige), Tobias Kurig (Bouzouki), Benedikt (nein, nicht XVI., sondern) Terrahe (Bodhrán) und Regina Elling (Flute und Tin Whislte). Letztere spielt ja sonst bei Friel’s Kitchen mit und war in der Formation beim 2. BIFF schon dabei und vertrat an diesem Abend den abwesenden Colman Conolly. Regina und Ann sind also trotz der sichtbaren Ähnlichkeit nicht miteinander verwandt. Ann war die einzige „echte“ Irin beim 4.BIFF. Ihr Gesang war weich und sehr voll und voluminös, geradezu operntauglich, ihr Stil sehr modern, nicht nur bei einem allgemein bekannten Popsong, den sie zwischendurch zwecks Abwechslung darbot, sondern auch z.B. bei „The Newry Highway Man“, welches eigentlich völlig neu komponiert war und nur den bekannten Text noch enthielt. Die Tunes bewegten sich hauptsächlich in dem recht harten, fast schottischen Donegal Style, den Altan-Fans (so auch ich) zu würdigen wissen. Thomas zeigte seine Qualitäten nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch als witziger Ansager: Was ist die westfälische Version einer Kai Pirinha? Doppelkorn auf zerstoßener Zuckerrübe. Auch wusste er von einem japanischen Flötespieler zu berichten, dessen aus der Flöte tropfendes, von einem vorher verspeisten Kugelfisch stammendes, batteriesäureähnliches Kondenswasser Löcher in seine Hose brannte. Interssant fand ich auch die Bouzouki von Tobias, denn die schien mir übergroß zu sein, und er entlockte ihr teils metallisch harte, dann aber auch wieder ganz weiche, stets aber sehr rhythmische Klänge.
Eine Bouzouki spielte auch beim dritten Act eine wichtige Rolle. Die Amsterdamer Band Kill da Goose war nach neun Stunden Fahrtzeit mit einer Reifen- und zwei Motorpannen per Mietwagen, zuletzt von Leverkusen aus per Taxi gerade noch rechtzeitig in Bonn angekommen und musste ihren Soundcheck unmittelbar vor ihrem Auftritt nachholen. So klang es anfangs auch zu hart und schrill, dass die Ohren schmerzten, aber der Tonmeister am Mischpult bekam es dann doch auf die Reihe. Kaspar Laval (Bouzouki, Gesang. Low Whislte), Stijn van Beek (Uilleann Pipes, Low Whislte), Anneke Eijekboom (Fiddle) und Dudu Puente (E-Bass) zeigten sich vor allem von der instrumentellen Seite. Stijns quirliges Pipespiel erinnerte mich teilweise an das von Eoin Dillon von Kíla. Anneke fiddelte traditioneller dazu, Dudus Bass wirkte beruhigend dabei, kam aber gegen den hellen, aufgestachelten Hauptton seiner Mitspieler kaum an. Dudu stammt übrigens aus Asturien, wo es ja auch eine (neo)keltische Musiktradition gibt. Einige der Tunes stammten indes nicht aus dem keltischen oder westeuropäischen, sondern aus dem südosteuropäischen Raum, aus Mazedonien und der Türkei. Wie aufmerksame Leser meiner Rezensionen wissen, mag ich die Musik aus dieser Gegend unseres Subkontinents sehr gerne, auch wenn ich mich da wenig auskenne. Jedenfalls scheint es derzeit in der irischen Musik Mode zu sein, die beiden Musikregionen in diversen Tunes zumeinst recht jazzig miteinander zu verschmelzen, ein Trend, der für meine Ohren Wunderbares hervorbringt. Eine der Melodien hätte ich ohne die Ansage aber als bretonisch eingestuft. Ein einziges Lied brachten sie mit: „Streched out on your grave“ von Sinéad O’Connor, das Kaspar so expressiv sang, dass ich mich an Andy Irvine erinnerte, auch wenn die Stimmlage voller und weicher war. Und Stijn begleitete ihn auf den Pipes dabei mit einer sehr komplexen, sehnsuchtsvollen Melodie, so dass mir das gesamte Arrangement durch und durch ging.
Natürlich gab es dann eine Abschlusssession aller Musiker, von Thomas Hecking „dudeln in Rudeln“ genannt. Da brummte der Saal, und Sabrina hüfte vor Freude. Ich weiß gerade nicht, wie das Stück von Michael McGoldrick heißt, das sie da unter anderem spielten, aber ich liebe es sowohl von ihm selbst gespielt, als auch von den BIFF-Musikern an diesem Abend!
Bei der anschließenden Session im Fiddler’s war ich leider nicht dabei, und kann von daher auch nichts berichten.
Infos im Netz:
http://achimweimer.de/biff/
http://www.ryansairs.de/
http://www.deirinde.de/
Von Kill da Goose gibt es leider keine Homepage.
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VI. Und noch’n Gedicht: Maiabend
Das folgende Gedicht ist für eine Veröffentlichung eigentlich viel zu privat und daher unverständlich, da mögen sich mal Exegeten dran versuchen. Aber ich veröffentliche es hier allein wegen das Datums seiner Entstehung vor genau 20 Jahren.
Maiabend
Sonnenstrahlen grünes Laub durchdringen,
mit friedlichem Klang die Glocken fern erklingen,
der Sonne warme Strahlen nun vergehen,
die Nacht bricht an, den Abendwind, den hör’ ich wehen.
Ich denke an Italien, Finnland und Amerika,
vergangene Reisen, diesen Sommer bleib’ ich da,
Erinnerungen, die mich süß umsäuseln,
und wie Wolken am Geisteshimmel sich kräuseln.
In der Villa Adriana wär’ ich gerne
oder betracht von Smålands Hünengräbern den Himmel voller Sterne,
ließ gerne meine Beine in den Canyon baumeln
und würd’ von Morgensonnelicht umstrahlt an Päijännes Ufern taumeln.
Ich denke auch an Goethe, Jesus und Atréju,
die manchmal sich in mir tummeln voller Unruh’,
sie bewegen meine Brust auf ungeordnete Weise,
nur mit Müh’ mein Geist bringt sie auf rechte Gleise.
Und wenn ich so in Phantasie und Wirklichkeit
reise durch Vergängliches und Ewigkeit,
so fühl’ ich mich mal klein und mal ganz groß,
mal bin ich fest gebunden und mal los.
Ob nun die Eichen steh’n in Lahnstein oder Poroka,
ob’s nun Los Angeles oder auch Bel Aurum war,
ob nun Kim oder Ante oder Dirk,
ob Hyperion in Griechenland oder ich am Rhein hier wirk’,
ob in der Steppenfeste Caivallon oder auf dem Übungsplatz,
ob die Marksburg nun am Rhein steht oder in ’nem Büchersatz,
sie alle, Orte, Zeiten und Personen
in meinem Herzen mächtig thronen.
Sie sind mal innen, mal außen, mal fern und mal nah,
mal vergangen, gegenwärtig oder zukünftig gar,
sie sind, ganz egal, ob dir’s gefällt,
alle Bestandteil der menschlichen Welt.
Während ich hier so dichte
über Erlebnis und Geschichte,
so singen im Abendrot die Vögel ganz nett,
es dauert nicht lang, dann geh’ ich ins Bett.
(Michael A. Schmiedel, 31.5.1985)
**
In diesem Sinne wünsche ich allen, die das heute Abend noch lesen, a guats Nächtle, und überhaupt allen einen schönen Wechsel vom Frühling in den Sommer.
Ihr Michael A. Schmiedel
Mittwoch, Mai 11, 2005
Interrel. Rb. Nr. 113 - 3. Nachtrag
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr. 113 – 3. Nachtrag
&
Folkiger Rundbrief
(11.5.2005)
Hi Folks, liebe Leserinnen und Leser,
der Einfachheit halber habt Ihr / haben Sie hier mal einen gemeinsamen Rundbrief für die „Interreligiösen“ und die „Folkies“, das der Inhalt beide Kreise interessieren dürfte, und so auch vermieden wird, dass die, die in beiden Verteilern sind, ihn doppelt bekommen.
Ich bin wieder online, oder wie Chachabings (Star Wars Episode I) sagen würde: Michse wieder da!
Mein Computer läuft wieder ordentlich, er ist Internet- und E-Mail-fähig, hat die zehnfache Speicherkapazität (20 statt 2 GB), ich bin einiges an Geld losgeworden (ca. 114 Euro), was dank der Spenden lieber Rundbriefempfänger(innen) aber zu mehr als der Hälfte durch Euch/Sie mitfinanziert. Danke! Da haben dann wiederum alles was davon, die meine Rundbriefe zu schätzen wissen. Und mir, der ich derzeit keinen bezahlten Job habe, hilft das nicht nur finanziell, sondern auch in meinem Selbstwertgefühl, denn der Kritik, das was ich da mache, interessiere doch kaum jemanden, kann ich so entgegnen, dass ich zwar keine Massen damit anspreche, aber es doch zumindest einigen Leuten was Wert ist, und somit nicht nur eine Liebhaberei von mir. Aber die Rundbriefe sollen auch weiterhin kostenlos sein, für mich ein Ehrenamt, und natürlich auch eine Liebhaberei. Im Übringen war diese Computerreparatur und –aufstockung auch für das Weiterarbeiten an meiner Dissertation notwendig, so dass die Spender somit auch diese mit subventioniert haben.
Ich habe derzeit zwei E-Mail-Adressen, über die ich erreichbar bin:
michael.schmiedel@uni-bonn.de
und
michael.a.schmiedel@gmx.de.
Und hier habe ich nun einen kürzlich eingetroffene Veranstaltungshinweis, der wohl Empfänger(innen) beider Rundbriefe interessieren dürfte:
12. Mai 2005 ab 19.30 Uhr
Euro-orientalisches Maifest im Frauenmuseum
Im Krausfeld 10, 53111 Bonn
U.a. wird geboten
- Indische Raga-Musik mit Debasih aus Kalkutta, Daud Khan und Michael Sapp aus Köln und Gunhild Jellinek aus Bonn
- Britische Folk-Musik mit Annika Leese, Jean Lennox und Petra Amelung aus Muffendorf
- Lesung aus der euro-orientalischen Erzählung „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ von Johannes Otto Ulrich
- Musik nach Paul Ben-Haim mit Wolfgang Jellinek und seiner Violine
- Sufi-Betrachtung „Vom Ursprung der Musik“ mit Achmed Kreusch
- Arabischer Schleiertanz mit Jasmin
- Tanz der Herzens mit Garita
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Infos im Netz:
http://www.frauenmuseum.de
http://www.koenigin-europa.de
**
Im interrel. Rb. Nr. 113 – 2. Nachtrag habe ich auf vier Vorträge von mir aufmerksam gemacht. Zwei davon haben nun doch noch durch den Wissenschaftsladen wieder andere Termine bekommen:
Di., 18.10.2005 (also NICHT 13.09.2005!), WiLA Bonn „Buddhismus und Gewalt“ Während sich die Geschichte und auch die Gegenwart der monotheistischen Weltreligionen nicht selten als gewaltbelastet darstellt, scheint der Buddhismus immun gegen dieses Phänomen zu sein. Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit fragt nach faktischer Gewalt und dem Ideal der Gewaltlosigkeit innerhalb der buddhistischen Kulturen. Dabei wird an Fallbeispielen zu zeigen sein, dass auch die zweieinhalbtausendjährige Kulturgeschichte des Buddhismus nicht frei ist von religiös legitimierter Gewalt. Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath. 18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben. http://www.wilabonn.de/ Mi, 9.11.2005 (also NICHT Di., 08.11.2005 !), WiLa Bonn „Islam in Deutschland“ Entgegen der Stereotypen von den Stammtischen hat sich der Islam in Deutschland im Zuge von Zuwanderung aber auch durch Konversion zu einem höchst komplexen Gebilde entwickelt, das selbst von Fachleuten kaum noch zu durchschauen ist. Dabei ist das Wissen um die offiziellen und inoffiziellen Strukturen des Islam in Deutschland von großer Bedeutung, wenn es beispielsweise um die Frage nach einem islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen geht. Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit gibt einen Einblick in die Geschichte des deutschen Islam und gleichzeitig in die Breite des islamischen Spektrums. Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath. 18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben. http://www.wilabonn.de/
Da es nicht sehr überlebenstauglich ist, alles nur ehrenamtlich zu machen, kosten die Veranstaltungen also Geld, und ich verdiene auch eine Kleinigkeit damit. Dazu ist es aber notwendig, dass auch Teilnehmer(innen) kommen, denn sonst bereite ich mich zwar vor, aber bei ungenügender Menge an Anmeldungen, lässt der WiLA es ausfallen, und keiner verdient was. Wer also noch Freude daran hat, meine Arbeit zu unterstützen und dafür einen interessanten Vortrag zu hören, möge sich beim Wissenschaftsladen vorher anmelden.
**
Das kam eben rein:
Lieber Michael,
ich weiss nicht ob Du auch Termine ausserhalb der Gegend annimmst.
Hier sind jedenfalls unsere nächsten:
14.5.2005 Herne Sonne 20:00 Uhr http://www.sonne-herne.de
19.6.2005 Köln Gemeindefest Nippes 14:00 Uhr
25.6.2005 Kerpen Kleines Landcafé 20:00 Uhr
http://www.daskleinelandcafe.de
Vielen Dank und bis denne
Andreas
--
- BEDLAM -
European Folk Roots
c/o
Andreas Weber
Hermann-Josef-Schmitt-Str. 17
D-50827 Köln
Germany
http://www.bedlam-folk.de
**
Des weiteren habe ich hier eine Konzertrezension, die natürlich in den folkigen Rundbrief gehört, aber als off-topic habe ich solche Rezis auch schon oft dem interreligiösen Rundbrief angehängt:
Konzertrezension: Faust bei Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 3.5.2005
Svensk Folkmusik, schwedische Volksmusik, hört man hierzulande weitaus seltener als Irish Folk Music, irische Volksmusik. So war ich sehr erpicht auf das Konzert des Trios Faust am 3. Mai 2005 im Feuerschlösschen in Bad Honnef. Die ersten Klänge erinnerten mich indes viel mehr an Mittelaltermärkte, denn an das, was ich bisher an schwedischem Folk kannte. Alban Faust blies eine Sackpfeife, begleitet von Anders Ådin auf einer Drehleier. So mancher deutsche Zeitgenosse ordnet, wenn er schon darüber hinaus ist, Sackpfeifen einseitig als schottisch einzustufen, die Kombination aus Sackpfeife und Drehleier einseitig der Mittelaltermusik zu, denn Bordunmusik ist leider nicht sehr bekannt in unserm Land. Das schwedische Trio dieses Abends setzte aber noch einiges bordunmäßig drauf, denn nicht nur die Nyckelharpa, die Schlüsselfiedel, bei welcher ja unter den Spielsaiten auch spezielle Bordunsaiten mitklingen, kam zum Einsatz, sondern auch eine Mandola war ein Borduninstrument, mit einer Bordunsaite neben jeder Spielsaite. Außer diesen Bordun-, kamen auch noch „normale“ Instrumente hinzu, nämlich Gitarre, diatonisches Akkordeon, Flöte (eine Art hölzerner Low Whistle), Maultrommel, elektronische Percussion (aber nur bei einem Stück), und die menschliche Stimme. Auf diesen Instrumenten gaben Alban Faust, Anders Ådin und dessen Bruder Christer Ådin ein uriges, volltönendes, oft temporeiches, manchmal bedächtigeres Konzert. Tänze wie Walzer, Polskas, Schottische, sowie Hochzeits- und Liebes- und Kinderlieder hallten durch das wegen seiner guten Akustik berühmte Foyer des Feuerschlösschens.
Von drei verschiedenen Sackpfeifen, die Alban spielte, waren zwei Ellbogensackpfeifen, gewissermaßen also Uilleann Pipes, aber durchaus im Stehen zu spielen, nicht im Sitzen. Alban ist ja auch Instrumentenbauer, und hat diese beiden Ellbogenpfeifen selbst entwickelt, und die eine mit einem schwedischen, die andere mit einem französischen Chanter versehen. Er sagt mir in der Pause, die Ellbogenpfeifen seien bei Konzerten mit häufigerem Instrumentwechsel stabiler gestimmt zu spielen als die Mundpfeifen. Übrigens hat auch unser Bonner Matthias Höhn Sackpfeifen von Alban, der früher mal einige Jahre in Bonn lebte. Wer also mehr darüber wissen will, möge ihn fragen. Auch Christer ist Instrumentenbauer, Anders Musiklehrer. Für meine Ohren klangen neben den Liedern natürlich die Polskas am schwedischsten. Viele der anderen Stücke hätte ich genau so gut nach Frankreich oder Belgien einordnen können, was teilweise auch tatsächlich so war, aber doch wurden auch von denen für mich nicht so schwedisch klingenden Stücken die Meisten von Musikern komponiert, die vor 100 Jahren oder so dort lebten, wo die drei heute zu Hause sind: in Dalsland, Südwestschweden, nahe der Riksgränsen nach Norwegen. Somit war es eine Mischung aus regional verwurzelter und allgemein europäischer Bordunmusik. Einen Walzer meinte ich, wenn auch in einer etwas anderen Variation, aus der Filmmusik des Fantasyfilms „Zeit der Wölfe“ („Company of Wolfs“) wieder zu erkennen, dort „Village Wedding“, hier „Steklåten“ genannt, also einmal „Dorfhochzeit“ und einmal „Bratenstück“, wobei damit der beim Hochzeitsgelage herein getragene Braten gemeint ist.
Diese wirklich wunderschöne Konzert, das eventuell mit schwedischem Folk Namen wie „Garmana“, „Triakel“, „Groupa“, „Hoven Droven oder „Den Fule“ oder aber die riesigen Geigenformationen mit Bezeichnungen wie „Spelmanförbund“ oder „Spelmanslag“ verbindenden Zuhörern einen anderen musikalischen Eindruck bot, der Fans von deutscher, französischer oder belgischer Bordunmusik vertrauter klang, war indes leider nicht sehr gut besucht. Der kleine Saal war nur ca. halbvoll. Ohne eine in Bad Honnef ansässige schwedische Firma als Sponsor wäre das Konzert dieser drei Profimusiker kaum zu realisieren gewesen, und uns wäre wirklich etwas entgangen.
Eine Rezension der neuen CD von Faust, die ich mir noch mitnahm, folgt demnächst. Die habe ich mir bis nach dem Schreiben dieser Konzertrezension noch nicht angehört, um von der CD unbeeinflusst zu sein.
Infos im Netz:
http://www.faust.se
http://www.inter-times.de/Components/Vereine/Vereine_Bad_Honnef/Stapelseiten_Bad_Honnef_/stapelseiten_bad_honnef__33.html
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Soweit für heute.
Mit herzlichen und folkigen Grüßen!
Ihr/Euer
Michael A. Schmiedel
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Internetportal für Folk- und Weltmusik in Bonn und Umgebung:
http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu
Links – Termine – Rezensionen – Forum
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung
http://www.interreligioeser-rundbrief.blogspot.com
Information – Inspiration – Dialog
Termine – Kommentare – Gedankenaustausch – Rezensionen – Pressemitteilungen
Meine provisorische Homepage
http://michael-alwis-schmiedel.blogspot.com
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Folkiger Rundbrief
(11.5.2005)
Hi Folks, liebe Leserinnen und Leser,
der Einfachheit halber habt Ihr / haben Sie hier mal einen gemeinsamen Rundbrief für die „Interreligiösen“ und die „Folkies“, das der Inhalt beide Kreise interessieren dürfte, und so auch vermieden wird, dass die, die in beiden Verteilern sind, ihn doppelt bekommen.
Ich bin wieder online, oder wie Chachabings (Star Wars Episode I) sagen würde: Michse wieder da!
Mein Computer läuft wieder ordentlich, er ist Internet- und E-Mail-fähig, hat die zehnfache Speicherkapazität (20 statt 2 GB), ich bin einiges an Geld losgeworden (ca. 114 Euro), was dank der Spenden lieber Rundbriefempfänger(innen) aber zu mehr als der Hälfte durch Euch/Sie mitfinanziert. Danke! Da haben dann wiederum alles was davon, die meine Rundbriefe zu schätzen wissen. Und mir, der ich derzeit keinen bezahlten Job habe, hilft das nicht nur finanziell, sondern auch in meinem Selbstwertgefühl, denn der Kritik, das was ich da mache, interessiere doch kaum jemanden, kann ich so entgegnen, dass ich zwar keine Massen damit anspreche, aber es doch zumindest einigen Leuten was Wert ist, und somit nicht nur eine Liebhaberei von mir. Aber die Rundbriefe sollen auch weiterhin kostenlos sein, für mich ein Ehrenamt, und natürlich auch eine Liebhaberei. Im Übringen war diese Computerreparatur und –aufstockung auch für das Weiterarbeiten an meiner Dissertation notwendig, so dass die Spender somit auch diese mit subventioniert haben.
Ich habe derzeit zwei E-Mail-Adressen, über die ich erreichbar bin:
michael.schmiedel@uni-bonn.de
und
michael.a.schmiedel@gmx.de.
Und hier habe ich nun einen kürzlich eingetroffene Veranstaltungshinweis, der wohl Empfänger(innen) beider Rundbriefe interessieren dürfte:
12. Mai 2005 ab 19.30 Uhr
Euro-orientalisches Maifest im Frauenmuseum
Im Krausfeld 10, 53111 Bonn
U.a. wird geboten
- Indische Raga-Musik mit Debasih aus Kalkutta, Daud Khan und Michael Sapp aus Köln und Gunhild Jellinek aus Bonn
- Britische Folk-Musik mit Annika Leese, Jean Lennox und Petra Amelung aus Muffendorf
- Lesung aus der euro-orientalischen Erzählung „Wie Königin Europa die Welt neu entdeckt“ von Johannes Otto Ulrich
- Musik nach Paul Ben-Haim mit Wolfgang Jellinek und seiner Violine
- Sufi-Betrachtung „Vom Ursprung der Musik“ mit Achmed Kreusch
- Arabischer Schleiertanz mit Jasmin
- Tanz der Herzens mit Garita
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Infos im Netz:
http://www.frauenmuseum.de
http://www.koenigin-europa.de
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Im interrel. Rb. Nr. 113 – 2. Nachtrag habe ich auf vier Vorträge von mir aufmerksam gemacht. Zwei davon haben nun doch noch durch den Wissenschaftsladen wieder andere Termine bekommen:
Di., 18.10.2005 (also NICHT 13.09.2005!), WiLA Bonn „Buddhismus und Gewalt“ Während sich die Geschichte und auch die Gegenwart der monotheistischen Weltreligionen nicht selten als gewaltbelastet darstellt, scheint der Buddhismus immun gegen dieses Phänomen zu sein. Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit fragt nach faktischer Gewalt und dem Ideal der Gewaltlosigkeit innerhalb der buddhistischen Kulturen. Dabei wird an Fallbeispielen zu zeigen sein, dass auch die zweieinhalbtausendjährige Kulturgeschichte des Buddhismus nicht frei ist von religiös legitimierter Gewalt. Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath. 18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben. http://www.wilabonn.de/ Mi, 9.11.2005 (also NICHT Di., 08.11.2005 !), WiLa Bonn „Islam in Deutschland“ Entgegen der Stereotypen von den Stammtischen hat sich der Islam in Deutschland im Zuge von Zuwanderung aber auch durch Konversion zu einem höchst komplexen Gebilde entwickelt, das selbst von Fachleuten kaum noch zu durchschauen ist. Dabei ist das Wissen um die offiziellen und inoffiziellen Strukturen des Islam in Deutschland von großer Bedeutung, wenn es beispielsweise um die Frage nach einem islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen geht. Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit gibt einen Einblick in die Geschichte des deutschen Islam und gleichzeitig in die Breite des islamischen Spektrums. Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath. 18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben. http://www.wilabonn.de/
Da es nicht sehr überlebenstauglich ist, alles nur ehrenamtlich zu machen, kosten die Veranstaltungen also Geld, und ich verdiene auch eine Kleinigkeit damit. Dazu ist es aber notwendig, dass auch Teilnehmer(innen) kommen, denn sonst bereite ich mich zwar vor, aber bei ungenügender Menge an Anmeldungen, lässt der WiLA es ausfallen, und keiner verdient was. Wer also noch Freude daran hat, meine Arbeit zu unterstützen und dafür einen interessanten Vortrag zu hören, möge sich beim Wissenschaftsladen vorher anmelden.
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Das kam eben rein:
Lieber Michael,
ich weiss nicht ob Du auch Termine ausserhalb der Gegend annimmst.
Hier sind jedenfalls unsere nächsten:
14.5.2005 Herne Sonne 20:00 Uhr http://www.sonne-herne.de
19.6.2005 Köln Gemeindefest Nippes 14:00 Uhr
25.6.2005 Kerpen Kleines Landcafé 20:00 Uhr
http://www.daskleinelandcafe.de
Vielen Dank und bis denne
Andreas
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- BEDLAM -
European Folk Roots
c/o
Andreas Weber
Hermann-Josef-Schmitt-Str. 17
D-50827 Köln
Germany
http://www.bedlam-folk.de
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Des weiteren habe ich hier eine Konzertrezension, die natürlich in den folkigen Rundbrief gehört, aber als off-topic habe ich solche Rezis auch schon oft dem interreligiösen Rundbrief angehängt:
Konzertrezension: Faust bei Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 3.5.2005
Svensk Folkmusik, schwedische Volksmusik, hört man hierzulande weitaus seltener als Irish Folk Music, irische Volksmusik. So war ich sehr erpicht auf das Konzert des Trios Faust am 3. Mai 2005 im Feuerschlösschen in Bad Honnef. Die ersten Klänge erinnerten mich indes viel mehr an Mittelaltermärkte, denn an das, was ich bisher an schwedischem Folk kannte. Alban Faust blies eine Sackpfeife, begleitet von Anders Ådin auf einer Drehleier. So mancher deutsche Zeitgenosse ordnet, wenn er schon darüber hinaus ist, Sackpfeifen einseitig als schottisch einzustufen, die Kombination aus Sackpfeife und Drehleier einseitig der Mittelaltermusik zu, denn Bordunmusik ist leider nicht sehr bekannt in unserm Land. Das schwedische Trio dieses Abends setzte aber noch einiges bordunmäßig drauf, denn nicht nur die Nyckelharpa, die Schlüsselfiedel, bei welcher ja unter den Spielsaiten auch spezielle Bordunsaiten mitklingen, kam zum Einsatz, sondern auch eine Mandola war ein Borduninstrument, mit einer Bordunsaite neben jeder Spielsaite. Außer diesen Bordun-, kamen auch noch „normale“ Instrumente hinzu, nämlich Gitarre, diatonisches Akkordeon, Flöte (eine Art hölzerner Low Whistle), Maultrommel, elektronische Percussion (aber nur bei einem Stück), und die menschliche Stimme. Auf diesen Instrumenten gaben Alban Faust, Anders Ådin und dessen Bruder Christer Ådin ein uriges, volltönendes, oft temporeiches, manchmal bedächtigeres Konzert. Tänze wie Walzer, Polskas, Schottische, sowie Hochzeits- und Liebes- und Kinderlieder hallten durch das wegen seiner guten Akustik berühmte Foyer des Feuerschlösschens.
Von drei verschiedenen Sackpfeifen, die Alban spielte, waren zwei Ellbogensackpfeifen, gewissermaßen also Uilleann Pipes, aber durchaus im Stehen zu spielen, nicht im Sitzen. Alban ist ja auch Instrumentenbauer, und hat diese beiden Ellbogenpfeifen selbst entwickelt, und die eine mit einem schwedischen, die andere mit einem französischen Chanter versehen. Er sagt mir in der Pause, die Ellbogenpfeifen seien bei Konzerten mit häufigerem Instrumentwechsel stabiler gestimmt zu spielen als die Mundpfeifen. Übrigens hat auch unser Bonner Matthias Höhn Sackpfeifen von Alban, der früher mal einige Jahre in Bonn lebte. Wer also mehr darüber wissen will, möge ihn fragen. Auch Christer ist Instrumentenbauer, Anders Musiklehrer. Für meine Ohren klangen neben den Liedern natürlich die Polskas am schwedischsten. Viele der anderen Stücke hätte ich genau so gut nach Frankreich oder Belgien einordnen können, was teilweise auch tatsächlich so war, aber doch wurden auch von denen für mich nicht so schwedisch klingenden Stücken die Meisten von Musikern komponiert, die vor 100 Jahren oder so dort lebten, wo die drei heute zu Hause sind: in Dalsland, Südwestschweden, nahe der Riksgränsen nach Norwegen. Somit war es eine Mischung aus regional verwurzelter und allgemein europäischer Bordunmusik. Einen Walzer meinte ich, wenn auch in einer etwas anderen Variation, aus der Filmmusik des Fantasyfilms „Zeit der Wölfe“ („Company of Wolfs“) wieder zu erkennen, dort „Village Wedding“, hier „Steklåten“ genannt, also einmal „Dorfhochzeit“ und einmal „Bratenstück“, wobei damit der beim Hochzeitsgelage herein getragene Braten gemeint ist.
Diese wirklich wunderschöne Konzert, das eventuell mit schwedischem Folk Namen wie „Garmana“, „Triakel“, „Groupa“, „Hoven Droven oder „Den Fule“ oder aber die riesigen Geigenformationen mit Bezeichnungen wie „Spelmanförbund“ oder „Spelmanslag“ verbindenden Zuhörern einen anderen musikalischen Eindruck bot, der Fans von deutscher, französischer oder belgischer Bordunmusik vertrauter klang, war indes leider nicht sehr gut besucht. Der kleine Saal war nur ca. halbvoll. Ohne eine in Bad Honnef ansässige schwedische Firma als Sponsor wäre das Konzert dieser drei Profimusiker kaum zu realisieren gewesen, und uns wäre wirklich etwas entgangen.
Eine Rezension der neuen CD von Faust, die ich mir noch mitnahm, folgt demnächst. Die habe ich mir bis nach dem Schreiben dieser Konzertrezension noch nicht angehört, um von der CD unbeeinflusst zu sein.
Infos im Netz:
http://www.faust.se
http://www.inter-times.de/Components/Vereine/Vereine_Bad_Honnef/Stapelseiten_Bad_Honnef_/stapelseiten_bad_honnef__33.html
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Soweit für heute.
Mit herzlichen und folkigen Grüßen!
Ihr/Euer
Michael A. Schmiedel
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http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu
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Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung
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Dienstag, April 26, 2005
Interreligiöser Rundbrief Nr. 113 - 2. Nachtrag
Interreligiöser Rundbrief für Köln / Bonn und Umgebung Nr.113 – 2. Nachtrag
(25.4.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
dies ist nun endgültig der letzte interreligiöse Rundbrief von dieser Adresse. Ich werde jetzt vorrübergehend nicht per E-Mail erreichbar sein, hoffe aber, das möglichst schnell wieder zu ändern. An dieser Stelle danke ich schon einmal für die mir zugedachten finanziellen Unterstürzungen. Unter http://michael-alwis-schmiedel.blogspot.com/ können Sie lesen, wie sie mich bei Bedarf erreichen können.
Sollte ich zwischenzeitig noch etwas bekannt zu geben haben, stelle ich es direkt auf die Seite http://interreligioeser-rundbrief.blogspot.com/ ins Internet. Schauen Sie einfach ab und zu da hinein. Dort steht auch meine Bankverbindung im Editorial des Interrel. Rb. Nr. 113.
1. Das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit 1
2. Der Interreligiöse Gesprächskreis in Bonn von Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn wird ebenfalls am 2.6. wieder stattfinden, 1
3. Einführungsvorträge zur Ausstellung „Krone und Schleier“: 2
4. Vorausschauend auf den Herbst möchte schon mal zu zwei Veranstaltungen am 6. und 20.9.2005 der VHS Bonn einladen, die noch in Planung sind: 2
4.1. Ein Abend zum Thema „Frauensichten zum Islam“ mit Karima Stauch als Referentin, Jeannette Spenlen als Moderatorin, Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn und evtl. DML Bonn als Koop-partner. 2
4.2. Ein Abend zum Thema „Islamische Erziehung an öffentlichen Schulen“ mit K. Gebauer als Referent, Jeannette Spenlen als Moderation und Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn als Kooperationspartner. 2
5. Auch im Herbst werde ich drei Vorträge halten, zu denen ich auch herzlich einlade: 2
5.1. Di., 13.09.2005, WiLA Bonn. 2
„Buddhismus und Gewalt“. 2
5.2. Do., 20.10.2005, VHS Bornheim-Alfter: 2
„Weltreligionen: was verbindet, was unterscheidet sie?“. 2
5.3. Di., 08.11.2005 , WiLa Bonn. 3
„Islam in Deutschland“. 3
5.4. Nur zur Erinnerung an Interrel. Rundbrief Nr. I.14: 3
Einführung in buddhistische Meditationspraktiken - Schwerpunkt Achtsamkeitsmeditationen am 21.5.2005 in der VHS Bornheim-Alfter in Roisdorf 3
6. Nun noch ein paar Gedanken zum neuen Papst: 4
7. Off-topic: Konzertrezensionen: 4
7.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005. 4
7.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich. 5
Anhang: ein Rundbrief von Yesche Regel und Angelika Wild, 6
Hier haben Sie aber schon einmal ein paar Termine:
1. Das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit
findet weiterhin jeweils am 1. Donnerstag im Monat, also 3.5., 2.6., 7.7. usw. statt, jeweils von 17.30 Uhr bis 17,45 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn, im Mai noch einmal nahe dem Münster, da der Münsterplatz selbst anderweitig belegt ist.
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2. Der Interreligiöse Gesprächskreis in Bonn von Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn wird ebenfalls am 2.6. wieder stattfinden,
wieder bei Lioba von Lovenberg in der Argelanderstraße 6 in Bonn von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr. Thema: Religiöser Fanatismus.
Beim letzen Mal hatten wir das Thema „Selbstverwirklichung“. Dabei kamen wir letztlich nicht ganz auf einen Nenner darüber, was denn das zu verwirklichende Selbst letztlich überhaupt ist, ob das Ego als psychologisch-kognitive Funktion des biologischen Organismus Mensch oder die spirituelle, göttliche Wesenheit des Menschen, die unter den Zwiebelschalen des Ego verborgen ist. Einig waren wir uns darüber, dass ein Ausleben der individuellen Bedürfnisse und Interessen nicht das Leid anderer nach sich ziehen darf und auch, dass Selbsterkenntnis eine wichtiges Unterfangen des Menschen sein soll, wenn er sich und anderen nützen will, und dass das unternehmen der Selbsterkenntnis das ganze Leben begleitet und nicht anderen Bereichen des Lebens zeitlich voraus geht. Selbstverwirklichung ohne Selbsterkenntnis aber ist nicht möglich.
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3. Einführungsvorträge zur Ausstellung „Krone und Schleier“:
Marcus Mrass bietet noch am 8. und 22. Mai und am 26, Juni Einführungsvorträge zur Ausstellung an.
Ich finde die Ausstellung sehr kontemplativ und sehenswert. Vorher war ich in der sog. Tutanchamun-Ausstellung, in der man vor lauter Besuchern kaum an die Exponate heran kam, zumal die Maske des Pharao, mit der für die Ausstellung geworben wurde, gar nicht da war. Die „Krone und Schleier“-Ausstellung war fast leer, aber zeigt wirklich sehr schöne Exponate aus mittelalterlichen Nonnenklöstern.
Vgl. http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/frauenkloester/index.htm
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4. Vorausschauend auf den Herbst möchte schon mal zu zwei Veranstaltungen am 6. und 20.9.2005 der VHS Bonn einladen, die noch in Planung sind:
4.1. Ein Abend zum Thema „Frauensichten zum Islam“ mit Karima Stauch als Referentin, Jeannette Spenlen als Moderatorin, Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn und evtl. DML Bonn als Koop-partner.
4.2. Ein Abend zum Thema „Islamische Erziehung an öffentlichen Schulen“ mit K. Gebauer als Referent, Jeannette Spenlen als Moderation und Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn als Kooperationspartner.
Näheres wird noch bekannt gegeben.
http://www.bonn.de/vhs/
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5. Auch im Herbst werde ich drei Vorträge halten, zu denen ich auch herzlich einlade:
5.1. Di., 18.10.2005 (also NICHT 13.09.2005!), WiLA Bonn
„Buddhismus und Gewalt“
Während sich die Geschichte und auch die Gegenwart der monotheistischen
Weltreligionen nicht selten als gewaltbelastet darstellt, scheint der
Buddhismus immun gegen dieses Phänomen zu sein. Der Vortrag mit
anschließender Diskussionsmöglichkeit fragt nach faktischer Gewalt und dem
Ideal der Gewaltlosigkeit innerhalb der buddhistischen Kulturen. Dabei wird
an Fallbeispielen zu zeigen sein, dass auch die zweieinhalbtausendjährige
Kulturgeschichte des Buddhismus nicht frei ist von religiös legitimierter
Gewalt.
Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath.
18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben.
http://www.wilabonn.de/
5.2. Do., 20.10.2005, VHS Bornheim-Alfter:
„Weltreligionen: was verbindet, was unterscheidet sie?“
Die Menschheit hat im Laufe ihrer Geschichte eine unüberschaubare Menge an verschiedenen Sinndeutungs- und Welterklärungssystemen hervor gebracht. Einige davon sind zu Weltreligionen geworden, also Glaubenssystemen, die nicht nur für einzelne Völker, sondern für ganze Kulturkreise maßgebende Referenzgrößen darstellen und doch eigentlich das Individuum, den einzelnen Menschen ansprechen und zum Heil führen wollen. Als Weltreligionen in diesem Sinne werden heute zumeist der Buddhismus, das Christentum und der Islam, in einem weiteren Sinne auch das Judentum, der Hinduismus und die chinesische, sich aus Konfuzianismus und Taoismus speisende Religion bezeichnet, gefolgt von einigen kleineren Religionen, wie den Bahá'í. Die Unterscheidung zu den sogenannten Volksreligionen ist somit fließend. Der Referent gibt einen vergleichenden Überblick über diese Weltreligionen, wobei er Gemeinsamkeiten und Unterschiede erläutert. Auch gibt er Vorschläge, wie man sich als heutiger Mensch in der modernen, pluralistischen Gesellschaft und ihrem "Supermarkt der Religionen" zurecht finden und seinen eigenen Weg gehen kann.
Ort, Uhrzeit und Gebühr werden noch bekannt gegeben.
http://www.vhs-bornheim-alfter.de/
5.3. Mi, 9.11.2005 (also NICHT Di., 08.11.2005 !), WiLa Bonn
„Islam in Deutschland“
Entgegen der Stereotypen von den Stammtischen hat sich der Islam in
Deutschland im Zuge von Zuwanderung aber auch durch Konversion zu einem
höchst komplexen Gebilde entwickelt, das selbst von Fachleuten kaum noch zu
durchschauen ist. Dabei ist das Wissen um die offiziellen und inoffiziellen
Strukturen des Islam in Deutschland von großer Bedeutung, wenn es
beispielsweise um die Frage nach einem islamischen Religionsunterricht an
staatlichen Schulen geht.
Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit gibt einen Einblick in
die Geschichte des deutschen Islam und gleichzeitig in die Breite des
islamischen Spektrums.
Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath.
18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben.
http://www.wilabonn.de/
5.4. Nur zur Erinnerung an Interrel. Rundbrief Nr. 113, Punkt I.14:
Einführung in buddhistische Meditationspraktiken - Schwerpunkt Achtsamkeitsmeditationen am 21.5.2005 in der VHS Bornheim-Alfter in Roisdorf
Den Kurs gebe ich selber. Hier die offizielle Bekanntmachung:
Kursnummer: K10901 Status:
Veranstaltungsart:
Wochenendkurs
Wochentag:
Samstag
Termin / Uhrzeit:
Sa. 21.05.2005, 14:00 - 18:00
Dauer:
5 Unterrichtsstunden
Dozent/in:
Michael Schmiedel
Ort:
Roisdorf Neues VHS-Gebäude
Gebühren:
13,75 EUR (ermäßigt 8,38 EUR)
Ein Schwerpunkt buddhistischen Geistestrainings liegt auf diversen Meditationspraktiken, die den Praktizierenden helfen sollen, Weisheit und Mitgefühl und letztlich das Erwachen zu realisieren. Einige der Meditationen setzen zur ihrer Ausübung keine buddhistische Identität der Praktizierenden voraus. Der Dozent, Religionswissenschaftler und Praktizierender der Achtsamkeitsmeditation, führt theoretisch und praktisch in einige Meditationstechniken mit Schwerpunkt auf der Achtsamkeitsmeditation ein. Tragen Sie bitte bequeme Kleidung, in der sie gut auf dem Boden sitzen können, und bringen Sie eine Matte sowie - soweit vorhanden - ein festes Sitzkissen und/oder Sitzbänkchen mit.
http://www.vhs-bornheim-alfter.de/
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6. Nun noch ein paar Gedanken zum neuen Papst:
Um Benedikt XVI. wird viel diskutiert. Wen haben wir da nun vor uns, den reformerischen Theologen, der er bis 1968 war oder den sittenstrengen Bewahrer alterhergebrachter Werte, der er als Oberhaupt der Glaubenskongregation im Vatikan war? Er sagte, wie man handle, das hänge von dem Stuhl ab, auf dem man sitze. Ja vielleicht mag man das, wenn man selber eher der offeneren Theologie anhängt, als Hoffnungszeichen interpretieren. Vielleicht musste er auf dem Stuhl des Großinquisitors so streng sein und erlaubt sich nun als Papst mehr Offenheit. Vielleicht werden wir uns noch alles über „Papa Ratzi“ wundern und am Ende seiner Amtszeit haben wir/die Katholiken eine Abendmahlsgemeinschaft mit den Protestanten, geweihte Priesterinnen, verheiratete Weltpriester, erlaubte Empfängnisverhütung, regelmäßig stattfindende Gebete der Religionen, homosexuelle Ehen. Einen Reformanfang scheint er ja schon zu machen, indem er geschiedene und wieder verheiratete Katholiken nicht mehr von der Kommunion ausschließen will. Eine diesbezügliche Reform soll in Arbeit sein. Man muss nun aber zweierlei bedenken: Wer eine so riesige Gemeinschaft leitet, wie die Römisch-Katholische Kirche sie darstellt, muss eher mal eine Reform verschieben, als sie zu früh durch zu setzen, wenn er sowohl die Reformwilligen, als auch die Konservativen im Boot behalten will. Andererseits darf man von konservativer Seite nicht immer nur so argumentieren, als stünde die bewahrende Geisteshaltung hier nur gegen Beliebigkeit und Zeitgeistanpassung. Vielmehr geht es um wirklich ethische Fragen, und auch Nichtkonservative können feste Fundamente ihrer Überzeugungen haben, und sind nicht unbedingt Beliebigkeitsvertreter. Man sollte solche Polemiken ohnehin aus der Diskussion raus lassen und sich lieber um gegenseitiges Verständnis bemühen. Sicher, einigen Leuten geht es nicht um Verständnis, sondern um Macht. Aber das ist in jedem Diskurs so. Leider!
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7. Off-topic: Konzertrezensionen:
7.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005
Thomas Kannmacher – meist nur Tom genannt – ist wohl der dienstälteste Aktivist der irischen Musikszene in Bonn und hat dabei auch noch den Vorteil, dass er es als Musiklehrer in der Bonner Musikschule hauptberuflich machen kann. An diesem Abend gab es nun ein Doppelkonzert zweier Bands, die auf seine Initiative zurück gehen.Die Erkelteten sind eine Jugendband, bestehend aus sieben Jungs und Mädels im Alter um die 16 oder so. Ich hatte sie schon in der Rezension des 1. Bonner Irish Folkfestivals 2002 erwähnt, was bedeutet, dass sie tatsächlich nun seit drei Jahren aktiv sind, beharrlich üben und sich fort entwickeln. Auf Uilleann Pipes, Whistles, Querflöte, Harfe, Gitarre, Geige, Bhodrán und mit Gesang gaben sie unter Mitwirkung Toms auf Whistles und Cello ein feines, traditionelles Konzert, bei dem alles stimmte. Das klingt nun etwas sehr nach Schule, aber es ist ja auch eine Schulgruppe, und auch von anderen Schülern Toms wurde mir schon mal zugetragen, dass er eher ein Freund konservativerer Spielweisen sei, was eigentlich soviel bedeutet, dass seine irischen Vorbilder im 70er-Jahre-Folkrevival zu finden sind, wobei er vor allem Planxty gerne nennt. Aber ganz so streng, wie sich das jetzt anhört, ist es keineswegs, denn zum einen spielten sie unter den vielen Reels des Abend auch einen, den ich letztens von Foggy Stew hörte, der nach deren Info von Calico stammt und gemäß Toms Ansage „Up and down“ heißt und zwar schon in die Tradition eingegangen sei, insofern er hier und da auswendig gespielt würde, aber moderne Off-beats enthalte. Ich schrieb ja auch schon, dass er mir balkanisch vorkam. Ein anderes Vorbild hörte ich aber auch aus den Arrangements heraus, noch mehr als bei den Erkelteten aber bei Rolling Wave.Rolling Wave, die älteste bestehende Irish Folk Band Bonns gab an diesem Abend auf Geige, Uilleann Pipes, Whistles, zwei Gitarren, Bhodrán und mit Gesang ihr Last Farwell, denn – so Tom – sie seien aus dem Schülerdasein herausgewachsen und passten nicht mehr in die städtische Musikschule, die ihnen Konzerte mit eigenen Einnahmen verbiete. Die Wurzeln von Rolling Wave gehen bis 1984 zurück, und es ging noch eine andere Gruppe voraus. Den Namen erhielten sie Ende der 80er, seit wann die einzelnen Musiker(innen) dabei sind, weiß ich jetzt nicht, Stefan, der Gitarrist, seit 1989. Sie experimentieren schon mehr mit moderneren Einflüssen, aber oben erwähnten Einfluss einer altehrwürdigen irischen Formation, der Kulturbotschafter Irlands schlechthin, nämlich der seit über 40 Jahren spielenden Chieftains hörte ich zuerst sehr deutlich zu Beginn eines meines Wissens schottischen Liedes namens „I have a wife of my own“ bei welchem Tom auf der Whistle, Sabrina auf der Geige und Näx auf der Pipe einzelne Fetzen der Melodie abwechselnd spielten und sich so gegenseitig zuwarfen. Das war für meine Ohren vielleicht der deutlichste, aber nicht der einzige Verweis auf die Häuptlinge. Dass es aber nicht darum geht, Spielweisen irischer Gruppen zu kopieren, sondern auch eigenes hinein zu bringen, zeigte Tom u.a. dadurch, dass er diesem Lied einen selbst geschriebenen deutschen Text einverleibte, um so eine Brücke zwischen Irland und Deutschland zu schlagen. Gegen Ende des Konzerts spielten und sangen die fünf ihrem Lehrer ein besonders Ständchen, und zwar hatten sie ein 30 Jahre altes Lied von Tom heraus gekramt, mit dem er damals Straßenmusik gemacht hatte. Ein Rahmen voller Rolling Wave-Fotos, eine Preisurkunde von 1994 und Dauerfreikarten für Konzerte von Ryan's Airs schenkten sie ihm auch noch, bevor sie und die Erkelteten noch gemeinsam eine Abschlusssession gaben.Ah, ich hab’s schon indirekt verraten: Rolling Wave als solche hören zwar auf, machen aber – wenn auch ohne Lehrer – als Ryan's Airs weiter, und werden beim 4. BIFF auch dabei sein, inklusive Toms, allerdings „nur“ als Gastmusiker. Überhaupt geht das BIFF, das Sabrina ins Lebens rief, insofern auf Rolling Wave zurück, die ja auch die Hauptinitiatoren der Bonner Sessionszene waren. Darüber könnte man einiges schreiben, was vielleicht noch irgendwann kommt.Die Auflistung der Besetzung der beiden Bands:Die Erkelteten:Anna Lück: HarfeJulia Lück: Flute, Tin WhistleJonas Heidebrecht: Uilleann Pipes, WhistleJulian Goertz: Gitarre, Bodhran, BaßPatrick Osikominu: GitarreHeike Kosmider: FiddleThea Staab: GesangThomas Kannmacher: Cello, Gesang, 2. Fiddle, 2. Whistle, 2. Flute ...Rolling Wave:Sabrina Palm: FidddleNäx = Alexander May: Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, GesangStefan Hennes: Gitarre, GesangAndrea Fritz: Gitarre, GesangAndreas Schneider: BhodránThomas Kannmacher: Pipes, Cello
Infos im Internet:
http://www.kannmachmusik.de/
http://www.ryansairs.de/home.htm
*
7.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Zum vierten Mal lud Sabrina Palm zum Bonner Irish Folk Festival ein. Das ursprüngliche Konzept, ein Festival von Bonner Musikern für Bonner Musiker zu sein, war ja schon beim 2. BIFF durchbrochen worden, aber erstmals waren die Bonner Musiker in diesem Jahr in der Minderheit, denn von den drei Bands war nur noch eine aus Bonn. Ob so auch der gestiegene Eintrittspreis zu erklären ist, weiß ich nicht.
Ryan’s Airs eröffneten den Reigen. Wie schon in der Rezension von dem Konzert am 13.4.2005 erwähnt, ist Ryan’s Airs die Nachfolgeband von Rolling Wave und besteht aus Sabrina Palm (Fidddle), Näx = Alexander May (Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, Gesang), Stefan Hennes (Gitarre, Gesang), Andrea Fritz (Gitarre, Gesang) und Andreas Schneider (Bhodrán). Stilistisch bewegen sie sich zwischen den ihnen von ihrem ehemaligen Lehrer Tom Kannmacher nahe gebrachten Einfluss von Chieftains und Planxty und moderneren Einflüssen der Bands, bei denen Michael McGoldrick mitspielt(e). Zwischen den traditionell bis jazzig interpretierten Tunes boten sie einige Lieder, nicht nur von Andrea, sondern auch von Stefan und sogar von Näx gesungen. Letzterer, der ja sonst als virtuoser Piper berühmt ist (übrigens auch zu hören in der Filmmusik der Neuverfilmung von „Das Gespenst von Canterville“), hatte während seines Studienaufenthaltes in Glasgow ein lustiges Lied über Fußballer aufgeschnappt, das wirklich gute Laune verbreitete. Andrea sang ein Antikriegslied, das ich vor allem von Clannad kenne, und Stefan eines von Dan Ar Braz, dem bekannten bretonischen Gitarristen. Extra erwähnen möchte ich aber auch das Bhodrán-Spiel von Andreas (der in o.g. Filmmusik auch mitspielt), das nämlich nicht einfach nur schnell und rhythmisch, sondern sogar melodiös ist, so wie ich es mal bei den Rezension der Flook-Konzerte beschrieben hatte. Na ja, ganz so weit wie John Joe Kelly ist er noch nicht, aber er ist auf dem richtigen Weg! Der ehemalige Lehrer kam diesmal als Gastmusiker dazu. Tom sang seine selbstgedichtete Version von „I have a wife of my own“, bei der es um einen Steit zwischen Eheleuten geht, wobei er sich ein Segelboot kaufen will, um es zu Hause in den Gemüsegarten zu stellen, wovon sie – hier von Andrea personifiziert, obwohl Toms eigene Frau im Publikum lauschte – überhaupt nicht begeistert ist.
Die zweite Band des Abends war Déirin Dé aus Hamm in Westfalen in folgender Besetztung Ann Grealy (Gesang), Thomas Hecking (Diatonisches Akkordeon), Ulrike Steinborn (Geige), Tobias Kurig (Bouzouki), Benedikt (nein, nicht XVI., sondern) Terrahe (Bodhrán) und Regina Elling (Flute und Tin Whislte). Letztere spielt ja sonst bei Friel’s Kitchen mit und war in der Formation beim 2. BIFF schon dabei und vertrat an diesem Abend den abwesenden Colman Conolly. Regina und Ann sind also trotz der sichtbaren Ähnlichkeit nicht miteinander verwandt. Ann war die einzige „echte“ Irin beim 4.BIFF. Ihr Gesang war weich und sehr voll und voluminös, geradezu operntauglich, ihr Stil sehr modern, nicht nur bei einem allgemein bekannten Popsong, den sie zwischendurch zwecks Abwechslung darbot, sondern auch z.B. bei „The Newry Highway Man“, welches eigentlich völlig neu komponiert war und nur den bekannten Text noch enthielt. Die Tunes bewegten sich hauptsächlich in dem recht harten, fast schottischen Donegal Style, den Altan-Fans (so auch ich) zu würdigen wissen. Thomas zeigte seine Qualitäten nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch als witziger Ansager: Was ist die westfälische Version einer Kai Pirinha? Doppelkorn auf zerstoßener Zuckerrübe. Auch wusste er von einem japanischen Flötespieler zu berichten, dessen aus der Flöte tropfendes, von einem vorher verspeisten Kugelfisch stammendes, batteriesäureähnliches Kondenswasser Löcher in seine Hose brannte. Interssant fand ich auch die Bouzouki von Tobias, denn die schien mir übergroß zu sein, und er entlockte ihr teils metallisch harte, dann aber auch wieder ganz weiche, stets aber sehr rhythmische Klänge.
Eine Bouzouki spielte auch beim dritten Act eine wichtige Rolle. Die Amsterdamer Band Kill da Goose war nach neun Stunden Fahrtzeit mit einer Reifen- und zwei Motorpannen per Mietwagen, zuletzt von Leverkusen aus per Taxi gerade noch rechtzeitig in Bonn angekommen und musste ihren Soundcheck unmittelbar vor ihrem Auftritt nachholen. So klang es anfangs auch zu hart und schrill, dass die Ohren schmerzten, aber der Tonmeister am Mischpult bekam es dann doch auf die Reihe. Kaspar Laval (Bouzouki, Gesang. Low Whislte), Stijn van Beek (Uilleann Pipes, Low Whislte), Anneke Eijekboom (Fiddle) und Dudu Puente (E-Bass) zeigten sich vor allem von der instrumentellen Seite. Stijns quirliges Pipespiel erinnerte mich teilweise an das von Eoin Dillon von Kíla. Anneke fiddelte traditioneller dazu, Dudus Bass wirkte beruhigend dabei, kam aber gegen den hellen, aufgestachelten Hauptton seiner Mitspieler kaum an. Dudu stammt übrigens aus Asturien, wo es ja auch eine (neo)keltische Musiktradition gibt. Einige der Tunes stammten indes nicht aus dem keltischen oder westeuropäischen, sondern aus dem südosteuropäischen Raum, aus Mazedonien und der Türkei. Wie aufmerksame Leser meiner Rezensionen wissen, mag ich die Musik aus dieser Gegend unseres Subkontinents sehr gerne, auch wenn ich mich da wenig auskenne. Jedenfalls scheint es derzeit in der irischen Musik Mode zu sein, die beiden Musikregionen in diversen Tunes zumeinst recht jazzig miteinander zu verschmelzen, ein Trend, der für meine Ohren Wunderbares hervorbringt. Eine der Melodien hätte ich ohne die Ansage aber als bretonisch eingestuft. Ein einziges Lied brachten sie mit: „Streched out on your grave“ von Sinéad O’Connor, das Kaspar so expressiv sang, dass ich mich an Andy Irvine erinnerte, auch wenn die Stimmlage voller und weicher war. Und Stijn begleitete ihn auf den Pipes dabei mit einer sehr komplexen, sehnsuchtsvollen Melodie, so dass mir das gesamte Arrangement durch und durch ging.
Natürlich gab es dann eine Abschlusssession aller Musiker, von Thomas Hecking „dudeln in Rudeln“ genannt. Da brummte der Saal, und Sabrina hüfte vor Freude. Ich weiß gerade nicht, wie das Stück von Michael McGoldrick heißt, das sie da unter anderem spielten, aber ich liebe es sowohl von ihm selbst gespielt, als auch von den BIFF-Musikern an diesem Abend!
Bei der anschließenden Session im Fiddler’s war ich leider nicht dabei, und kann von daher auch nichts berichten.
Infos im Netz:
http://achimweimer.de/biff/
http://www.ryansairs.de/
http://www.deirinde.de/
Von Kill da Goose gibt es leider keine Homepage.
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Also bis hoffentlich bald wieder!
Bis dahin gute Erholung!
Herzliche Grüße
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
Information – Inspiration – Dialog:
http://interreligioeser-rundbrief.blogspot.com/
Links, Termine, Rezensionen, Forum:
http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu/
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Anhang: ein Rundbrief von Yesche Regel und Angelika Wild,
aber ohne die dort erwähnten Word-Anhänge:
Yesche U. Regel u. Angelika Wild-Regel
Auf der Heide 1, D-56729 Langenfeld/Eifel
Tel. 02655-962 840 (Yesche) und 02655-962 170 (Angelika)
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
Liebe EmpfängerInnen dieser Rundbriefes!
Nachdem wir am vergangenen Sonntag unseren Bonner Praxisraum mit einem kleinen Fest eröffnen konnten, möchten wir nun gelegentlich mit einem Rundbrief die Entwicklung und die Programme unserer Praxis dokumentieren.
Die Eröffnungs-Feier am 17. April 2005
Nachdem wir den bis dahin etwas tristen Flur zur Praxis mit einer Kollektion von gerahmten Fotos, die Angelika selbst aufgenommen hatte, dekoriert haben, kamen an die 50-60 Gäste diesen Weg entlang, wurden mit Bio-Säften und Öko-Knabbereien empfangen und nahmen in unserem etwa 50 qm großen Raum auf den neuen Meditationskissen und Matten Platz.
All jenen unter den EmpfängerInnen dieser e-Mail, die dabei waren, und es war eine schöne Versammlung aus alten und neuen Freunden, möchten wir hiermit noch einmal herzlich für ihr Kommen danken. All jenen, die vorher abgesagt haben, möchten wir mitteilen, dass wir uns auf einen Besuch zu anderer Zeit freuen würden, und dies gilt natürlich auch für alle, die in aller Stille nicht kommen wollten oder konnten.
Vorstellung der Bonner Projekte
Wir haben die Gelegenheit genutzt, um unsere Projekte in Bonn vorzustellen.
Stressbewältigung durch Achtsamkeit
Angelika beschrieb das Programm nach Dr., Jon Kabat-Zinn, das sie als dafür ausgebildete Dozentin in der Praxis in Gruppen- und Einzelstunden anbieten wird. Dabei werden aus dem Buddhismus kommende Achtsamkeits-Übungen Menschen mit psychischer Belastung und körperlichen Beschwerden alltagsbegleitend vorgestellt und mit persönlicher Begleitung eingeübt. Wissenschaftliche Untersuchungen in den USA haben die Wirksamkeit dieser Methodik festgestellt, die dort bereits an über 200 Klinik mit zehntausenden von Patienten Anwendung gefunden hat. Angelika hat in den letzten Jahren eine entsprechende Ausbildung bei Dr. Linda Lehrhaupt genossen und ist, auch aufgrund ihrer eigenen Meditationserfahrungen, sehr motiviert diese Methoden mit betroffenen Menschen zu üben. Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patrienten und Klienten diese Kurse mit guten Gewissen empfehlen, auch deshalb weil sie keinen religiösen Charakter haben und keine Vorkenntnisse voraussetzen.
Vision des Paramita-Projekts
Yesche erläuterte die Vision des buddhistischen Paramitas-Projektes und wies auf den traditions-übergreifenden Charakter unserer Kurse hin. Er erinnerte daran, dass der 16. Karmapa, der tibetische Lama, durch den Yesche 1980 die Mönchsweihe empfing, ihn in ihrer letzten Begegnung dazu ermutigte nach Bonn zu gehen. Das war vor 25 Jahren, und in der Folge dieser Entscheidung war Yesche dann an der Entstehung von tibetischen Zentren im Raum Bonn beteiligt gewesen, ohne jedoch jemals in Bonn selbst Fuß zu fassen. Vor 10 Jahren hatte er einmal auf einer Konferenz die Gelegenheit gehabt, dem Dalai Lama die Idee von traditions-übergreifenden buddhistischen Stadtzentren zu erläutern. Dabei ging es darum, dass Menschen, die sich nicht einer einzigen Tradition verpflichtet fühlen, dennoch ein gründliches Training in grundlegenden buddhistischen Meditationen erfahren und buddhistische Lehrkonzepte verstehen lernen können. Genau dies hoffen wir nun in Bonn zu verwirklichen.
In unseren Kursen, die 7-10 Abende umfassen, ist es möglich, Meditationen und Dharma-Inhalte gründlich einzuüben und kennen zu lernen, sowie auch persönliche Anleitung zu erfahren und Freundschaften zu schließen. Eine langfristige Verpflichtung ist jedoch nicht nötig, lediglich eine Anmeldung für einen jeweiligen Kurs. Damit soll ein Mittelweg zwischen Flexibilität und Verpflichtung ermöglicht werden, in der Hoffnung, dass dies vielen Interessenten entgegen kommt.
Shoji-Altar
Eine gute Nachricht war auch, dass sich während der Eröffnung ein Gast dazu bereit erklärte, beim Bau eines Altarschrankes behilflich zu sein, den wir, im Stil einer einfachen japanisch-anmutenden Shoji-Wand, errichten wollen. Sobald dieser Schrank fertig ist und eine geeignete Buddha-Statue gefunden und gesegnet wurde, soll dieser Altar von einer Versammlung ordinierter Buddhisten mehrerer Traditionen zeremoniell eingeweiht werden.
Die nächsten Kurse im Paramita-Projekt:
Mit dem 12. Mai beginnt eine Serie von 7 Meditations-Abenden und von 7 Themen-Abenden:
"Meditationen zur Entwicklung von Geistesruhe und Achtsamkeit" (Donnerstag 18.00 - 19.30 Uhr)
"Die achtsame Anwendung der Paramitas im täglichen Leben" (20.00 - 21.45 Uhr)
Einstiegs- oder Schnupper-Abende sind jeweils der 12. und 19. Mai.
Stille Meditationsstunde
Außerdem wird Angelika am Mittwoch Nachmittag eine "Stille Meditationsstunde" anbieten,
und zwar am 11, 18. und 25. Mai, sowie am 1., 15 und 22. Juni, sowie am 6. und 13. Juli, zu der Jeder und Jede ohne Anmeldung willkommen ist.
Des weiteren stehen im Rahmen des Paramita-Projektes unsere ersten Wochenend-Seminare bevor:
"Die Vier Edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad"
20.-22. Mai 2005 mit Yesche u. Angelika
"Achtsamkeit und ethisches Verhalten"
24.-26. Juni 2005 mit Yesche
Das "Meditationswochenende zur Tonglen-Praxis" mit Yesche
wird am 8. und 9. Juli 2005 im Siddharta Haus in Bad Godesberg stattfinden
und dann am Sonntag, den 10. Juli in unserer Praxis fortgesetzt.
Hier gab es ein Missverständnis des Termins, der im Programm von Siddharta für das erste Juli-Wochenende ausgewiesen ist.
Anmeldungen bitte nur an das Siddharta Haus in der Denglerstr. 22, Tel. 0228-935 9313, e-Mail: pamib@t-online.de
"Achtsamkeit und Liebende Güte"
16. und 17. Juli 2005 mit Angelika
Eine Übersicht über alle unsere nächsten Kurse findet sich im Anhang zum ausdrucken.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Paramita-Programm-Mai-2005.doc"
Hier gibt es auch eine genauere Beschreibung der Wochenenden.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Wochenend-Seminare1.doc"
Tibetische Pujas
Darüberhinaus möchte Yesche einige tibetisch-buddhistische Pujas (Meditations-Rituale) anbieten und durchführen. Daran kann man teilnehmen und mitmachen.
Dies ist vorerst jedoch nur morgens möglich.
Grüne Tara Puja
am Donnerstag, den 28. April um 8.00 Uhr
Medizin-Buddha-Puja
am Freitag, den 13. Mai um 8.00 Uhr
Grüne Tara Puja.
am Freitag, den 20. Mai um 8.00 Uhr
Weitere Pujas nach Vereinbarung mit den Interessenten.
Dies sind die nächsten Kurse im Rahmen der
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und Stressbewältigung:
Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn
mit Angelika Wild - Regel
an unserem Kursort in der Clemens-August-Straße 17,
53115 Bonn-Poppelsdorf 0228/90 86 860
Termine: Mai - Juli 2005
Der nächste Kurs findet als Gemischte Gruppe (Frauen und Männer) jeweils mittwochs von 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt und umfasst 8 Termine.
Beginn: 18. Mai, und weiter am 25. Mai,
1. Juni, 15. Juni, 22. Juni,
6. Juli, 13. Juli und 21.Juli
Hinzu kommt ein ganzer Übungstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, der voraussichtlich am Samstag, den 9. Juli 2005, stattfinden wird.
Bei Interesse bitte baldmöglichst einen Termin für ein Vorgespräch vereinbaren!
Die genaue Beschreibung des 8-Wochen-Programms befindet sich auf dem Flyer "Stressbewältigung durch Achtsamkeit" und auf der Homepage www.stressbewaeltigungbonn.de .
Kurs am Wochenende:
Ayurvedische Ernährungslehre und Stressbewältigung durch Achtsamkeit
mit Angelika Moog und Angelika Wild-Regel
„Die Gesundheit erhalten“, lautet das Motto für dieses Frühjahrsangebot.
In diesem Seminar werden Einblicke in die ayurvedische Ernährungs- und Gesundheitslehre gegeben. Dabei lernen Sie die verschiedenen Konstitutionstypen kennen und die darauf abgestimmte individuelle Ernährungs- und Lebensweise.
Meditative Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen aus dem Programm
„Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ laden zu einem heilsamen Umgang mit sich selbst ein, und runden das Programm ab. Zeiten des Schweigens und des Austausches in der Gruppe wechseln sich ab.
Es wird am Samstag eine ayurvedische Mahlzeit gemeinsam in Achtsamkeit und Stille eingenommen.
Termin: Samstag 28.Mai 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag 29. Mai 10.00 Uhr --16.00 Uhr
Die Kosten: (inkl. einem ayurvedischen Mittagessen) 135,00 € pro Person.
Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen.
Kursleiterinnen:
Angelika Moog, Dipl. Oecotrophologin
Klientenzentrierte Gesprächsführung GwG,
Ayurveda-Ausbildung bei Dr. E.P. Jeevan, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery,
Ausbildung zur Fachberaterin für Ess-Störungen im Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen
Angelika Wild-Regel, Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Entspannungspädagogin, Kursleiterin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn,
buddhistische Meditation seit 1989,
Schülerin der 1997 verstorbenen buddhistischen Nonne Ayya Khema
Auch diese Ankündigung hängt als Word.doc an.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Angelikas Kurse Mai-Juni-2005.doc"
Außerdem stehen wir auch zu Einzel-Beratungen und individuellen Übungsanleitungen zur Verfügung und haben dies in dem Dokument "Angebote.doc" zum Ausdruck gebracht.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Angebote.doc"
Untermieter gesucht
Wir suchen auch weiterhin nach einem Untermieter, die oder der am Montag ganztägig und langfristig und am Dienstag bis mittags den Praxisraum mitbenutzen möchte. Zudem steht der Raum an einigen Wochenenden im Monat zur Verfügung. Der Raum ist geeignet für Yoga und andere Formen der Körperarbeit, sowie für unterschiedliche Kurse und Beratungen. Die Kosten sind Verhandlungssache.
Soviel für heute. Wir sind sehr motiviert in Bonn eine schöne Aktivität zu entfalten, die zur Achtsamkeit, zur Entspannung, zur Stressbewältigung und, nicht zuletzt, zur Einführung in den Buddhismus und die buddhistische Meditation hilfreich ist.
Mit herzlichen Frühlingsgrüßen,
Angelika Wild-Regel und Yesche U. Regel
in Bonn:
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
(25.4.2005)
Liebe Leserinnen und Leser,
dies ist nun endgültig der letzte interreligiöse Rundbrief von dieser Adresse. Ich werde jetzt vorrübergehend nicht per E-Mail erreichbar sein, hoffe aber, das möglichst schnell wieder zu ändern. An dieser Stelle danke ich schon einmal für die mir zugedachten finanziellen Unterstürzungen. Unter http://michael-alwis-schmiedel.blogspot.com/ können Sie lesen, wie sie mich bei Bedarf erreichen können.
Sollte ich zwischenzeitig noch etwas bekannt zu geben haben, stelle ich es direkt auf die Seite http://interreligioeser-rundbrief.blogspot.com/ ins Internet. Schauen Sie einfach ab und zu da hinein. Dort steht auch meine Bankverbindung im Editorial des Interrel. Rb. Nr. 113.
1. Das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit 1
2. Der Interreligiöse Gesprächskreis in Bonn von Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn wird ebenfalls am 2.6. wieder stattfinden, 1
3. Einführungsvorträge zur Ausstellung „Krone und Schleier“: 2
4. Vorausschauend auf den Herbst möchte schon mal zu zwei Veranstaltungen am 6. und 20.9.2005 der VHS Bonn einladen, die noch in Planung sind: 2
4.1. Ein Abend zum Thema „Frauensichten zum Islam“ mit Karima Stauch als Referentin, Jeannette Spenlen als Moderatorin, Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn und evtl. DML Bonn als Koop-partner. 2
4.2. Ein Abend zum Thema „Islamische Erziehung an öffentlichen Schulen“ mit K. Gebauer als Referent, Jeannette Spenlen als Moderation und Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn als Kooperationspartner. 2
5. Auch im Herbst werde ich drei Vorträge halten, zu denen ich auch herzlich einlade: 2
5.1. Di., 13.09.2005, WiLA Bonn. 2
„Buddhismus und Gewalt“. 2
5.2. Do., 20.10.2005, VHS Bornheim-Alfter: 2
„Weltreligionen: was verbindet, was unterscheidet sie?“. 2
5.3. Di., 08.11.2005 , WiLa Bonn. 3
„Islam in Deutschland“. 3
5.4. Nur zur Erinnerung an Interrel. Rundbrief Nr. I.14: 3
Einführung in buddhistische Meditationspraktiken - Schwerpunkt Achtsamkeitsmeditationen am 21.5.2005 in der VHS Bornheim-Alfter in Roisdorf 3
6. Nun noch ein paar Gedanken zum neuen Papst: 4
7. Off-topic: Konzertrezensionen: 4
7.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005. 4
7.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich. 5
Anhang: ein Rundbrief von Yesche Regel und Angelika Wild, 6
Hier haben Sie aber schon einmal ein paar Termine:
1. Das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit
findet weiterhin jeweils am 1. Donnerstag im Monat, also 3.5., 2.6., 7.7. usw. statt, jeweils von 17.30 Uhr bis 17,45 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn, im Mai noch einmal nahe dem Münster, da der Münsterplatz selbst anderweitig belegt ist.
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2. Der Interreligiöse Gesprächskreis in Bonn von Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn wird ebenfalls am 2.6. wieder stattfinden,
wieder bei Lioba von Lovenberg in der Argelanderstraße 6 in Bonn von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr. Thema: Religiöser Fanatismus.
Beim letzen Mal hatten wir das Thema „Selbstverwirklichung“. Dabei kamen wir letztlich nicht ganz auf einen Nenner darüber, was denn das zu verwirklichende Selbst letztlich überhaupt ist, ob das Ego als psychologisch-kognitive Funktion des biologischen Organismus Mensch oder die spirituelle, göttliche Wesenheit des Menschen, die unter den Zwiebelschalen des Ego verborgen ist. Einig waren wir uns darüber, dass ein Ausleben der individuellen Bedürfnisse und Interessen nicht das Leid anderer nach sich ziehen darf und auch, dass Selbsterkenntnis eine wichtiges Unterfangen des Menschen sein soll, wenn er sich und anderen nützen will, und dass das unternehmen der Selbsterkenntnis das ganze Leben begleitet und nicht anderen Bereichen des Lebens zeitlich voraus geht. Selbstverwirklichung ohne Selbsterkenntnis aber ist nicht möglich.
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3. Einführungsvorträge zur Ausstellung „Krone und Schleier“:
Marcus Mrass bietet noch am 8. und 22. Mai und am 26, Juni Einführungsvorträge zur Ausstellung an.
Ich finde die Ausstellung sehr kontemplativ und sehenswert. Vorher war ich in der sog. Tutanchamun-Ausstellung, in der man vor lauter Besuchern kaum an die Exponate heran kam, zumal die Maske des Pharao, mit der für die Ausstellung geworben wurde, gar nicht da war. Die „Krone und Schleier“-Ausstellung war fast leer, aber zeigt wirklich sehr schöne Exponate aus mittelalterlichen Nonnenklöstern.
Vgl. http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/frauenkloester/index.htm
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4. Vorausschauend auf den Herbst möchte schon mal zu zwei Veranstaltungen am 6. und 20.9.2005 der VHS Bonn einladen, die noch in Planung sind:
4.1. Ein Abend zum Thema „Frauensichten zum Islam“ mit Karima Stauch als Referentin, Jeannette Spenlen als Moderatorin, Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn und evtl. DML Bonn als Koop-partner.
4.2. Ein Abend zum Thema „Islamische Erziehung an öffentlichen Schulen“ mit K. Gebauer als Referent, Jeannette Spenlen als Moderation und Religions for Peace/WCRP Köln / Bonn als Kooperationspartner.
Näheres wird noch bekannt gegeben.
http://www.bonn.de/vhs/
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5. Auch im Herbst werde ich drei Vorträge halten, zu denen ich auch herzlich einlade:
5.1. Di., 18.10.2005 (also NICHT 13.09.2005!), WiLA Bonn
„Buddhismus und Gewalt“
Während sich die Geschichte und auch die Gegenwart der monotheistischen
Weltreligionen nicht selten als gewaltbelastet darstellt, scheint der
Buddhismus immun gegen dieses Phänomen zu sein. Der Vortrag mit
anschließender Diskussionsmöglichkeit fragt nach faktischer Gewalt und dem
Ideal der Gewaltlosigkeit innerhalb der buddhistischen Kulturen. Dabei wird
an Fallbeispielen zu zeigen sein, dass auch die zweieinhalbtausendjährige
Kulturgeschichte des Buddhismus nicht frei ist von religiös legitimierter
Gewalt.
Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath.
18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben.
http://www.wilabonn.de/
5.2. Do., 20.10.2005, VHS Bornheim-Alfter:
„Weltreligionen: was verbindet, was unterscheidet sie?“
Die Menschheit hat im Laufe ihrer Geschichte eine unüberschaubare Menge an verschiedenen Sinndeutungs- und Welterklärungssystemen hervor gebracht. Einige davon sind zu Weltreligionen geworden, also Glaubenssystemen, die nicht nur für einzelne Völker, sondern für ganze Kulturkreise maßgebende Referenzgrößen darstellen und doch eigentlich das Individuum, den einzelnen Menschen ansprechen und zum Heil führen wollen. Als Weltreligionen in diesem Sinne werden heute zumeist der Buddhismus, das Christentum und der Islam, in einem weiteren Sinne auch das Judentum, der Hinduismus und die chinesische, sich aus Konfuzianismus und Taoismus speisende Religion bezeichnet, gefolgt von einigen kleineren Religionen, wie den Bahá'í. Die Unterscheidung zu den sogenannten Volksreligionen ist somit fließend. Der Referent gibt einen vergleichenden Überblick über diese Weltreligionen, wobei er Gemeinsamkeiten und Unterschiede erläutert. Auch gibt er Vorschläge, wie man sich als heutiger Mensch in der modernen, pluralistischen Gesellschaft und ihrem "Supermarkt der Religionen" zurecht finden und seinen eigenen Weg gehen kann.
Ort, Uhrzeit und Gebühr werden noch bekannt gegeben.
http://www.vhs-bornheim-alfter.de/
5.3. Mi, 9.11.2005 (also NICHT Di., 08.11.2005 !), WiLa Bonn
„Islam in Deutschland“
Entgegen der Stereotypen von den Stammtischen hat sich der Islam in
Deutschland im Zuge von Zuwanderung aber auch durch Konversion zu einem
höchst komplexen Gebilde entwickelt, das selbst von Fachleuten kaum noch zu
durchschauen ist. Dabei ist das Wissen um die offiziellen und inoffiziellen
Strukturen des Islam in Deutschland von großer Bedeutung, wenn es
beispielsweise um die Frage nach einem islamischen Religionsunterricht an
staatlichen Schulen geht.
Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit gibt einen Einblick in
die Geschichte des deutschen Islam und gleichzeitig in die Breite des
islamischen Spektrums.
Teil der Vortragsreihe des Wissenschaftsladen Bonn „Religion und Politik“ / Krischan Ostenrath.
18.00 (3 UStd.), Gebühr: ca. 10 Euro; Ort wird noch bekannt gegeben.
http://www.wilabonn.de/
5.4. Nur zur Erinnerung an Interrel. Rundbrief Nr. 113, Punkt I.14:
Einführung in buddhistische Meditationspraktiken - Schwerpunkt Achtsamkeitsmeditationen am 21.5.2005 in der VHS Bornheim-Alfter in Roisdorf
Den Kurs gebe ich selber. Hier die offizielle Bekanntmachung:
Kursnummer: K10901 Status:
Veranstaltungsart:
Wochenendkurs
Wochentag:
Samstag
Termin / Uhrzeit:
Sa. 21.05.2005, 14:00 - 18:00
Dauer:
5 Unterrichtsstunden
Dozent/in:
Michael Schmiedel
Ort:
Roisdorf Neues VHS-Gebäude
Gebühren:
13,75 EUR (ermäßigt 8,38 EUR)
Ein Schwerpunkt buddhistischen Geistestrainings liegt auf diversen Meditationspraktiken, die den Praktizierenden helfen sollen, Weisheit und Mitgefühl und letztlich das Erwachen zu realisieren. Einige der Meditationen setzen zur ihrer Ausübung keine buddhistische Identität der Praktizierenden voraus. Der Dozent, Religionswissenschaftler und Praktizierender der Achtsamkeitsmeditation, führt theoretisch und praktisch in einige Meditationstechniken mit Schwerpunkt auf der Achtsamkeitsmeditation ein. Tragen Sie bitte bequeme Kleidung, in der sie gut auf dem Boden sitzen können, und bringen Sie eine Matte sowie - soweit vorhanden - ein festes Sitzkissen und/oder Sitzbänkchen mit.
http://www.vhs-bornheim-alfter.de/
*
6. Nun noch ein paar Gedanken zum neuen Papst:
Um Benedikt XVI. wird viel diskutiert. Wen haben wir da nun vor uns, den reformerischen Theologen, der er bis 1968 war oder den sittenstrengen Bewahrer alterhergebrachter Werte, der er als Oberhaupt der Glaubenskongregation im Vatikan war? Er sagte, wie man handle, das hänge von dem Stuhl ab, auf dem man sitze. Ja vielleicht mag man das, wenn man selber eher der offeneren Theologie anhängt, als Hoffnungszeichen interpretieren. Vielleicht musste er auf dem Stuhl des Großinquisitors so streng sein und erlaubt sich nun als Papst mehr Offenheit. Vielleicht werden wir uns noch alles über „Papa Ratzi“ wundern und am Ende seiner Amtszeit haben wir/die Katholiken eine Abendmahlsgemeinschaft mit den Protestanten, geweihte Priesterinnen, verheiratete Weltpriester, erlaubte Empfängnisverhütung, regelmäßig stattfindende Gebete der Religionen, homosexuelle Ehen. Einen Reformanfang scheint er ja schon zu machen, indem er geschiedene und wieder verheiratete Katholiken nicht mehr von der Kommunion ausschließen will. Eine diesbezügliche Reform soll in Arbeit sein. Man muss nun aber zweierlei bedenken: Wer eine so riesige Gemeinschaft leitet, wie die Römisch-Katholische Kirche sie darstellt, muss eher mal eine Reform verschieben, als sie zu früh durch zu setzen, wenn er sowohl die Reformwilligen, als auch die Konservativen im Boot behalten will. Andererseits darf man von konservativer Seite nicht immer nur so argumentieren, als stünde die bewahrende Geisteshaltung hier nur gegen Beliebigkeit und Zeitgeistanpassung. Vielmehr geht es um wirklich ethische Fragen, und auch Nichtkonservative können feste Fundamente ihrer Überzeugungen haben, und sind nicht unbedingt Beliebigkeitsvertreter. Man sollte solche Polemiken ohnehin aus der Diskussion raus lassen und sich lieber um gegenseitiges Verständnis bemühen. Sicher, einigen Leuten geht es nicht um Verständnis, sondern um Macht. Aber das ist in jedem Diskurs so. Leider!
*
7. Off-topic: Konzertrezensionen:
7.1. Die Erkelteten und Rolling Wave in der Musikschule Bonn am 13.4.2005
Thomas Kannmacher – meist nur Tom genannt – ist wohl der dienstälteste Aktivist der irischen Musikszene in Bonn und hat dabei auch noch den Vorteil, dass er es als Musiklehrer in der Bonner Musikschule hauptberuflich machen kann. An diesem Abend gab es nun ein Doppelkonzert zweier Bands, die auf seine Initiative zurück gehen.Die Erkelteten sind eine Jugendband, bestehend aus sieben Jungs und Mädels im Alter um die 16 oder so. Ich hatte sie schon in der Rezension des 1. Bonner Irish Folkfestivals 2002 erwähnt, was bedeutet, dass sie tatsächlich nun seit drei Jahren aktiv sind, beharrlich üben und sich fort entwickeln. Auf Uilleann Pipes, Whistles, Querflöte, Harfe, Gitarre, Geige, Bhodrán und mit Gesang gaben sie unter Mitwirkung Toms auf Whistles und Cello ein feines, traditionelles Konzert, bei dem alles stimmte. Das klingt nun etwas sehr nach Schule, aber es ist ja auch eine Schulgruppe, und auch von anderen Schülern Toms wurde mir schon mal zugetragen, dass er eher ein Freund konservativerer Spielweisen sei, was eigentlich soviel bedeutet, dass seine irischen Vorbilder im 70er-Jahre-Folkrevival zu finden sind, wobei er vor allem Planxty gerne nennt. Aber ganz so streng, wie sich das jetzt anhört, ist es keineswegs, denn zum einen spielten sie unter den vielen Reels des Abend auch einen, den ich letztens von Foggy Stew hörte, der nach deren Info von Calico stammt und gemäß Toms Ansage „Up and down“ heißt und zwar schon in die Tradition eingegangen sei, insofern er hier und da auswendig gespielt würde, aber moderne Off-beats enthalte. Ich schrieb ja auch schon, dass er mir balkanisch vorkam. Ein anderes Vorbild hörte ich aber auch aus den Arrangements heraus, noch mehr als bei den Erkelteten aber bei Rolling Wave.Rolling Wave, die älteste bestehende Irish Folk Band Bonns gab an diesem Abend auf Geige, Uilleann Pipes, Whistles, zwei Gitarren, Bhodrán und mit Gesang ihr Last Farwell, denn – so Tom – sie seien aus dem Schülerdasein herausgewachsen und passten nicht mehr in die städtische Musikschule, die ihnen Konzerte mit eigenen Einnahmen verbiete. Die Wurzeln von Rolling Wave gehen bis 1984 zurück, und es ging noch eine andere Gruppe voraus. Den Namen erhielten sie Ende der 80er, seit wann die einzelnen Musiker(innen) dabei sind, weiß ich jetzt nicht, Stefan, der Gitarrist, seit 1989. Sie experimentieren schon mehr mit moderneren Einflüssen, aber oben erwähnten Einfluss einer altehrwürdigen irischen Formation, der Kulturbotschafter Irlands schlechthin, nämlich der seit über 40 Jahren spielenden Chieftains hörte ich zuerst sehr deutlich zu Beginn eines meines Wissens schottischen Liedes namens „I have a wife of my own“ bei welchem Tom auf der Whistle, Sabrina auf der Geige und Näx auf der Pipe einzelne Fetzen der Melodie abwechselnd spielten und sich so gegenseitig zuwarfen. Das war für meine Ohren vielleicht der deutlichste, aber nicht der einzige Verweis auf die Häuptlinge. Dass es aber nicht darum geht, Spielweisen irischer Gruppen zu kopieren, sondern auch eigenes hinein zu bringen, zeigte Tom u.a. dadurch, dass er diesem Lied einen selbst geschriebenen deutschen Text einverleibte, um so eine Brücke zwischen Irland und Deutschland zu schlagen. Gegen Ende des Konzerts spielten und sangen die fünf ihrem Lehrer ein besonders Ständchen, und zwar hatten sie ein 30 Jahre altes Lied von Tom heraus gekramt, mit dem er damals Straßenmusik gemacht hatte. Ein Rahmen voller Rolling Wave-Fotos, eine Preisurkunde von 1994 und Dauerfreikarten für Konzerte von Ryan's Airs schenkten sie ihm auch noch, bevor sie und die Erkelteten noch gemeinsam eine Abschlusssession gaben.Ah, ich hab’s schon indirekt verraten: Rolling Wave als solche hören zwar auf, machen aber – wenn auch ohne Lehrer – als Ryan's Airs weiter, und werden beim 4. BIFF auch dabei sein, inklusive Toms, allerdings „nur“ als Gastmusiker. Überhaupt geht das BIFF, das Sabrina ins Lebens rief, insofern auf Rolling Wave zurück, die ja auch die Hauptinitiatoren der Bonner Sessionszene waren. Darüber könnte man einiges schreiben, was vielleicht noch irgendwann kommt.Die Auflistung der Besetzung der beiden Bands:Die Erkelteten:Anna Lück: HarfeJulia Lück: Flute, Tin WhistleJonas Heidebrecht: Uilleann Pipes, WhistleJulian Goertz: Gitarre, Bodhran, BaßPatrick Osikominu: GitarreHeike Kosmider: FiddleThea Staab: GesangThomas Kannmacher: Cello, Gesang, 2. Fiddle, 2. Whistle, 2. Flute ...Rolling Wave:Sabrina Palm: FidddleNäx = Alexander May: Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, GesangStefan Hennes: Gitarre, GesangAndrea Fritz: Gitarre, GesangAndreas Schneider: BhodránThomas Kannmacher: Pipes, Cello
Infos im Internet:
http://www.kannmachmusik.de/
http://www.ryansairs.de/home.htm
*
7.2. 4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Zum vierten Mal lud Sabrina Palm zum Bonner Irish Folk Festival ein. Das ursprüngliche Konzept, ein Festival von Bonner Musikern für Bonner Musiker zu sein, war ja schon beim 2. BIFF durchbrochen worden, aber erstmals waren die Bonner Musiker in diesem Jahr in der Minderheit, denn von den drei Bands war nur noch eine aus Bonn. Ob so auch der gestiegene Eintrittspreis zu erklären ist, weiß ich nicht.
Ryan’s Airs eröffneten den Reigen. Wie schon in der Rezension von dem Konzert am 13.4.2005 erwähnt, ist Ryan’s Airs die Nachfolgeband von Rolling Wave und besteht aus Sabrina Palm (Fidddle), Näx = Alexander May (Uilleann Pipes, Tin Whistle, Flute, Gesang), Stefan Hennes (Gitarre, Gesang), Andrea Fritz (Gitarre, Gesang) und Andreas Schneider (Bhodrán). Stilistisch bewegen sie sich zwischen den ihnen von ihrem ehemaligen Lehrer Tom Kannmacher nahe gebrachten Einfluss von Chieftains und Planxty und moderneren Einflüssen der Bands, bei denen Michael McGoldrick mitspielt(e). Zwischen den traditionell bis jazzig interpretierten Tunes boten sie einige Lieder, nicht nur von Andrea, sondern auch von Stefan und sogar von Näx gesungen. Letzterer, der ja sonst als virtuoser Piper berühmt ist (übrigens auch zu hören in der Filmmusik der Neuverfilmung von „Das Gespenst von Canterville“), hatte während seines Studienaufenthaltes in Glasgow ein lustiges Lied über Fußballer aufgeschnappt, das wirklich gute Laune verbreitete. Andrea sang ein Antikriegslied, das ich vor allem von Clannad kenne, und Stefan eines von Dan Ar Braz, dem bekannten bretonischen Gitarristen. Extra erwähnen möchte ich aber auch das Bhodrán-Spiel von Andreas (der in o.g. Filmmusik auch mitspielt), das nämlich nicht einfach nur schnell und rhythmisch, sondern sogar melodiös ist, so wie ich es mal bei den Rezension der Flook-Konzerte beschrieben hatte. Na ja, ganz so weit wie John Joe Kelly ist er noch nicht, aber er ist auf dem richtigen Weg! Der ehemalige Lehrer kam diesmal als Gastmusiker dazu. Tom sang seine selbstgedichtete Version von „I have a wife of my own“, bei der es um einen Steit zwischen Eheleuten geht, wobei er sich ein Segelboot kaufen will, um es zu Hause in den Gemüsegarten zu stellen, wovon sie – hier von Andrea personifiziert, obwohl Toms eigene Frau im Publikum lauschte – überhaupt nicht begeistert ist.
Die zweite Band des Abends war Déirin Dé aus Hamm in Westfalen in folgender Besetztung Ann Grealy (Gesang), Thomas Hecking (Diatonisches Akkordeon), Ulrike Steinborn (Geige), Tobias Kurig (Bouzouki), Benedikt (nein, nicht XVI., sondern) Terrahe (Bodhrán) und Regina Elling (Flute und Tin Whislte). Letztere spielt ja sonst bei Friel’s Kitchen mit und war in der Formation beim 2. BIFF schon dabei und vertrat an diesem Abend den abwesenden Colman Conolly. Regina und Ann sind also trotz der sichtbaren Ähnlichkeit nicht miteinander verwandt. Ann war die einzige „echte“ Irin beim 4.BIFF. Ihr Gesang war weich und sehr voll und voluminös, geradezu operntauglich, ihr Stil sehr modern, nicht nur bei einem allgemein bekannten Popsong, den sie zwischendurch zwecks Abwechslung darbot, sondern auch z.B. bei „The Newry Highway Man“, welches eigentlich völlig neu komponiert war und nur den bekannten Text noch enthielt. Die Tunes bewegten sich hauptsächlich in dem recht harten, fast schottischen Donegal Style, den Altan-Fans (so auch ich) zu würdigen wissen. Thomas zeigte seine Qualitäten nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch als witziger Ansager: Was ist die westfälische Version einer Kai Pirinha? Doppelkorn auf zerstoßener Zuckerrübe. Auch wusste er von einem japanischen Flötespieler zu berichten, dessen aus der Flöte tropfendes, von einem vorher verspeisten Kugelfisch stammendes, batteriesäureähnliches Kondenswasser Löcher in seine Hose brannte. Interssant fand ich auch die Bouzouki von Tobias, denn die schien mir übergroß zu sein, und er entlockte ihr teils metallisch harte, dann aber auch wieder ganz weiche, stets aber sehr rhythmische Klänge.
Eine Bouzouki spielte auch beim dritten Act eine wichtige Rolle. Die Amsterdamer Band Kill da Goose war nach neun Stunden Fahrtzeit mit einer Reifen- und zwei Motorpannen per Mietwagen, zuletzt von Leverkusen aus per Taxi gerade noch rechtzeitig in Bonn angekommen und musste ihren Soundcheck unmittelbar vor ihrem Auftritt nachholen. So klang es anfangs auch zu hart und schrill, dass die Ohren schmerzten, aber der Tonmeister am Mischpult bekam es dann doch auf die Reihe. Kaspar Laval (Bouzouki, Gesang. Low Whislte), Stijn van Beek (Uilleann Pipes, Low Whislte), Anneke Eijekboom (Fiddle) und Dudu Puente (E-Bass) zeigten sich vor allem von der instrumentellen Seite. Stijns quirliges Pipespiel erinnerte mich teilweise an das von Eoin Dillon von Kíla. Anneke fiddelte traditioneller dazu, Dudus Bass wirkte beruhigend dabei, kam aber gegen den hellen, aufgestachelten Hauptton seiner Mitspieler kaum an. Dudu stammt übrigens aus Asturien, wo es ja auch eine (neo)keltische Musiktradition gibt. Einige der Tunes stammten indes nicht aus dem keltischen oder westeuropäischen, sondern aus dem südosteuropäischen Raum, aus Mazedonien und der Türkei. Wie aufmerksame Leser meiner Rezensionen wissen, mag ich die Musik aus dieser Gegend unseres Subkontinents sehr gerne, auch wenn ich mich da wenig auskenne. Jedenfalls scheint es derzeit in der irischen Musik Mode zu sein, die beiden Musikregionen in diversen Tunes zumeinst recht jazzig miteinander zu verschmelzen, ein Trend, der für meine Ohren Wunderbares hervorbringt. Eine der Melodien hätte ich ohne die Ansage aber als bretonisch eingestuft. Ein einziges Lied brachten sie mit: „Streched out on your grave“ von Sinéad O’Connor, das Kaspar so expressiv sang, dass ich mich an Andy Irvine erinnerte, auch wenn die Stimmlage voller und weicher war. Und Stijn begleitete ihn auf den Pipes dabei mit einer sehr komplexen, sehnsuchtsvollen Melodie, so dass mir das gesamte Arrangement durch und durch ging.
Natürlich gab es dann eine Abschlusssession aller Musiker, von Thomas Hecking „dudeln in Rudeln“ genannt. Da brummte der Saal, und Sabrina hüfte vor Freude. Ich weiß gerade nicht, wie das Stück von Michael McGoldrick heißt, das sie da unter anderem spielten, aber ich liebe es sowohl von ihm selbst gespielt, als auch von den BIFF-Musikern an diesem Abend!
Bei der anschließenden Session im Fiddler’s war ich leider nicht dabei, und kann von daher auch nichts berichten.
Infos im Netz:
http://achimweimer.de/biff/
http://www.ryansairs.de/
http://www.deirinde.de/
Von Kill da Goose gibt es leider keine Homepage.
**
Also bis hoffentlich bald wieder!
Bis dahin gute Erholung!
Herzliche Grüße
Ihr/Euer Michael A. Schmiedel
Information – Inspiration – Dialog:
http://interreligioeser-rundbrief.blogspot.com/
Links, Termine, Rezensionen, Forum:
http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu/
***
Anhang: ein Rundbrief von Yesche Regel und Angelika Wild,
aber ohne die dort erwähnten Word-Anhänge:
Yesche U. Regel u. Angelika Wild-Regel
Auf der Heide 1, D-56729 Langenfeld/Eifel
Tel. 02655-962 840 (Yesche) und 02655-962 170 (Angelika)
yesche@t-online.de oder infopost@yesche.de (identisch)
www.yesche.de, www.yesche.homepage.t-online.de,
www.paramita-projekt.de und www.stressbewaeltigungbonn.de
Liebe EmpfängerInnen dieser Rundbriefes!
Nachdem wir am vergangenen Sonntag unseren Bonner Praxisraum mit einem kleinen Fest eröffnen konnten, möchten wir nun gelegentlich mit einem Rundbrief die Entwicklung und die Programme unserer Praxis dokumentieren.
Die Eröffnungs-Feier am 17. April 2005
Nachdem wir den bis dahin etwas tristen Flur zur Praxis mit einer Kollektion von gerahmten Fotos, die Angelika selbst aufgenommen hatte, dekoriert haben, kamen an die 50-60 Gäste diesen Weg entlang, wurden mit Bio-Säften und Öko-Knabbereien empfangen und nahmen in unserem etwa 50 qm großen Raum auf den neuen Meditationskissen und Matten Platz.
All jenen unter den EmpfängerInnen dieser e-Mail, die dabei waren, und es war eine schöne Versammlung aus alten und neuen Freunden, möchten wir hiermit noch einmal herzlich für ihr Kommen danken. All jenen, die vorher abgesagt haben, möchten wir mitteilen, dass wir uns auf einen Besuch zu anderer Zeit freuen würden, und dies gilt natürlich auch für alle, die in aller Stille nicht kommen wollten oder konnten.
Vorstellung der Bonner Projekte
Wir haben die Gelegenheit genutzt, um unsere Projekte in Bonn vorzustellen.
Stressbewältigung durch Achtsamkeit
Angelika beschrieb das Programm nach Dr., Jon Kabat-Zinn, das sie als dafür ausgebildete Dozentin in der Praxis in Gruppen- und Einzelstunden anbieten wird. Dabei werden aus dem Buddhismus kommende Achtsamkeits-Übungen Menschen mit psychischer Belastung und körperlichen Beschwerden alltagsbegleitend vorgestellt und mit persönlicher Begleitung eingeübt. Wissenschaftliche Untersuchungen in den USA haben die Wirksamkeit dieser Methodik festgestellt, die dort bereits an über 200 Klinik mit zehntausenden von Patienten Anwendung gefunden hat. Angelika hat in den letzten Jahren eine entsprechende Ausbildung bei Dr. Linda Lehrhaupt genossen und ist, auch aufgrund ihrer eigenen Meditationserfahrungen, sehr motiviert diese Methoden mit betroffenen Menschen zu üben. Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patrienten und Klienten diese Kurse mit guten Gewissen empfehlen, auch deshalb weil sie keinen religiösen Charakter haben und keine Vorkenntnisse voraussetzen.
Vision des Paramita-Projekts
Yesche erläuterte die Vision des buddhistischen Paramitas-Projektes und wies auf den traditions-übergreifenden Charakter unserer Kurse hin. Er erinnerte daran, dass der 16. Karmapa, der tibetische Lama, durch den Yesche 1980 die Mönchsweihe empfing, ihn in ihrer letzten Begegnung dazu ermutigte nach Bonn zu gehen. Das war vor 25 Jahren, und in der Folge dieser Entscheidung war Yesche dann an der Entstehung von tibetischen Zentren im Raum Bonn beteiligt gewesen, ohne jedoch jemals in Bonn selbst Fuß zu fassen. Vor 10 Jahren hatte er einmal auf einer Konferenz die Gelegenheit gehabt, dem Dalai Lama die Idee von traditions-übergreifenden buddhistischen Stadtzentren zu erläutern. Dabei ging es darum, dass Menschen, die sich nicht einer einzigen Tradition verpflichtet fühlen, dennoch ein gründliches Training in grundlegenden buddhistischen Meditationen erfahren und buddhistische Lehrkonzepte verstehen lernen können. Genau dies hoffen wir nun in Bonn zu verwirklichen.
In unseren Kursen, die 7-10 Abende umfassen, ist es möglich, Meditationen und Dharma-Inhalte gründlich einzuüben und kennen zu lernen, sowie auch persönliche Anleitung zu erfahren und Freundschaften zu schließen. Eine langfristige Verpflichtung ist jedoch nicht nötig, lediglich eine Anmeldung für einen jeweiligen Kurs. Damit soll ein Mittelweg zwischen Flexibilität und Verpflichtung ermöglicht werden, in der Hoffnung, dass dies vielen Interessenten entgegen kommt.
Shoji-Altar
Eine gute Nachricht war auch, dass sich während der Eröffnung ein Gast dazu bereit erklärte, beim Bau eines Altarschrankes behilflich zu sein, den wir, im Stil einer einfachen japanisch-anmutenden Shoji-Wand, errichten wollen. Sobald dieser Schrank fertig ist und eine geeignete Buddha-Statue gefunden und gesegnet wurde, soll dieser Altar von einer Versammlung ordinierter Buddhisten mehrerer Traditionen zeremoniell eingeweiht werden.
Die nächsten Kurse im Paramita-Projekt:
Mit dem 12. Mai beginnt eine Serie von 7 Meditations-Abenden und von 7 Themen-Abenden:
"Meditationen zur Entwicklung von Geistesruhe und Achtsamkeit" (Donnerstag 18.00 - 19.30 Uhr)
"Die achtsame Anwendung der Paramitas im täglichen Leben" (20.00 - 21.45 Uhr)
Einstiegs- oder Schnupper-Abende sind jeweils der 12. und 19. Mai.
Stille Meditationsstunde
Außerdem wird Angelika am Mittwoch Nachmittag eine "Stille Meditationsstunde" anbieten,
und zwar am 11, 18. und 25. Mai, sowie am 1., 15 und 22. Juni, sowie am 6. und 13. Juli, zu der Jeder und Jede ohne Anmeldung willkommen ist.
Des weiteren stehen im Rahmen des Paramita-Projektes unsere ersten Wochenend-Seminare bevor:
"Die Vier Edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad"
20.-22. Mai 2005 mit Yesche u. Angelika
"Achtsamkeit und ethisches Verhalten"
24.-26. Juni 2005 mit Yesche
Das "Meditationswochenende zur Tonglen-Praxis" mit Yesche
wird am 8. und 9. Juli 2005 im Siddharta Haus in Bad Godesberg stattfinden
und dann am Sonntag, den 10. Juli in unserer Praxis fortgesetzt.
Hier gab es ein Missverständnis des Termins, der im Programm von Siddharta für das erste Juli-Wochenende ausgewiesen ist.
Anmeldungen bitte nur an das Siddharta Haus in der Denglerstr. 22, Tel. 0228-935 9313, e-Mail: pamib@t-online.de
"Achtsamkeit und Liebende Güte"
16. und 17. Juli 2005 mit Angelika
Eine Übersicht über alle unsere nächsten Kurse findet sich im Anhang zum ausdrucken.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Paramita-Programm-Mai-2005.doc"
Hier gibt es auch eine genauere Beschreibung der Wochenenden.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Wochenend-Seminare1.doc"
Tibetische Pujas
Darüberhinaus möchte Yesche einige tibetisch-buddhistische Pujas (Meditations-Rituale) anbieten und durchführen. Daran kann man teilnehmen und mitmachen.
Dies ist vorerst jedoch nur morgens möglich.
Grüne Tara Puja
am Donnerstag, den 28. April um 8.00 Uhr
Medizin-Buddha-Puja
am Freitag, den 13. Mai um 8.00 Uhr
Grüne Tara Puja.
am Freitag, den 20. Mai um 8.00 Uhr
Weitere Pujas nach Vereinbarung mit den Interessenten.
Dies sind die nächsten Kurse im Rahmen der
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und Stressbewältigung:
Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn
mit Angelika Wild - Regel
an unserem Kursort in der Clemens-August-Straße 17,
53115 Bonn-Poppelsdorf 0228/90 86 860
Termine: Mai - Juli 2005
Der nächste Kurs findet als Gemischte Gruppe (Frauen und Männer) jeweils mittwochs von 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt und umfasst 8 Termine.
Beginn: 18. Mai, und weiter am 25. Mai,
1. Juni, 15. Juni, 22. Juni,
6. Juli, 13. Juli und 21.Juli
Hinzu kommt ein ganzer Übungstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, der voraussichtlich am Samstag, den 9. Juli 2005, stattfinden wird.
Bei Interesse bitte baldmöglichst einen Termin für ein Vorgespräch vereinbaren!
Die genaue Beschreibung des 8-Wochen-Programms befindet sich auf dem Flyer "Stressbewältigung durch Achtsamkeit" und auf der Homepage www.stressbewaeltigungbonn.de .
Kurs am Wochenende:
Ayurvedische Ernährungslehre und Stressbewältigung durch Achtsamkeit
mit Angelika Moog und Angelika Wild-Regel
„Die Gesundheit erhalten“, lautet das Motto für dieses Frühjahrsangebot.
In diesem Seminar werden Einblicke in die ayurvedische Ernährungs- und Gesundheitslehre gegeben. Dabei lernen Sie die verschiedenen Konstitutionstypen kennen und die darauf abgestimmte individuelle Ernährungs- und Lebensweise.
Meditative Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen aus dem Programm
„Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ laden zu einem heilsamen Umgang mit sich selbst ein, und runden das Programm ab. Zeiten des Schweigens und des Austausches in der Gruppe wechseln sich ab.
Es wird am Samstag eine ayurvedische Mahlzeit gemeinsam in Achtsamkeit und Stille eingenommen.
Termin: Samstag 28.Mai 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag 29. Mai 10.00 Uhr --16.00 Uhr
Die Kosten: (inkl. einem ayurvedischen Mittagessen) 135,00 € pro Person.
Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen.
Kursleiterinnen:
Angelika Moog, Dipl. Oecotrophologin
Klientenzentrierte Gesprächsführung GwG,
Ayurveda-Ausbildung bei Dr. E.P. Jeevan, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery,
Ausbildung zur Fachberaterin für Ess-Störungen im Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen
Angelika Wild-Regel, Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Entspannungspädagogin, Kursleiterin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Dr. Jon Kabat-Zinn,
buddhistische Meditation seit 1989,
Schülerin der 1997 verstorbenen buddhistischen Nonne Ayya Khema
Auch diese Ankündigung hängt als Word.doc an.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Angelikas Kurse Mai-Juni-2005.doc"
Außerdem stehen wir auch zu Einzel-Beratungen und individuellen Übungsanleitungen zur Verfügung und haben dies in dem Dokument "Angebote.doc" zum Ausdruck gebracht.
Attachment Converted: "f:\qualcomm\attach\Angebote.doc"
Untermieter gesucht
Wir suchen auch weiterhin nach einem Untermieter, die oder der am Montag ganztägig und langfristig und am Dienstag bis mittags den Praxisraum mitbenutzen möchte. Zudem steht der Raum an einigen Wochenenden im Monat zur Verfügung. Der Raum ist geeignet für Yoga und andere Formen der Körperarbeit, sowie für unterschiedliche Kurse und Beratungen. Die Kosten sind Verhandlungssache.
Soviel für heute. Wir sind sehr motiviert in Bonn eine schöne Aktivität zu entfalten, die zur Achtsamkeit, zur Entspannung, zur Stressbewältigung und, nicht zuletzt, zur Einführung in den Buddhismus und die buddhistische Meditation hilfreich ist.
Mit herzlichen Frühlingsgrüßen,
Angelika Wild-Regel und Yesche U. Regel
in Bonn:
Praxis für Achtsamkeit, Entspannung, Meditation und
Stressbewältigung / Paramita-Projekt
Clemens-August-Str. 17, 53115 Bonn-Poppelsdorf
Tel. 0228-9086 860
Mittwoch, April 13, 2005
Interrel. Rb. Nr. 113 – Nachtrag
Interrel. Rb. Nr. 113 – Nachtrag
(13.4.2005)
Hallo zusammen, auf die Schnelle eine gestern angekomme Mail von Susanne Petri von der Buddhh. Hochschulgruppe, die vielleicht noch einige interessiert:
Hallo,
gerade eben reingekommen:
Einladung 11.4.2005-14.4.2005
Tibet Sand Mandala
Die buddhistisch-tibetischen Mönche, Tenchoy, Galtsen Norbu
und Lhamo Tsultim, erhielten ihre spirituelle Ausbildung am
Drepung Gomang College, einer Klosteruniversität in
Karnatka, Südindien. Sie werden von 11 bis 14 April ein
Mandala streuen.
Montag 11 April bis Mittwoch 13 April
Interessierte dürfen täglich von 11 bis 20 Uhr Einblick in die
Arbeitsweise der Mönche nehmen.
Donnerstag 14 April 15 Uhr
Fertigstellung des Mandalas.
Abschlußsegnung: Die Mönche wischen den farbigen Sand
behutsam zusammen und schütten ihn zum Besten und zum
Wohl aller Wesen in eine Quelle.
Zur guter letzt: Sakraler Lama-Tanz mit Masken (Cham)
Haus Annaberg, Annaberger Strasse 400, Bonn.
U-Bahn Linie 63 oder 16 bis Haltestelle "Max Löbner Str.". Von dort auf
der Annaberger Str. ca 1/2 Stunde zu Fuß,
Bus Linie 612 bis Haltestelle "Turmhaus". Von dort ca. 15 Minuten zu
Fuß.
Mit dem Auto: Über die Autobahn bis zur Bundesstraße 9. Auf der B 9
bis zur Annaberger Straße (Ecke B 9/Annaberger Str. befindet sich auf der
einen Seite ein ADAC-Haus, auf der anderen Seite eine Aral-
Tankstelle). Von dort ca. 3 km (letzter km im Wald) bis zum "Haus
Annaberg".
*
MfG
Michael A. Schmiedel
(13.4.2005)
Hallo zusammen, auf die Schnelle eine gestern angekomme Mail von Susanne Petri von der Buddhh. Hochschulgruppe, die vielleicht noch einige interessiert:
Hallo,
gerade eben reingekommen:
Einladung 11.4.2005-14.4.2005
Tibet Sand Mandala
Die buddhistisch-tibetischen Mönche, Tenchoy, Galtsen Norbu
und Lhamo Tsultim, erhielten ihre spirituelle Ausbildung am
Drepung Gomang College, einer Klosteruniversität in
Karnatka, Südindien. Sie werden von 11 bis 14 April ein
Mandala streuen.
Montag 11 April bis Mittwoch 13 April
Interessierte dürfen täglich von 11 bis 20 Uhr Einblick in die
Arbeitsweise der Mönche nehmen.
Donnerstag 14 April 15 Uhr
Fertigstellung des Mandalas.
Abschlußsegnung: Die Mönche wischen den farbigen Sand
behutsam zusammen und schütten ihn zum Besten und zum
Wohl aller Wesen in eine Quelle.
Zur guter letzt: Sakraler Lama-Tanz mit Masken (Cham)
Haus Annaberg, Annaberger Strasse 400, Bonn.
U-Bahn Linie 63 oder 16 bis Haltestelle "Max Löbner Str.". Von dort auf
der Annaberger Str. ca 1/2 Stunde zu Fuß,
Bus Linie 612 bis Haltestelle "Turmhaus". Von dort ca. 15 Minuten zu
Fuß.
Mit dem Auto: Über die Autobahn bis zur Bundesstraße 9. Auf der B 9
bis zur Annaberger Straße (Ecke B 9/Annaberger Str. befindet sich auf der
einen Seite ein ADAC-Haus, auf der anderen Seite eine Aral-
Tankstelle). Von dort ca. 3 km (letzter km im Wald) bis zum "Haus
Annaberg".
*
MfG
Michael A. Schmiedel
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